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Monthly ArchiveMay 2008



Rezensionen & Tonträger Marius on 31.05.2008

Catharina Boutari - Tanzschule Boutari

Wenn man auf MySpace von einem Label namens „Pussy Empire“ liest, so ist man zunächst verwirrt. Das ist aber eigentlich nur eine absolute Nebensache und ein Labelname, dessen Assoziationen zu diversen Musikern, die Worte wie diese häufiger verwenden, wohl eher unbeabsichtigt sind. Denn damit hat Catharina Boutari eigentlich gar nichts zu tun – sie macht einfach nur gelungene, beschwingte Musik, die zwar poppig, aber doch eigenständig wirkt, einen rockigen Touch hat und der Tanzschule im Titel alle Ehre macht, da sie ungemein beschwingend wirkt. Dazu auch noch intelligente und doch nicht aufgesetzte Texte. Herzlich Willkommen bei Catharina und ihren Jungs! Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Dennis on 31.05.2008

Morten Harket - Letter From Egypt

Warum eigentlich immer Folk? Wie kommt es, dass meistens „Soloprojekt“ gleich Folkalbum bedeutet. Selbst Haudegen wie Chuck Reagan packen auf Solopfade die alte Klampfe aus. So auch Morten Harket, besser bekannt als ehemaliger a-ha-Frontmann, singt auch auf seinem viertem Soloalbum angefolkte Balladen, denen man die a-ha-Einflüsse spätestens bei Harkets oft eingesetztem Falsett anmerkt. Eigentlich sollte Letter From Egypt schon um einiges früher erscheinen, nur kam da eben die a-ha-Reunion Anfang des Jahrtausends dazwischen. Macht aber nichts, denn das Prinzip bleibt weitgehend ähnlich: opulente Instrumentierung, inzwischen erwachsenere, eher spärlich eingesetzte Synthie-Flächen und die Piano-Keule im Refrain. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Marius on 31.05.2008

Gavin DeGraw - Gavin DeGraw

Es ist ja im Grunde die klassische Geschichte: In seinem Heimatland einer von den ganz Großen, bei uns gänzlich unbekannt. Ein Schicksal, das vielen Musikern zuteil wird, so auch diesem hier. Diesmal an der Reihe: Gavin DeGraw, seines Zeichens Amerikaner, der in seiner Heimat so etwas wie ein Dauergast bei den LateNight-Giganten David Letterman, Jay Leno und Carson Daly ist, Absätze in Millionenhöhe vorweisen kann, über den großen Teich hinaus aber irgendwie zwischendurch untergegangen ist. Dass das schade ist, beweist er auf seinem Zweitling, den er schlichtweg zur besseren Titeleinprägung nach sich selbst benannt hat. Darauf zu finden: Stark Singer/Songwriter-inspirierte Rockmusik, die etwas typisch Amerikanisches an sich hat. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 31.05.2008

Sampler - Prikosnovenie Fairy World IV

Die Fairy World-Reihe ist der Label-Sampler des französischen Musikverlags Prikosnovenie, der mittlerweile in seine vierte Runde geht. Er besteht aus einem sehr ansprechend gestalteten Katalog, der aktuelle Veröffentlichungen Prikosnovenies vorstellt, sowie einer CD mit insgesamt 17 Titeln aus dem Programm, die eine Gesamtspielzeit von über siebzig Minuten ergeben und von denen dreizehn sogar unveröffentlichte Stücke sind, weswegen die Zusammenstellung auch für Kenner des Labels interessant sein könnte. Musikalisch geht man beim Hören auf eine Reise durch Mittelalterfolk, Ethnofolk, Weltmusik, klassischen Folk, neoklassische Arrangements, akustische Ambientstücken sowie experimentelle Musik. Continue Reading »

Neuigkeiten Marius on 30.05.2008

Dynamo 77 - Debüt zu verschenken

Zwar erschien das Album ursprünglich bereits Anfang 2007 und es folgte auch bereits der Nachfolger …and the republic of angels, dennoch entschieden sich Dynamo 77 zu einer Wiederveröffentlichung ihres Debüt-Albums Submissive Alpha Female. Dies nicht auf CD, sondern als kostenloser Download, so dass sich jeder, ohne etwas zu bezahlen, selbst einen Einblick in das Schaffen des jungen Schweden verschaffen kann. Man muss also nicht erst Radiohead oder The Charlatans heißen - auch Dynamo 77 setzen mit dem Album auf diese Marketing-Taktik. Wer also frischen, unverbrauchten schwedischen Indie-Rock hören möchte, bekommt diesen gratis frei Haus unter www.dynamo77.com.

Rezensionen & Tonträger Tristan on 30.05.2008

Magicfolk - Magicfolk

Als „Pagan Psychfolk“ betiteln die Briten von Magicfolk ihren Musikstil und legen ihr selbstbetiteltes Debüt vor, wobei man sich beim Hören schnell fragt, wie man auf das „Psych“ gekommen ist, denn hier geht es weder so psychedelisch zu, wie man es von anderen Folkbands gewöhnt ist, noch wirklich psychotisch. Auch der Begriff „Pagan“ führt zuerst auf eine falsche Fährte, da hier „Pagan“ im weitesten Sinne des Wortes verwendet wird: So werden naturmystische Klanglandschaften im Stil von Celtic Folk genauso dargeboten wie Lieder mit ägyptischen, griechischen, afrikanischen Einflüssen – meist aber kommt die Akustikgitarre mit einem weichen Frauengesang zum Einsatz und gelegentlich lockert eine E-Gitarre das ganze auf. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Dennis on 30.05.2008

The Ting Tings - We Started Nothing

Ach Trends, ach Jugendbewegung, ach enge Jeans: während von überall der Untergang von Indie prophezeit wird, packen sich die Ting Tings ihre Pausenbrote ein und: starten Nichts. Sie recyceln, vermischen und kratzen zusammen, um zum x-ten Mal zur letzten Party aufzurufen. Das könnte jetzt in ein Wehklagen über wenig innovative britische Bands ausarten, das tut es aber nicht. Und es liegt einzig daran, dass die Ting Tings mit bestechender Naivität und einem gewaltigen Grinsen mit We Started Nothing ein Album abliefern, die mit ihrer Aufgedrehtheit, ihrem Elan einfach nur unglaublich ansteckt. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 30.05.2008

Honeyroot - The Sun Will Come

Ein etwas verspätetes Versprechen bescheren uns Honeyroot mit ihrem Album The Sun will come. Immerhin ist der Sommer schon seit einiger Zeit da und die Sonne war ja auch schon mehrmals zu sehen, aber wer weiß, wie es in der Heimat von Honeyroot – dem immer sehr verregneten England – derzeit aussieht. Honeyroot sind Glenn Gregory von Heaven 17 sowie Keith Lowndes, ehemaliges Mitglied von ABC, die sich mit Honeyroot ruhigem Lounge verschrieben haben. Und so ist auf The Sun will come chillige, elektronische Musik zu finden, die sich für weitaus mehr eignet, als sie einfach nur mal im Hintergrund laufen zu lassen. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Marius on 28.05.2008

Ladytron - Velocifero

Wenn man so will war 2001 das offizielle Geburtsjahr des Elektro-Rock/-Pop. Was vorher einige Jahre in der Zeugungsphase war, trat in diesem Jahr endgültig hervor – mit dabei waren auch Ladytron, die in diesem Jahr ihr Debüt-Album 604 veröffentlichten und sich somit absolut berechtigt als Urgestein bezeichnen können in diesem Genre (sofern ihnen denn etwas daran liegen sollte). Mit Velocifero liegt nun inzwischen der vierte offizielle Longplayer der Liverpooler Band vor, der sich zum einen ganz generell als angenehmes Elektro-Pop-Album mit Blick über den Tellerrand präsentiert und zum anderen zeigt, dass auch nach dem dritten Album noch lange nicht die Luft raus ist. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 27.05.2008

Max Raabe & Palast Orchester - Heute Nacht oder Nie

Max Raabe, ausgebildeter Opernsänger und seines Zeichen Begründer und Leiter des Palastorchesters, legt nach mehreren erfolgreichen Alben mit selbigem mit Heute Nacht oder Nie eine Live-CD vor. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um irgendein Live-Album: Auf zwei CDs werden insgesamt sage und schreibe 36 Titel präsentiert, die nirgendwo anders als in der berühmten „Carnegie Hall“ in New York im Herbst vergangenen Jahres aufgenommen wurden. Geboten werden wie gewohnt Lieder im Stile des Schlagers der 1920er- und 1930er-Jahre mit Max Raabes Baritonstimme. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Marius on 26.05.2008

The Rocks - Letters From The Frontline

Letters From The Frontline. Das klingt zunächst martialisch und eventuell auch eigentlich gar nicht so passend zu dieser CD. Denn mit Kriegsmusik oder ähnlichem hat diese Musik hier gar nichts zu tun. Vielmehr gibt es auf der CD der Londoner Band The Rocks in Reinform das zu hören, was gerne auch mal als Brit-Rock bezeichnet wird. Die Frontline muss man sich also wohl symbolisch denken – und das ist auch problemlos möglich, denn The Rocks stehen in Sachen Brit-Rock durchaus in vorderster Front, denn ihr Schaffen bewegt sich auf hohem Niveau, ist grundsolide, rockt und geht gut nach vorne. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 25.05.2008

Marc Ribot’s Ceramic Dog - Party Intellectuals

Man stelle sich einmal folgendes vor: Sie wollen eine Woche eine Wüstensafari machen und bereiten sich auf alle Eventualitäten vor. Medikamente, Kleidung – alles eingepackt. Und plötzlich kommt alles anders als man denkt: Plötzlich schneit es am hellichten Tag in der Wüste, die physikalischen Gesetze sind außer Kraft gesetzt. Alles verhält sich plötzlich völlig irrational und widerspricht all dem, was man kennt. Alles kein Problem? Das ist schön, denn dann kann man sich auch an Party Intellectuals heranwagen. Denn was hier auf den Hörer losgelassen wird, widerspricht nicht nur alten Hörgewohnheiten – es sprengt diese sogar. Und so wird der Hörer auf eine teils surreale, teils atonale Reise geschickt, die länger als eine Stunde andauert. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 25.05.2008

Revolution Renaissance - New Era

Es gibt neues von Timo Tolkki, seines Zeichens ehemaliges Oberhaupt von Stratovarius. Nach seinem dortigem Ausstieg heißt seinen neues Projekt „Revolution Renaissance“, dessen Erstlingswerk bald erscheinen wird. Unterstützt wird Tolkki dabei von diversen Gastmusikern, wie dem Ex-Helloween-Mitglied Michael Kiske, Tobias Sammet von Edguy und Avantasia sowie Pasi Rantanen von Thunderstone, dessen Stimme auf einigen Liedern zu hören ist. Die Lieder von New Era sollten ursprünglich auf einem Stratovarius-Album landen, doch der Bruch kam diesem zuvor, weswegen hier noch keine komplette Band besteht. Dennoch lassen die prominenten Namen der Gastsänger einiges erhoffen. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 25.05.2008

Jorn - Lonely are the brave

Dass Jorn Lande schon immer ein erstklassiger Sänger war, ist ja bekannt – sein großer Durchbruch gelang ihm aber erst als Sänger der deutschen Band Masterplan. Außerdem war seine Stimme schon bei Millenium, The Snakes, Ark, Avantiasia und einigen anderen zu hören. Auch singt er bei seiner gleichnamigen Rockband, die am 6. Juni ihr neues Album veröffentlichen wird und auf diesem alles vereint, was ein gutes Hard Rock-Album ausmacht: Neben seinem eindrucksvollen, vielseitigen und vor allem emotionalen Gesang kommen schnelle, eingängige und mitunter auch epische Gitarrenriffs zum Einsatz, die dem Album Abwechslung verleihen. Continue Reading »

Rezensionen & Audiovisuell Marius on 24.05.2008

Die Fantastischen Vier - Fornika für alle

Man könnte meinen, mit Fornika haben Die Fantastischen Vier nicht nur ein Album, sondern eine ganze Marke erschaffen. Fornika für Dich als Clubtour, Fornika als Album, danach Fornika für alle als große Hallentournee, nun folglich auch die DVD-Veröffentlichung Fornika für alle, auf der Die Fantastischen Vier versuchen, die Stimmung der Tour auf DVD zu vermitteln. Dafür haben sie sich ihr Heimspiel in Stuttgart ausgesucht, wo sie am Ende ihrer Tour gleich an zwei aufeinander folgenden Tagen auftraten und noch einmal alles gaben. Damit nicht genug liegt dem Set auch eine zweite DVD bei, die einen Tourfilm von einer Stunde beinhaltet. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 24.05.2008

Recondita Stirpe - Nessuna Letargia

Es gibt Momente, in denen die Versuchung einfach zu groß ist, einfach eine alte Besprechung für eine Veröffentlichung wieder zu verwenden und die Namen auszutauschen. Nessuna Letargia von Recondita Stirpe ist so ein Fall. Nicht nur, dass es bei der Besetzung von Recondita Stirpe und Egida Aurea Überschneidungen gibt – hört man Veröffentlichungen der jeweiligen Projekte nebeneinander, wird es schwer, sie auseinander zu halten. Beide machen akustischen Folk, bei welchem neben den üblichen Gitarren und Trommeln noch Chöre, Akkordeons und Trompeten zum Einsatz kommen. Die Texte sind in italienischer Sprache verfasst, wobei auf Nessuna Letargia das Lied The falling Sun als einziges englischsprachiges Lied eine Ausnahme darstellt. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 24.05.2008

Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus, Dig!!!

Dig, Lazarus, Dig!!! ist das neue Album des Altmeisters der morbiden Kunst. Ein neues Kapitel im Buche Nick Cave wird damit aufgeschlagen und es gibt sowohl gewohntes als auch viele Überraschungen: So ist auf Dig, Lazarus, Dig!!! das Piano, das den alten Nick Cave & The Bad Seeds-Alben seinen Stempel aufdrückte, hier fast vollkommen verschwunden. Dafür hat Nick Cave offensichtlich die Gitarre für sich entdeckt, welche auf diesem Album das prägendste Instrument geworden ist. So könnte man Dig, Lazarus, Dig!!! sogar als (Blues-)Rockalbum bezeichnen. Von Gothic Rock zu sprechen wäre dagegen vollkommen irreführend. Continue Reading »

Vorberichte Tristan on 23.05.2008

Judas Priest - Zwei Shows in Deutschland

Judas Priest, eine der erfolgreichsten Metal-Bands, sind wieder auf Tour und werden auf dieser auch zweimal in Deutschland halt machen: Zuerst am 23. Juni in der Phillipshalle in Düsseldorf und am darauf folgenden Tag im Zenith in München. Die Band aus Birmingham gehört zu den einflussreichsten Bands des Metal-Genres und ist sowohl im Metal-Genre als auch außerhalb von diesem eine Berühmtheit. In dem 70ern waren sie noch Vorband von Gruppen wie AC/DC oder Led Zeppelin, heute sind sie selber Hauptact und im Vorprogramm wird die Power Metal-Band Iced Earth spielen. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Marius on 22.05.2008

Seelenlicht - Gods and Devils

Schon im Vorfeld sorgte diese CD für viel Spannung, las sich doch die Beteiligtenliste sehr interessant und viel versprechend: Den Kern der Band bilden Troy Southgate (H.E.R.R.) und Butow Maler sowie auch Herr Twiggs (Kammer Sieben), dazu gesellen sich als Gäste Maria Southgate und Eustacia Vye. Unter dem Namen Gods and Devils erschien nun ein Album, das vor allem auf Schönheit und spannende Klangsphären setzt und seinem künstlerischen Anspruch dabei in jeder Weise gerecht wird. Neben eigenen Texten wird auch ein Text von Shakespeare vertont, man inspiriert sich bei Hesse und weiteren Dichtern und gibt all das in einem gelungenen Spannungsfeld von Neofolk und Neoklassik wieder. Continue Reading »

Rezensionen & Tonträger Tristan on 22.05.2008

Jimi Blue - Hey Jimi

Nehmen wir mal folgendes an: Jemand schwebt auf der Welle des Erfolgs und wird von vielen angebetet. Diese Person nimmt dann ein Lied auf, in dem er sich selber als unglaublich toll darstellt. Soweit so gut, dann sollte man eigentlich an das ganze mit etwas Selbstironie herangehen. Sollte, denn sonst driftet das ganze irgendwie ins Alberne ab. Und nun geben wir diesem „Jemand“ mal einen Namen: Jimi Blue Ochsenknecht durfte ja dank seines berühmten Vaters in mehreren Teenie-Filmen auftreten und dort vorpubertierenden Mädchen den Kopf verdrehen. Da sich der junge Mann gut vermarkten lässt, darf er nun wohl auch ans Mikrophon. Continue Reading »

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