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Monthly ArchiveJune 2008



Rezensionen &Tonträger Tristan on 28.06.2008

The Joy of Nature – Swirling Lands of Disquiet Catharsis

The Joy of Nature, eine von den Azoren – einer Inselgruppe zwischen Nordamerika und Portugal – stammenden Gruppe, legen mit Swirling Lands of Disquiet Catharsis wie der Name andeutet den ersten Teil der The empty Cirlce-Trilogie, die sich den drei wichtigsten hermetisch-alchemischen Phasen widmet. Im ersten Teil geht es um die im Vergleich zum Universum auffallende Winzigkeit der Menschen und andererseits um die Göttlichkeit, die in jedem einzelnen steckt und die jeder erkennen und sich auf diesem Fundament entwickeln soll. Dies alles wird mit akustischer Musik, Field recordings und seltenem Sprechgesang realisiert, wodurch eine sehr natürliche Stimmung entsteht. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Dennis on 28.06.2008

Johanna Zeul – Album No.1

Baut man seine Erwartungshaltung gegenüber „Deutschlands neustem Popwunderkind“ Johanna Zeul nur aufgrund ihrer biografischen Eckdaten (Popakademie Mannheim, Bachelor of Arts der Popakademie Baden-Württemberg), wird man hier „corporate rock“, studierten Popismus vermuten. Wie passend auch, dass die Zeul weder auf Bubblegum-Pop setzt, oder eben wie Kommilitone Konstantin Get Well Soon Gropper mit seitenbescheitelten Wohnzimmersymphonien das wählerische Indie-Publikum überzeugen will, sondern betont auf „Echtheit“, „Unvermitteltheit“ und „Rotznäsigkeit“ setzt als Gegensatz zum so unDIY Bachelor of Pop(-Design). Die Szene infiltrieren und so. Könnte klappen – muss aber nicht. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 28.06.2008

SCAB – Ungelutscht und schnörkellos

Schon mit ihrem Debüt „The Difference Between Us“ nahmen SCAB die Musikpresse im Sturm. Kollektiv zeigten die Daumen der Kritiker nach oben, man überbot sich förmlich gegenseitig dabei, die Band über den grünen Klee zu loben. Gemault wurde höchstens, weil dem einen oder anderen der kompositorische Feinschliff fehlte. Aber auch damit sollte jetzt Schluss sein. Mit „Our Times“/ VÖ 25.07.08 legen die bayrischen Punkrocker ein Album vor, das runder nicht sein könnte. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 26.06.2008

Barbara Carlotti – L’Idéal

Da ist aber jemand locker geworden – könnte man meinen. Unter dem Eindruck des Vorgängers Les Lys Brisés stehend, das die französische Künstlerin sehr melancholisch zeigte, bemerkt man auf L’Idéal schnell, dass sich da was geändert hat. Melancholie ade, Sommer und Fröhlichkeit: Hereinspaziert! Lockerer französischer Indie-Pop mit einem ordentlichen Schuss Chanson-Spirit prägt nun das Klangbild der blonden Franzosin. Und das steht ihr, wie sie auf den elf Stücken des neuen Werkes zeigt. Mit musikalischer Schönheit schifft sie konsequent und gekonnt stets geradlinig am Kitsch dabei und spielt sich stattdessen geradewegs ins Ohr des Hörers. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 26.06.2008

Sampler – Wilde Jäger

Warum nicht mal in die Welt des Untersbergs an der deutsch-österreichischen Grenze eintauchen und sich dem Reiz der alpinen Mythologie hingeben, wenn man sich mit alten Bräuchen beschäftigt? So in etwa muss die Hintergrundidee des Wilde Jäger-Samplers gewesen sein, der sich mit den Masken, Mythen und Perchten-Läufen aus der Welt der Alpen beschäftigt und diese Welten dem Hörer in akustischer Weise näher bringt. Zusätzlich zu der Musikzusammenstellung soll Ende des Jahres außerdem noch ein Buch erscheinen, welches die Mythen und Bräuche dieser Region genauer berichten soll. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 26.06.2008

Crosby Stills Nash & Young – Déjà Vu: Ab 10.07. im Kino

Seit ihren ersten Auftritten in den späten 60ern gelten Crosby, Stills, Nash & Young als Sprachrohr ihrer Generation. Mit Songs wie ‚Ohio’ und ‚Find the Cost of Freedom’ wurden sie zu Vorbildern der Protestbewegung gegen den Vietnam-Krieg. Bis heute haben sie ihren politischen Biss nie verloren. Der Dokumentarfilm von Regisseur Bernard Shakey (hinter dem sich kein anderer als Neil Young selbst verbirgt) zeigt Crosby, Stills, Nash & Young auf ihrer ‚Freedom of Speech’- Tour im Jahr 2006 durch Nordamerika, bei der sie vor allem Songs aus Neil Youngs kontrovers diskutiertem Album ‚Living With War’ spielten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 24.06.2008

Die Happy – Still Love You

In Sachen Unermüdlichkeit gibt es wohl wenige Formationen, die der Ulmer Formation Die Happy das Wasser reichen könnten. Gut zwei Monate nach dem Release des aktuellen Albums Six erscheint nun mit Still Love You eine weitere Single aus dem Album, die zwar ein gefühlvolles Liebeslied darstellt, dabei aber ganz und gar nicht im herkömmlichen Sinne eine Ballade darstellt. Zwar sensibel dargeboten und mit viel Gefühl intoniert, aber dennoch nicht im balladesken Tempo-Bereich präsentieren sich Die Happy auf dieser neuen Veröffentlichung. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 24.06.2008

Werkraum – Early Love Music

Dass Axel Frank von Werkraum für psychedelischen und progressiven Folk ein Faible hat, hat er ja bereits mit der Mini-CD Kristalle bewiesen. Der dort eingeschlagene Weg wird auf Early Love Music fortgeführt und dazu wurden auch die an Kristalle beteiligten Mitstreiter, zu welchen unter anderem Robert N. Taylor und Nicolas Tesluk von Changes, Nick Nedzynski von Lady Morphia sowie Antje Hoppenrath wieder ins Boot geholt. Dazu gesellen sich noch Max Percht, Hajü und Herr Wind von Sturmpercht, die zu den von Axel Franks Zupfgitarre zusammengehaltenen Liedern ungewohnte aber interessante Facetten beisteuern. Continue Reading »

Neuigkeiten PR on 24.06.2008

Christian Venus – Fußballstadion: Für nach der EM…

Es ist kaum zu übersehen: Die Fußball-Europameisterschaft ist in vollem Gange. Vom 7. bis 29. Juni herrscht auf den Straßen, in den Wohnzimmern, Bars, WGs, Kneipen, Cafés und in den Medien der Republik wieder absoluter Ausnahmezustand. Kein Wunder, dass sich auch Musiker der Faszination und der Euphorie eines solchen Großereignisses nicht entziehen können. Neben den diversen Songs mit dem klassischen Ansatz für eine EM-Hymne, legt vor allem der Hamburger Sänger und Gitarrist Christian Venus mit seinem Song “Fußballstadion” eine völlig neue, weil beseelt-persönliche, Herangehensweise an das sportliche Sujet an den Tag. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 24.06.2008

Sampler – Japanoise of Death II

Noise ist eine Musikrichtung, die man wohl zu Recht als sehr speziell bezeichnen kann. Töne werden komplett durch Geräusche ersetzt, die die meisten wohl am ehesten als Krach bezeichnen würden. Denn Rauschen, Rattern und Knistern werden zu Krachcollagen zusammengesetzt, die häufig auch weder Melodie noch Rhythmus aufweisen – kurz: Wie unstrukturierter Lärm daherkommen. Fünf Jahre nach dem Vorgänger präsentiert Steinklang mit Japanoise of Death II, wie der Name es schon andeutet, japanische Künstler und exklusive Beiträge von diesen und sticht aus der Vielzahl von Veröffentlichungen in diesem Genre positiv hervor. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 23.06.2008

Blackmore’s Night – Secret Voyage

Auf ihrem mittlerweile siebten Album begeben sich Ritchie Blackmore und Candice Night auf eine geheime Reise, an der man ab 27. Juni teilhaben kann. Dann wird das neue Album des früheren Deep Purple-Gitarristen und seiner Frau in Deutschland erscheinen, auf welchem sie sich wie gewohnt alten Melodien aus ganz Europa widmen und diese neu interpretieren oder neu arrangieren und so in ihrem eigenen folkloristischen selbstbetiteltem Renaissance Rock präsentieren und so eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen, die sich den insgesamt zwölf Titeln auf der CD anhören lässt. Von majestätischen und von Chören unterlegten God Save the Keg hin zum eher melancholischen Ausklang Empty Words. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 23.06.2008

No Machine – A terrible thing

Never judge a book by the cover – das haben wir alle schon mal gehört und erleben immer wieder diese Momente, in denen man denkt: „Wie wahr!” So auch bei dem aktuellen Album A terrible thing der Briten von No Machine. Wirkt das Cover ziemlich nichts sagend, ist der Inhalt alles andere unspektakulär oder gar terrible. Hier lohnt es sich, hinter die Fassade zu gucken und die Ohren weit aufzusperren. No Machine machen ihrem Namen alle Ehre, kommen ganz ohne Maschinen aus und spielen sehr gelungenen Indie-Rock, ohne dabei die Eigenständigkeit auf der Strecke zu lassen. Dabei klingen sie so eigenständig, dass man sich selbst von Titulierungen verabschieden muss, die das Heimatland der Band im Wort enthalten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 23.06.2008

Scott Hull – Requiem

Scott Hull, eigentlich eher bekannt für seine Zusammenarbeiten mit Metal-Bands der extremeren Gangart, wie Pig Destroyer oder Agoraphobic Nosebleed, hat nun mit Requiem sein erstes Soundtrack-Album vorgelegt. Filme wie „The Shining“, „Dead Man“ und „Aguirre“ gehören zu den Inspirationsquellen, auch Ennio Morricone wird als Vorbild genannt. Offensichtlich, dass man es hier mit einer etwas düsteren Thematik zu tun hat, wobei es im Vergleich zu Scott Hulls sonstigen Arbeiten nicht allzu brachial zugeht: Im Gegenteil – wie für Soundtracks üblich, stehen ruhigere und subtile Töne im Vordergrund, die aber allesamt eine bedrückende Atmosphäre erzeugen. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 23.06.2008

Thomas Hahn – Thomas Hahn

Manchmal hat man CDs in der Hand und fragt sich: Passt das wirklich in den Rahmen „Alternativmusik.de“? Stellt man dann aber den Vergleich an mit dem vermeintlichen Gegenteil – nehmen wir als greifbares Beispiel mal das Formatradio – an, fällt auf: Mainstream ist was anderes. Thomas Hahn ist da so eine CD. Auftritte als Chor-Solist in der Kölnarena und dem Kölner Stadion, singendes Begrüßungskommitee für den Papst und ein Grenzgang an der Grenze zum Schmalz sind in der Tat auch mal was ganz anderes als das, was sonst auf dieser Seite zu finden ist. Aus diesem Winkel betrachtet ist das Debütalbum des 23jährigen wahrlich mal eine willkommene Abwechslung. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 23.06.2008

Défilé des âmes – Lust ‘n’ stone

Eingeleitet von einer verkratzten und quietschenden Schellack-Platte wird Lust ‘n’ stone von Défilé des âmes eingeleitet, wenig später denkt man wegen eines sich andauernd wiederholenden Sprachsamples aus Stanley Kubricks Film Space Odyssey, die Platte hängt, nur um sich kurz danach in rituellem Getrommel und wildem Gitarrenspiel wiederzufinden. Ein schön abgedrehter Auftakt für das Debüt-Album der Griechen, welche zuvor nur in Eigenregie Veröffentlichungen herausbrachten. Nicht ganz so abgedreht, aber mit einem Wechselbad der Gefühle geht Lust ‘n’ stone weiter: Eine Mischung auf Country, Folk und einigen Rock-Elementen wird auf den Hörer losgelassen, die sich auf auf elf Liedern mal kämpferisch, mal besinnlich, mal zerstörerisch, mal harmonisch präsentiert. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 23.06.2008

Svarrogh – Temple of the Sun

Die Bulgaren von Svarrogh legen mit ihrer Mini-CD Temple of the Sun drei Lieder reinem Folks vor, welche in die Tiefen des Balkans entführen. Die Tatsache, dass auf der CD nur drei Lieder zu finden sind, klingt zunächst etwas mager, bedenkt man jedoch die Gesamtspielzeit von über zwanzig Minuten, wird klar, dass keiner kürzer als fünf Minuten ist. Des Weiteren wird auf allen drei Lieder Vielseitigkeit groß geschrieben. Sie erzählen von verlassenen Städten, düsteren Wäldern, tiefen Seen und vermitteln durch traditionelle Instrumente das Lebensgefühl des Balkans auf eine sehr angenehme Weise. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 23.06.2008

Sampler – Steinklang Industries IV

Auf ihrem aktuellen Label-Sampler präsentiert sich das österreichische Musiklabel Steinklang mit Veröffentlichungen aus diesem und vergangenem Jahr, wobei die CD in zwei Teile aufgeteilt ist: Neun Lieder entstammen dem Noise- und Power Electronics-Genre und repräsentieren hierbei sowohl das Hauptlabel Steinklang sowie das Sublabel Steinklang International, weswegen Musiker aus Japan und anderen Ländern vertreten sind. Ab Track zehn präsentieren sich dagegen Ahnstern und Heimatfolk, deren Musiker rein akustischen Folk darbringen und im Gegensatz zur ersten Hälfte ruhiger und harmonischere Musik machen als erstere. Continue Reading »

Konzertberichte Friederike on 19.06.2008

Gun Barrel – 14.06.2008, Köln Underground

Einen besseren Veranstaltungsort für dieses Konzert zu ihrem neuen Album Outlaw Invasion hätten GunBarrel kaum finden können. Bereits eine Stunde vorher hatte sich eine treue Fangemeinde in Köln eingefunden und die Stimmung war bereits großartig, was zum Teil auch daran lag, dass die Band sich unter die Fans gemischt hatte und sich einmal mehr sehr locker und offen präsentierte. Den Beginn der ersten Vorband The Mystery hätte man hierüber allerdings leicht verpassen können. Und viel verpasst hätte man damit auch nicht. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Tristan on 19.06.2008

Opeth – Watershed

Nachdem es durch einige Band-Umbesetzungen um die Progressive Death Metaller von Opeth eher düster aussah und die Zeichen für ein neues Album alles andere als gut aussahen, hat sich wohl letzten Endes doch alles aufgehellt. Sonst wäre wohl Watershed niemals erschienen. Ein Umstand, den man durchaus als schade hätte bezeichnen können, denn nach erfolgreichen neun Alben und damit natürlich auch sehr hohen Erwartungen schaffen es Opeth noch einmal, die Messlatte weiter nach oben zu reißen und ihre Ausnahmestellung im Metal auszubauen. Das Vorangegangene wird verfeinert und vertieft und so zur Perfektion gebracht. Nebenbei werden auch neue Pfade betreten. Continue Reading »

Rezensionen &Tonträger Marius on 17.06.2008

Klimt 1918 – Just in case we’ll never meet again

Klimt 1918 – die italienische Alternative Rock-Band aus Rom – meldet sich dieser Tage mit dem dritten Album (das selbstproduzierte Demo aus dem Jahr 2000 nicht mitgerechnet) zurück. Jenes dritte Album also, das schon so oft bei Bands als weichenstellend galt. Bei Klimt 1918 stehen die Weichen für die Zukunft dabei ziemlich gut, wie die melancholischen Rock-Töne auf Just in case we’ll never meet again zeigen. Sehnende Töne, ein deutlicher Hauch von „old school“ – ganz ohne dabei bewusst gestrig sein zu wollen – und eine beinah schon beängstliche Eingängigkeit sind es, die dieses Werk ausmachen und es schaffen, den Hörer zu vereinnahmen. Continue Reading »

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