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Rezensionen & Tonträger Ann-Kristin, 07.02.2012

Eluveitie – Helvetios

„Wer hat’s erfunden? Die Schweizer!“ Nicht nur mit Ricola kann sich die Eidgenossenschaft rühmen – auch, was den Pagan- und Folk-Metal angeht, hat sich hier eine ganz eigene und in ihrem Metier unangefochtene Marke entwickelt. Und diese Marke lässt grüßen. Zwei Jahre nach Everything remains [as it never was] haben Eluveitie ihrer Heimat mit Helvetios ein historisches Denkmal gesetzt. Und gleichzeitig ihren musikalischen Horizont erneut erweitert: Eluveitie + Historiker + Archäologen = neues Album, welches unter brachialem Metal und zwischen kathartischen Folkinstrumentals ein Stück metallische Geschichtsschreibung verbirgt. Im Wortsinne. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Tristan, 07.02.2012

Monica Richards – Naiades

Monica Richards sollte den meisten als Sängerin von Faith and Muse bekannt sein und präsentiert mit Naiades ihr zweites Soloalbum. Im Vergleich zu ihrem ersten wurde der Elektronik-Anteil stark zurückgefahren, stattdessen sind viele Instrumente zu hören, die das Album zwischen Gothic Rock, Folk und Ethno-Ethereal hin- und herschwanken lassen. Was alle Lieder eint, ist ein Faible für eine mystische Grundstimmung. Leider ist das ein bisschen wenig, um von einem roten Faden zu sprechen: Abwechslung gibt es auf Naiades eine Menge, aber wenn ein Lied aufhört und ein neues beginnt, fragt man sich häufig, wie die beiden im Zusammenhang stehen. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 07.02.2012

Motorpsycho – The Death Defying Unicorn

Reden wir doch mal über Schuhe. Und zwar über ganz unterschiedliche Paar Schuhe. Denn „Motorpsycho“ und „Konventionen“ sind so Begrifflichkeiten, die seit je her ganz unterschiedliche Paar Schuhe sind. Ausflüge in alle mögliche Richtungen, Zusammenarbeiten mit Jazz-Musikern, halbstündige Arrangements – all das sind Stationen, welche die Laufbahn der Norweger charakterisieren. Das neue Werk The Death Defying Unicorn ist dabei auch wieder ein Opus, den man so nicht erwartet hat. In Zusammenarbeit mit Ståle Storløkken, einem norwegischen Jazz-Keyboarder, entstand eine üppige Doppel-CD, die unerwartet und doch typisch Motorpsycho ist. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 07.02.2012

Dr. Dog – Be the Void

Mit Be the Void erscheint nun schon das sechste Album der Band aus Philadelphia Dr. Dog machen immer noch ihren unwiderstehlichen Sound aus 60s-Klängen, Soul-Anleihen und schmutzigem Rock ‘n Roll. Irgendwo zwischen den Beatles. den Hollies und den Kinks befinden sich Dr. Dog auf ihrem Weg in die Ruhmeshalle der Musik. Sänger Scott McMicken und seine Kollegen singen und spielen sich mit Dr. Dog in den Folkhimmel, in dem neben Mumford & Sons und den Fleet Foxes noch ein Platz frei sein dürfte. Im Gegensatz zum Vorgänger-Album Shame, Shame befinden sich auf Be the Void noch eine größere Vielzahl an Ohrwürmern und veritablen Hits, was sich im Opener Lonesome schon ankündigt. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 06.02.2012

diver – Kites

„Sechs schöne Songs sind es, die uns diver auf ihrer Debüt-EP präsentieren. Leider dauert diese nur etwa 19 Minuten, bevor man von vorne starten muss.“ So titelten wir an dieser Stelle im Mai 2011 und äußerten den Wunsch, diver auch auf Albumlänge hören zu können. Manchmal gehen Wünsche in Erfüllung, so auch hier – mit Kites liegt nun das Debüt-Album des deutsch-österreichischen Trios vor. Mit acht neuen Songs und zwei, die man bereits von der EP kennt, wird hier viel geboten. Musikalisch bleibt man dem folk-inspirierten Indie-Pop treu und breitet diesen sehr weit aus, sodass am Ende ein großes musikalisches Spektrum bedient wird. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 06.02.2012

VANDA. – on the tip of a leaf

Vor kurzem erreichte mich eine freundliche Mail aus Dresden. Was zunächst mal spam-verdächtig wirkte – eine VANDA in Großbuchstaben ohne Nachnamen – entpuppte sich als eine junge Band, die sich einer Mischung aus Pop, Rock und Elektro verschrieben hat und gerade ihre neue EP on the tip of a leaf veröffentlicht hat. Darauf zu finden: Vier Songs im beschriebenen Stil. Oder wie sie den Stil selbst beschreiben: „Eine enorme persönliche Wertschätzung für zeitgemäßen Indie-Electro-High-Energy-Synth-Rock und das Feeling für einen guten Popsong sind die Keimzelle von VANDA.“ Ja – oder so. Also eingelegt und angehört! weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 05.02.2012

Tigers of the Temple – Death Light Fire & Darkness

Indie aus Schweden mal wieder. Das verspricht ja schon in dieser Grundanlage immer einiges. Nun also die Tigers Of The Temple aus Göteborg, ein sechsköpfiges Indie-Kollektiv, das seine Wurzeln selbst zwar auch in Punk, Power-Pop und Grunge sieht, die musikalischen Wurzeln der 4-Track-EP Death Light Fire & Darkness aber eher im Indie-Rock mit düster sphärischen Skandinaviensounds und Indie-Folk ansiedelt. Denn das, was das Sextett hier in den Mittelpunkt stellt, ist eindeutig die Schönheit. Hässliche Momente sucht man da vergebens, häufiger hingegen trifft man die Melancholie, ansprechend gesanglich dargebracht und angemessen instrumentiert. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Tristan, 04.02.2012

Hildegard Knef – Das Beste von Hildegard Knef

Solche Menschen gibt es nur selten: Menschen, die Schauspieler, Autor und Sänger sind. Doch unter diesen gibt es eine noch seltenere Spezies: Jene, die es schaffen, zeitlos und damit unsterblich zu werden. So ein Fall ist auch Hildegard Knef. Ein bewegtes Leben hatte die Knef. Voller Höhen, Tiefen und Skandalen. Vor zehn Jahre starb Hildegard Knef, heute gibt es zahllose „Best Ofs“ von ihr und nun – wenn man es so formulieren will – zum Zehnjährigen eine weitere in Form von der hier vorliegenden. Das Beste von Hildegard Knef bietet dreiundzwanzig Klassiker und ein bislang unveröffentlichtes Stück in Form von Papillon, welches am Ende der CD auf einen wartet. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 04.02.2012

Craig Finn – Clear Heart Full Eyes

Wenn man eine Platte als „cool“ bezeichnet so ist das zwar kein sonderlich originelles Wort und es sagt relativ wenig aus, aber wer sich Clear Heart Full Eyes vom The Hold Steady-Gründer und -Sänger Craig Finn anhört, der wird einem Recht geben. Sein erstes Soloalbum entstand in Austin/Texas und genauso trocken und heiß, wie es da ist, so klingt das Album auch. Wie trockener Wüstensand und ein Whisky in einem klischeebeladenen Saloon oder in einem Burgerladen. Egal, knochenharte Gitarren treffen auf intelligentes Songwriting. Craig Finns Songs beschreiben Liebe, Leid, Betrug und das alles auf hohem Niveau, wie man es von The Hold Steady kennt und schätzt. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 02.02.2012

Air – Le Voyage Dans La Lune

Die Reise zum Mond, oder Le Voyage Dans La Lune, ist ein Stummfilm, der im Jahre 1902 vom französischen Regisseur Georges Méliès gedreht wurde. Der Film basiert auf den futuristischen Romanen von Jules Verne, erst in einer Schwarz-weiß-Version und im Jahre 1993, nachdem das historische Werk in Barcelona wieder aufgetaucht war, wurde es restauriert. Was das alles mit Nicolas Godin und Jean-Benoit Dunckel zu tun hat, lässt sich einfach erklären: Die beiden Musiker von Air haben den Soundtrack zum Film beigesteuert. Das ihnen das Thema „Mond“ besonders am Herzen liegt, bewiesen die beiden Franzosen ja schon mit ihrem Erstling Moon Safari in aller Deutlichkeit. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 02.02.2012

Lyambiko – Sings Gershwin

Was fällt einem zu George Gershwin ein? Da kennen zum Beispiel viele „Porgy and Bess“ – und sei es auch nur, weil es mal zum Standard-Programm im schulischen Musikunterricht gehört hat. Viele Stücke daraus sind heute Klassiker, wie zum Beispiel Summertime. Eines der Stücke, die auch Lyambiko auf ihrem Gershwin-Album Sings Gershwin intoniert – einer Ehrerbietung an den großen Vorläufer des Jazz, der aus dem Ragtime hervorging. Lyambiko, 2011 für das Vorgänger-Album Something Like Reality mit dem Echo Jazz ausgezeichnet, zeigt auf ihrem neuesten Werk, dass die Stücke Gershwins auch dann hervorragend funktionieren, wenn sie von einer jungen Dame neu interpretiert werden. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 02.02.2012

Xavier Naidoo – Danke fürs Zuhören

Xavier Naidoo ist dafür bekannt, zu polarisieren. Viele sagen, er habe eine der besten Stimmen des Landes und spräche den Menschen aus der Seele, während seine Gegner ihn wegen seiner klerikalen Ansätze und seinen Texten am liebsten in die Hölle jagen möchten. Wenn man aber mal ganz objektiv an die Sache herangeht, dann fällt auf, dass der The Voice of Germany-Juror wirklich viele tolle und zu Herzen gehende Stücke aufgenommen hat. Jetzt erscheint eine Art Werkschau mit dem Titel Danke fürs Zuhören – Liedersammlung 1998-2012 und bietet wirklich die Highlights dieses Sängers, dessen Karriere noch lange nicht am Ende ist. Chronologisch festgehalten kann man sich hier in das Werk des Mannheimers rantasten. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Marius, 31.01.2012

Audiobook – Wem gehört die Popgeschichte?

Im Jahr 2010 erschien Wem gehört die Popgeschichte? der beiden Autoren Gerd Gebhardt und Jürgen Stark bereits als Buch, nun gibt es das gut 400 Seiten starke Werk auch zu hören – als Audio-Book in Form von sechs CDs. Gelesen wird all das von Peter Urban, den ein jeder durch seine Moderation des alljährlichen Eurovision Song Contests kennen dürfte, der pointiert die dem Werk innewohnende Rhetorik in Worte fasst. Die beiden Autoren sehen ihr Buch als ein Stück erlebter Popgeschichte, was es auch ist, da sie gerne eigene Erlebnisse und Geschichten mit ins Werk einfließen lassen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Gekonnt wird die Popgeschichte mit ihren Brücken und Brüchen erzählt, in größere Zusammenhänge gestellt und darüber reflektiert. weiterlesen… »

Audiovisuell & Rezensionen Dennis, 30.01.2012

Owl City – Live from Los Angeles

Wir schreiben das Jahr 2010 und ganz Deutschland hört eine Nummer rauf und runter: Fireflies hieß dieses Lied und man wusste anfangs nicht, wer denn diese Band mit dem seltsamen Namen Owl City überhaupt war. Das änderte sich sehr schnell, als bekannt wurde, dass Owl City das Projekt des amerikanischen Multiinstrumentalisten Adam Young ist. Der aus Minnesota stammende Young konnte schon früh seiner Liebe zur Musik im heimischen Schlafzimmer nachgehen und stieg zu einem Star der Internetbewegung auf. Nach drei Alben veröffentlicht Young jetzt mit Owl City – Live from Los Angeles seine erste Live-DVD, aufgenommen am 21.Juli 2011 im Club Nokia in L.A. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Tristan, 30.01.2012

Sampler – John Barleycorn reborn rebirth

John Barleycorn war nicht nur in England ein Sinnbild für Getreide, Ernte und Brot, er wurde häufig auch naheliegender weise mit Alkohol in Verbindung gebracht, sowohl mit Whiskey als auch mit Bier. Bier ist da ein gutes Stichwort, denn aus der aus Hopfen und Malz hergestellten Maische kann man mehrmals Bier brauen, wobei das erste Bier das qualitativ hochwertigste ist, danach sinkt die Qualität mit jedem weiteren Vorgang mit derselben Maische. Und was hat das mit diesem Tonträger zu tun? Bereits zweimal hat Cold Spring Compilations rausgebracht (John Barleycorn must die und We bring you a King with a Head of Gold), die beide musikalisch hervorragend waren. Auf der hier vorliegenden sind nun aber Stücke drauf, die bereits online veröffentlicht wurden, da sie auf die erste Compilation nicht mehr gepasst haben und nun laut Pressetext sinngemäß als zweite Ernte derselben Saat veröffentlicht werden. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 30.01.2012

The 4 Evas – Break Out

Es ist ja klar, dass eine Band die sich The 4 Evas nennt, zwangsläufig aus drei Personen besteht. Aber jetzt mal ernsthaft. Das Trio, das aus einer österreichisch-amerikanischen Freundschaft heraus entstand, spielt netten Alternative Rock, der nicht sonderlich weh tut. Gelegentlich sind die Songs sogar überraschend originell arrangiert. Zum Beispiel im Opener Break out, der gefällig und sauber produziert ist. Neo Pop soll das laut eigener Aussage der Band sein, aber es klingt streckenweise nach Faith No More, die ja nicht die schlechteste Adresse sind. Wer einen immer gleichen Stil sucht, wird hier enttäuscht: Die Band, die aus dem Amerikaner Austin Angels und den beiden Österreichern Peter Kment und Tobias Wurscher besteht, haben ein vielseitiges Album auf die Beine gestellt. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 29.01.2012

Lana del Rey – Born to die

Um das vorneweg klarzustellen: Alternativmusik.de ist ein Musikmagazin im Internet! Uns interessieren daher keine reißerischen Artikel darüber, ob Lana del Rey wirklich so ist, wie sie tut, ob ihre Lippen aufgespritzt sind, oder oder oder. Das Einzige, was uns interessiert, ist die Musik, die von Lana del Rey kommt – und die ist in der Tat hervorragend. Die 25jährige hat alles, was einen Superstar ausmacht und vor allem eine unvergleichliche Stimme, die scheinbar alles kann: Von grazilen Tönen wie im Titelsong Born to die bis zu divenhaften Songs wie in Video Games. Sie wirkt bisweilen wie aus der Zeit gefallen und erinnert einen permanent an Nancy Sinatra oder Shirley Bassey. weiterlesen… »

Audiovisuell & Rezensionen Marius, 29.01.2012

Martin Hans Schmitt – Robot World

Eine Welt, in der wir durch Roboter ersetzt werden. Welch‘ grausige Vorstellung. Im Film Robot World – A Meeting With Your Alternate Double geht Regisseur Martin Hans Schmitt diesen letzten Schritt zwar noch nicht, aber zeigt auf ansprechende Art und Weise die Evolution von simplen Robotern bis hin zu unserem Ebenbild. Das Besondere an diesem Film: Es handelt sich um einen non-verbalen Dokumentarfilm, bei dem die Bilder für sich stehen sollen, sodass der Zuschauer sich die Gedanken selbst machen muss und sich selbst seinen Reim auf die Inhalte macht. Unterlegt wird all das von den Klängen Matt Howdens, die hervorragend zu dem passen, was es hier zu sehen gibt, schafft er es doch sehr ansprechend, Soundtracks zu den verschiedenen Sequenzen zu erschaffen. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger Dennis, 29.01.2012

The bianca Story – Coming Home

Aus der schönen Schweiz kommen nicht nur Yello, Gotthard oder DJ Bobo, sondern neben Schoki und Heidi mit The bianca Story auch eine spannende, neue Band. Aus der Basler Region kommend versprühen sie viel Charme, den man auch schon von Acts wie Sophie Hunger, der Hälfte von Boy oder Bonaparte gewohnt ist. Mit ihrem zweiten Album geben die Art-Popper jetzt ordentlich Gas. Coming Home wurde in den legendären Abbey Road Studios in London eingespielt und unterhält auf der vollen Strecke bestens. Sängerin Anna Waibel macht einen hervorragenden Job, während Gitarrist und Sänger Elia Rediger es gelegentlich übertreibt und seine sonore Stimme, die eh schon irgendwo zwischen Phil Oakey von The Human League, Martin Fry von ABC und Roy Orbison liegt, ein wenig zu phrasiert einsetzt. weiterlesen… »

Rezensionen & Tonträger David, 28.01.2012

Leonard Cohen – Old Ideas

Gehen wir es einmal von einer etwas brachialen Seite an, so ist Leonard Cohen ganz gewiss einer dieser coolen und alten Säcke, die doch längst machen können, was sie wollen – gejubelt wird sowieso. Schließlich war der Kanadier schon vor 40 Jahren angesagt, intellektuell und cool zugleich. Und ein solcher Mann wird mit dem Alter, ganz ähnlich einem Johnny Cash, natürlich weiser, ergo besser. Ein Automatismus, dem sich Old Ideas, Cohens erste Platte seit 2004, denn auch gar nicht erst entziehen möchte. Denn tatsächlich fällt angesichts des neuen Materials gleich einmal auf, dass einer wie Cohen sich natürlich nicht mehr neu erfindet und stattdessen und somit der altbekannte, leicht zerknittert-düstere Feuilleton-Apologet bleibt, der er irgendwie dann halt doch immer gewesen ist. weiterlesen… »

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