Rezensionen & Tonträger Tristan, 10.03.2010
Negura Bunget ist nicht mehr. Zumindest nicht mit dem bisherigen Line-Up, seitdem Sänger und Gründungsmitglied Hupogrammos sowie Sol’Faur die Band verlassen haben. Bevor es mit der Band nun aber mit neuem Line-Up weitergehen wird, gibt es noch ein letztes Lebenszeichen, welches in Form von Maiestrit vorliegt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein neues Album, sondern um eine Neuinterpretation des vor zehn Jahren erschienenen Măiastru Sfetnic, die laut der Band sowohl einen Schluss-Strich unter das bisherige Schaffen ziehen als auch einen Neuanfang der Band symbolisieren soll. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 09.03.2010
Ne, was ist das wieder primitiv! So einen herrlichen Start in ein Album hat man wohl seit der Kings of Metal von Manowar selten gehabt. Denn genau wie jenes Album beginnt dieses mit dem Geräusch des Gaspedals eines Motorrades, allerdings diesmal in Verbindung mit einer Frauenstimme, die stöhnend „faster“ ruft und damit nach noch mehr Geschwindigkeit verlangt. Und schon steht man mitten im ersten Lied Hell Ridin’ des Albums und das macht einem die Einordnung direkt sehr einfach: Denn zu hören ist Rock and Roll ohne viel drum herum. Und wem die Gesangsstimme verdächtig bekannt vorkommt, der wird Bestätigung für seine Vermutung bekommen. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger & Audiovisuell Marius, 09.03.2010
Immer und immer wieder passiert es: Da sind Bands unter uns, die man eigentlich kennen sollte, die es bereits weit gebracht haben, die ein gewisses Renommee für sich beanspruchen können… Und doch: Wenn man auf einmal die dazugehörige CD im Briefkasten findet, kann man mit dem Namen der Band erst einmal nichts anfangen. Aktueller Fall: Gazpacho. Mit Marillion haben sie bereits getourt, seit bald 15 Jahren veröffentlichen sie Platten und nun begegnet einem als Erstkontakt auf einmal ein Live-Album als Package aus zwei CDs und einer DVD – aufgenommen auf der legendären Loreley-Bühne im Rahmen des „Night of the Prog“-Festivals. Und die kunstvollen Rock-Klänge können auch schnell begeistern. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 07.03.2010
Manchmal ist es komisch, wo manche Bands bekannt sind – oder besser: Wo manche Bands (noch) nicht bekannt sind. Minze beispielsweise, eine 2004 in Wien gegründete Band, konnte sich in kürzester Zeit in die Herzen der Wiener Indie-Gemeinde spielen – und landete auch bei großen Musiker-Kollegen Achtungserfolge, wie Support-Auftritte bei Nena und Herbert Grönemeyer eindrucksvoll belegen können. Der Erfolg – und überhaupt die Kenntnisnahme – über die österreichische Grenze hinüber in hiesige Gefilde blieb dabei bisher aus. Eigentlich seltsam, denn Minze haben absolut das Potenzial, auch hier die Indie-Herzen zu erobern, wie sie nun auch auf ihrem neuen Album So viel Zukunft keine Zeit unter Beweis stellen. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 07.03.2010
Wer sich im Pagan und Folk Metal etwas auskennt, dem wird der Name Meri Tadic vielleicht schon einmal begegnet sein, ist die junge Dame ihres Zeichens doch Geigerin der Metal-Band Eluveitie. Mit ihrem Soloprijekt Irij widmet sie sich im Gegensatz zu Eluveitie rein dem Folk slawischer Machart. Passend dazu auch der Name Irij, der der slawischen Mythologie entlehnt ist und so viel wie „der Sitz der Götter“ bedeutet, also quasi der Olymp der Slawischen Götter. Allerdings steht er ebenfalls für das Hier und Jetzt in unserer Welt. In einer ähnlichen Ambivalenz geht es auch auf dieser CD zu: Zwischen reinen Instrumentalstücken und reinem Gesang schwankt die CD. Was bei der CD allerdings schnell deutlich wird: Hier wird leider zu wenig geboten. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 06.03.2010
Tom Lüneburger. Ist das ein Name, mit dem man die große Karriere anstreben kann? Es ist ja heutzutage immer ein mutiger Schritt, Alben einfach unter seinem eigenen Namen zu veröffentlichen, ohne sich ein cooles Pseudonym auszudenken und sich hinter Fassaden zu verstecken. Tom Lüneburger geht diesen Schritt. Nachdem sich myballoon im Jahre 2006 getrennt haben, hat er als Sänger ohne Band angefangen, inmitten einer für ihn schweren Zeit an Songs zu arbeiten. Alleine, nächtelang, wochenlang. Nur seine Gitarre und er. Vorerst. Denn bald kamen auch so die großen Bühnen wieder. Unterstützt von seinem Freund Christof „Stoffel“ Clemens am Piano beispielsweise vor einer fast fünfstelligen Menschenmenge im Vorprogramm von Bosse und Silbermond… weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 06.03.2010
Von dem amerikanischen Musikprojekt In Gowan Ring aus Portland/Oregon ist ja schon seit längerer nichts Neues mehr zu hören gewesen, zumindest nicht Form eines neuen Albums, was eigentlich sehr schade ist. Immerhin gibt es von Bobin Eirth noch ein weiteres Soloprojekt mit dem Namen Birch Book, mit welchem er seine Fans mit bereits zwei hervorragenden Alben begeistert hat. Das dritte Album A hand full of days schafft er es allerdings nicht nur wieder zu begeistern, nein, sondern fast, die Vorgänger komplett in den Schatten zu stellen und einen fast sprachlos zurück zu lassen. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 05.03.2010
In Strict Confidence kann man inzwischen wohl mit Fug und Recht zu den Urgesteinen des dunklen Elektros hierzulande zählen. Und das mit allen Vor- und Nachteilen. Inzwischen ist man ein etablierter und eingesessener Name, dessen Werdegang aufmerksam und mit Spannung verfolgt wird, gleichermaßen kommen aber auch bei jedem neuen Output wieder die unvermeidlichen „früher waren die besser“- und „hilfe, meine einstige Lieblingsband wird jetzt von Leuten, die ich gar nicht mag, gehört“-Stimmen. Davon ab ganz unvoreingenommen betrachtet, muss man konstatieren: Auf jeden Fall haben wir es hier mit einer Band zu tun, die sich über die Jahre stets weiterentwickelt hat und kaum mal Gefahr lief, dem Stillstand zum Opfer zu fallen… weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 05.03.2010
In diesem Jahr jährt sich Todestag von Jimi Hendrix zum vierzigsten Mal. Und wie es der Zufall so will, wurden erst vor kurzem unveröffentlichte Lieder in seinem Nachlass gefunden. Der Zufall, dass auf einmal unveröffentlichte Aufnahmen oder ganze Alben auftauchen, scheint sich in der letzten Zeit ja häufen, denkt man auch an das neue Falco-Album The Spirit never dies. Wie dem auch sei, haben wir es hier mit Liedern zu tun, die zwischen Electric Ladyland von 1968 und dem leider niemals vollendeten First Rays of the rising Sun zu tun. Valleys of Neptune soll mit diesen Liedern nun die Lücke zwischen diesen beiden Alben schließen. Und ob es nun Zufall ist, dass ausgerechnet jetzt diese Scheibe kommt oder nicht: Sie schließt nicht nur eine Lücke, sondern sie weiß auch zu überzeugen. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 05.03.2010
Rastos de Sangue e fragmentos da Tradicao ist der zweite der Teil der The Empty Circle-Reihe und widmet sich den Traditionen der Habichtsinseln (oder auch Azoren, eine Inselgruppe zwischen Nordamerika und Portugal, die dem portugiesischen Staat angehört) sowie ihrer aus Portugal stammenden Vorfahren. Im Gegensatz zum Vorgänger ist hier aber kein Dark Ambient mit schamanischem Unterton zu hören. Stattdessen ist Rastos de Sangue e fragmentos da Tradicao ganz klar dem traditionellem Folk zuzuordnen. Und schafft es dabei deutlich mehr zu begeistern als sein Vorgänger. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 05.03.2010
Da fällt mir nur ein Wort zu ein: Unterirdisch! Aber ausnahmsweise ist dieses Wort positiv gemeint. Denn genau dort wird man auf There is a fountain filled with blood hingeführt – ins Unterirdische. Abtauchen in den von Blut triefenden Brunnen heißt es also. Und nein: Hier haben wir es nicht mit irgendeinem Vertreter des Krach-Metals zu tun. Für den Titel ungewöhnlich streift Simulacra durch die Welten des Dark Ambients. Hauptmotiv ist dabei der blutgefüllte Brunnen als ein Symbol für den Tod, was dann wiederum ganz genre-typisch passt, streift man ja hier durch Welten, an denen der Tod an jeder Ecke wartet. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 04.03.2010
Timid Tiger. Das ist auch so einer dieser Namen, der immer wieder durch die Musikwelt geisterte, den man hier und da vernahm, der immer irgendwie präsent war, aber dann leider doch wieder in irgendwelchen hinteren Hirnwinkeln verschwand. Zu Unrecht, muss man sagen. Denn wenn man sich das neue Album Timid Tiger and the Electric Island anhört, muss man sich eingestehen: Die Jungs haben wirklich was drauf. Nach einigen Umbesetzungen hat man hier offenbar zu einer Formation gefunden, mit der die Arbeit eine Menge Spaß macht. Zumindest hört sich der Indie-Rock des Quintetts auf diesem Album eindeutig danach an. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 03.03.2010
Das Schöne an der Musikwelt ist ja, dass man nach all der Zeit immer noch nicht verlernt hat, sich zu wundern, was einem da so begegnet. Denn immer wieder begegnen einem völlig verschrobene Dinge, mit denen man nie gerechnet hätte, dass es so etwas überhaupt gibt. Manuel Normal ist da mal wieder so ein Fall – man sehe es mir an dieser Stelle nach, so plump mit dem Nachnamen zu spielen, aber eins muss man sagen: Normal ist das sicherlich nicht, was auf De Wöd steht nimma laung gespielt wird. Sieht man den Österreicher auf dem Cover seines Albums noch im Anzug als Opernsänger stehen, so geht dieser Eindruck gleich flöten, sobald man seine CD ins Abspielgerät eingelegt hat… weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 02.03.2010
Man soll Musik ja nicht ständig und dauernd zu Programm-Musik erklären. Das widerspricht in den meisten Fällen der Intention des Künstlers und führt im Endeffekt auch schnell zu völlig falschen Vorstellungen bei denjenigen, die dann die Rezension lesen. Was aber beim neuen Liars-Album Sisterworld festzustellen war, ist ein Programm, das definitiv nicht so gut geeignet ist, um dieses Album das erste Mal zu hören, unwissend, was einen da eigentlich in Kürze erwarten wird. Die Idee, im Auto das Navi auf „Autobahnen vermeiden“ zu stellen und auch ungepflasterte Straßen zu akzeptieren für eine Strecke, die man so noch nicht gefahren ist, empfiehlt sich hier schon mal nicht, um das Album zu hören. Zumindest nicht mitten in der Nacht. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Marius, 02.03.2010
Es ist interessant, wenn man ein Album hört von Musikern, die man eigentlich schon häufig gehört hat, dies aber bisher gar nicht wusste. Dominic Miller beispielsweise – ein Name, der eventuell beim bloßen Hören des Namens erst einmal gar nichts sagt. Liest man dann die Liste der Engegaments, so wundert man sich: Die Gitarre auf etlichen Sting-Alben, Zusammenarbeiten mit Bryan Adams, Tina Turner, maßgebliche Anteile an Phil Collins’ But Seriously…, Sheryl Crow – die Liste ließe sich noch fortsetzen. Was man aber nicht vergessen sollte: Es steht da auch noch eine Solo-Karriere neben, die nun ein weiteres Album hervorbringt: November, ein instrumentales Album mit der E-Gitarre im Mittelpunkt. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 02.03.2010
Es gibt Alben, die einen vor große Rätsel stellen, weil man nicht weiß, was man nun dazu sagen soll. Em dichtâ Ondrholz ist genau so ein Fall. Der Mann hinter Dânnâgôischd ist Christoph Ziegler, der durchaus für qualitativ gute Musik steht, sei es nun mit Vinterriket oder Nebelkorona – eher naturmystisch orientiert – oder in den Klängen seines eher apokalyptisch- bedrohlichen Projektes Atomtrakt. Dannagoischd widmet sich den Mythen des Schwarzwaldes und den dort in den Legenden lebenden Kreaturen im Unterholz und will den Hörer in die Tiefen des Waldes hinein entführen. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Katrin, 01.03.2010
Schweden, das Land der guten Musik. Und mit ihrem achten Studioalbum beweist Sophie Zelmani diese Tatsache ein weiteres Mal. Mit leisen Klängen und einer Stimme so klar und voller Emotionen, dass man die Welt vergisst, wird sich ihr neues Album I’m The Rain schon sehr bald in den CD Sammlungen der Nation wiederfinden und das ist auch richtig so. Elf Lieder verbinden sich in knapp 40 Minuten zu einem musikalischen Erlebnis und lassen schlechte Neuigkeiten, kaltes Wetter und frühes Aufstehen hinter sich und laden zu einem geruhsamen Erkundungsgang durch die wunderbare Welt der Gitarrenklänge und sanften Stimmen. Willkommen in Sophie’s Welt. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Katrin, 01.03.2010
Es ist wieder die Zeit, in der junge Musiker den alten Hasen zeigen, wo es lang geht. Und in der Singer/Songwriter-Sparte kommt strebt sich der junge Amit Erez aus Israel an, in den kommenden Jahren die Krone zu übernehmen. Schreiben, Gitarre spielen und singen – alles drei scheint Erez mit Leichtigkeit perfektioniert zu haben. Die Stimme von Erez hört sich gelegentlich an wie die vom Sänger von Athlete und hat eine Nuance in sich, die aufmerksam macht und nicht so schnell loslässt. Ebenso einnehmend sind seine Lieder, die von meistens ruhig und nachdenklich hin zu aufbrausend und wütend wirkend auf die Hörer einprasseln. Wer meinte, in der Liedermacher-Profession kann man nicht vielseitig sein, dem sei verziehen. Hier findet sich so viel und in so guter Ausübung, da kann manch einer noch was lernen und als Hörer kann man vor allem eines: das Ganze genießen. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Karo, 28.02.2010
Der arme Ringo. Immer der Mann im Hintergrund, immer nur der Drummer. Obwohl ihn ein beachtlicher Kultstatus umgibt, wird ihn kaum einer als seinen Lieblingsbeatle angeben, und sogar seine Heimatstadt ist ihm nach ein paar unbedachten Äußerungen über sein gespaltenes Verhältnis zu Liverpool auf eine Art und Weise böse, die mitunter bizarre Züge annimmt. Trotzdem macht er fröhlich weiter, wie es nur ein Mann kann, der sein Leben der Musik gewidmet hat. Mit Y Not veröffentlicht Ringo Starr nun sein 15. Studio-Album, und zum ersten Mal hat er trotz tatkräftiger musikalischer Unterstützung von Künstlern wie Dave Stewart, Joss Stone und Richard Marx das Ruder in die Hand genommen und sein Album selbst produziert. weiterlesen… »
Rezensionen & Tonträger Tristan, 28.02.2010
Niemals glauben, was draufsteht! Denn was drin ist, kann immer noch was anderes sein. Denn ruhige Elektronik erwartet man eigentlich vor allem nicht von einer Band, die ausgerechnet auf einen Namen wie Destroid hört. Bislang ist die Band auch an mir vorbeigegangen, allerdings wird man, wenn der Name Daniel Myer fällt, schnell hellhörig, hat sich dieser doch bislang mit diversen Projekten, neben Destroid vor allem Haujobb, einen Namen gemacht. Und wenn jemand, der bislang für sehr innovative Musik zuständig war, bei einer Band mitarbeitet, gibt es wohl kaum einen besseren Grund, dessen neuestem Werk sein Gehör zu schenken. weiterlesen… »
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