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	<title></title>
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	<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 21:10:45 +0000</pubDate>
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		<title>Im Gespräch mit Axel von WIZO</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 17:51:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius</dc:creator>
		
		<category>Interviews</category>

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		<description><![CDATA[ Eigentlich war das ja mal anders geplant. Ein Treffen mit WIZO vor ihrem Auftritt am ersten Abend des Highfield-Festivals war zwar angedacht, der ursprüngliche Plan aber lautete, ein paar O-Töne für den Festival-Bericht zu sammeln. Da sich Axel von WIZO aber angenehm auskunftsfreudig zeigte, war schnell klar: Nur für drei O-Töne im Bericht wäre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-wizo_interview.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> Eigentlich war das ja mal anders geplant. Ein Treffen mit WIZO vor ihrem Auftritt am ersten Abend des Highfield-Festivals war zwar angedacht, der ursprüngliche Plan aber lautete, ein paar O-Töne für den Festival-Bericht zu sammeln. Da sich Axel von WIZO aber angenehm auskunftsfreudig zeigte, war schnell klar: Nur für drei O-Töne im Bericht wäre das Interview viel zu schade gewesen. Daher an dieser Stelle ein Interview über das Festival, WIZOs Live-Formation, das Älterwerden das nächste Album und einige weitere Themen. Wir wünschen viel Spaß mit den vorliegenden Antworten!<a id="more-1950"></a></p>
<p><em>Erst einmal zum Festival: Highfield. Was bedeutet Euch das Highfield?</em></p>
<p>Also ich muss ehrlich gestehen: Ich hab mich bis vor kurzem gar nicht so mit Festivals auseinandergesetzt, weil mir dieser Zirkus eigentlich immer suspekt ist. Als Zuschauer selber bin ich seit Jahren nicht mehr auf ein großes Festival gegangen. Wir haben uns dann ein bisschen damit auseinandergesetzt und festgestellt, dass das Highfield ja auch schon eine Geschichte und einen verdammt guten Ruf hat und dass die Leute im Osten das Highfield richtig gern haben und sich über unsere kurzfristige Zusage sehr gefreut haben. Deswegen freuen wir uns heute auch tierisch, hier zu spielen. Das Wetter ist wieder WIZO-like. Wir haben bisher noch auf keinem Festival schlechtes Wetter gehabt. Wo wir auftauchen, scheint die Sonne. Ich denke mal, das wird sich bei den Leuten niederschlagen. Das wird bestimmt der Hammer heute. Wir freuen uns ein zweites Loch ins Knie. Oder irgendwohin.</p>
<p><em>Ihr spielt 20:45 Uhr, sozusagen als Co-Co-Headliner. Wie empfindet Ihr die Position?</em></p>
<p>Spitzenmäßig! Wir wussten ja überhaupt nicht, wo wir stehen, als wir unsere Wiederkehr bekanntgegeben haben. Ob uns die Leute überhaupt noch sehen wollen. Aber dann hat sich ziemlich schnell abgezeichnet, dass wir über unsere Erwartungen raus geile Reaktionen bekommen haben. Das ging eben auch soweit, dass uns auch die Veranstalter umworben haben und uns wirklich hier mit solchen Slots gelockt haben. Das ist fantastisch. Ich mein, wir kommen aus der Sparte. Wir waren immer im Alternative-Bereich und sehr independent organisiert, wir haben uns um das ganze Mainstream-Gedöns bewusst nicht gekümmert. Jetzt haben wir uns der Sache ein bisschen geöffnet und daher ist das für uns umso geiler, jetzt festzustellen, dass wir tatsächlich auch für die Leute stattfinden, dass es auch Leute gibt, die auf solche Festivals kommen, wo so große Charts-Bands spielen, die trotzdem was mit unserer Mucke anfangen können.</p>
<p><img class ='alignright' img src='/images/wizo1.jpg' style="float:right; margin:10px 0px 0px 10px;" /> <em>Du hast es eben schon gesagt: Die Charts-Bands. Wie ist das für Euch, in einem solchen Umfeld zu spielen? Das ist hier ja wirklich sehr sehr bunt gemischt.</em></p>
<p>Ja, früher hätten wir da mehr Vorbehalte gehabt. Aber wie bei so vielem: Im Alter relativieren sich Dinge. Und wir sind jetzt einfach sehr neugierig. Wir wissen ganz genau: Wir verbiegen uns wegen dieses Festivals nicht. Wir spielen ein ziemlich hartes und schnelles Set. Wenn die Leute uns hier sehen wollen, ist das großartig und wir nehmen die Chance auch gerne wahr, ein paar der Studenten-Mädchen, die wegen Wir Sind Helden da sind, von unserer Großartigkeit zu überzeugen. Wahrscheinlich werden wir Ende des Sommers einen Strich drunter ziehen, wie uns das jetzt gefallen hat und schauen, ob wir sowas in Zukunft machen wollen oder nicht. Aber das ist halt eine Tatsache, dass Du auf solchen Festivals die Chance hast, vor so vielen Leuten gleichzeitig zu spielen. Das ist für uns eine geile Chance. Wir sind überzeugt von unserer Band. Wir wissen, dass wir gerade die beste Formation ever haben und wir haben echtes Sendungsbewusstsein. Wir wollen es den Leuten auch um die Nase hauen. Dann kann das natürlich im Moment nicht groß genug sein.</p>
<p><em>Wie sind Eure Erwartungen für Eure Show heute? Was erwartet Ihr?</em></p>
<p>Wir erwarten, dass die Leute zu dem Zeitpunkt, wo wir spielen, glücklich sind, es gerade dunkel wird und sie nicht zu verballert von der Hitze sind und sich hoffentlich tierisch freuen, wenn wir mit ihnen feiern und sie auch mit einbeziehen. Das ist ganz wichtig: Wir spielen das Konzert nicht nur für uns auf der Bühne, sondern wir spielen für die Zuschauer! Und wir erwarten, dass wir hoffentlich unsere Akkorde richtig spielen und unsere Töne treffen. Wenn uns das gelingt, dann sollte dem nichts im Weg stehen, dass wir auch die Leute mit unseren subtilen Messages vergiften und unsere Botschaft von Antifaschismus und Freundschaft und Liebe unter die verschwitzten T-Shirts jubeln können.</p>
<p><em>Wenn man die Frage jetzt umdreht: Was kann der Zuschauer erwarten? Auch wenn man jetzt den unbedarften Zuschauer betrachtet. Es sind ja nicht alle wegen Euch hier&#8230;</em></p>
<p>Wahrscheinlich nicht. Der unbedarfte Zuschauer kann erwarten, dass er vier Leute auf der Bühne sieht, die extrem Vollgas geben und alles geben, um ihn von der ersten bis zur letzten Sekunde mit der ganzen Intensität den Spaß an der eigenen Musik spüren zu lassen. Das dürfen die Leute erwarten!</p>
<p><em>Ihr habt jetzt Ralf Dietel als Gitarristen mit dabei. Wie kam der Kontakt zustande? Und warum meint Ihr, ist genau er derjenige, der jetzt perfekt zu Euch passt?</em></p>
<p>Das ist ganz einfach: Ralf ist einer unserer langjährigsten Freunde, mein längster Freund. Wir haben uns ganz am Anfang den Proberaum mit seiner Band geteilt. Also wir reden jetzt hier von 1989/1990. Ralf ist einer meiner dicksten Freunde, ist auch Gitarrist und Sänger in seiner Band. Er ist vor sieben Jahren nach Amerika gezogen und wir haben eigentlich immer Kontakt gehabt. Wir haben ihn regelmäßig besucht und wir haben dann eben vor den Festivals überlegt, dass wir uns auf diesen großen Bühnen echt wohler fühlen würden, wenn wir noch eine Gitarre mehr am Start hätten. Vor allen Dingen auch einen Sänger mehr. Wir wollen den Leuten die Musik so präsentieren, wie sie die von Platten kennen. Da haben wir immer so viele Gesänge aufgenommen, wie wir lustig waren. Und Ralf ist für mich der einzige Gitarrist in meinem Bekanntenkreis, der den Sound so hinkriegt, wie ich mir das vorstelle. Er ist 100% professionell, er ist auf hunderten von Bühnen der ganzen Welt gewesen. Er war der einzige, mit dem wir uns das vorstellen konnten, in so einer kurzen Zeit so etwas auf die Beine zu stellen. Und das was jetzt abgeht, gibt uns recht. Es ist der Hammer! Manchmal ist es so, als wäre er schon immer in der Band gewesen.</p>
<p><img class ='alignleft' img src='/images/wizo2.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> <em>Ich hatte jetzt ein bisschen gelesen über Euch: Es war mal für den Sommer ein neues Album angekündigt gewesen. Wie ist denn da so der Stand jetzt?</em></p>
<p>Der Stand ist, dass uns ja eigentlich lauter gute Sachen passiert sind. Wir haben gedacht, wir kriegen das hin, haben im Winter/Frühjahr angefangen, im Proberaum aufzunehmen. Wir wollten das fertig machen, aber dann ging es auf einmal Schlag auf Schlag. Wir mussten diese Festival-Konzerte vorbereiten, gerade mit dem Ralf, der kam aus Amerika – wir mussten proben. Dann hab ich die Aufnahmen unterbrochen und gedacht: „Ja, wir haben ja noch ein bisschen Zeit zwischen den Festivals, da kann man ja weitermachen.“ Jetzt sieht es aber bei uns so aus, dass so viel abgeht, so viele Leute an uns ziehen und jeder irgendwas will. Haufenweise Interviews und so Sachen, mit denen ich nicht gerechnet hab. Wenn ich für ein paar Tage zuhause bin, dann haben wir so viel zu tun, das nächste Konzert vorzubereiten. Wir sind mittlerweile ein riesiger Trott Leute. Da habe ich keine Ruhe mehr gefunden, ins Studio zu gehen und die Sachen aufzunehmen. Deswegen haben wir das verschoben. Sobald wir mit der Festival-Saison fertig sind, werden wir versuchen, das Album so schnell wie möglich fertig zu machen. Aber das liegt halt auch an unserer Struktur: Wir organisieren alles selbst. Wir haben keine Producer, keine Manager, keine Agenturen oder sowas. Wir kümmern uns wirklich um alles selbst. Das bedeutet eben, dass man immer Prioritäten setzen muss. In diesem Sommer waren die Prioritäten irgendwann die Konzerte. Das kotzt mich eigentlich selbst an, da ich die Backen so dick gemacht hatte und das Album fertig kriegen wollte, aber es ist mir schlichtweg nicht gelungen. Ich hatte nicht damit gerechnet, wie es bei uns zugeht.</p>
<p><em>Kannst Du denn trotzdem schon was über den Sound des Albums sagen?</em></p>
<p>Na klar! Das Album ist ja in den Basics schon aufgenommen. Es wird geil. Wir haben es live eingespielt in unserem Studio, weil wir die Energie der Band rüberbringen wollten. Wir sind durch die Umbesetzung jetzt eine richtig tighte musikalische Einheit geworden. Und songmäßig ist das an vielen Stellen wieder viel mehr wie die Band auf dem zweiten oder ersten Album war, manchmal aber auch sehr weiterentwickelt. Wir haben auf jeden Fall sehr viel Wert drauf gelegt, Energie rüberzubringen. Es sind sehr powervolle Songs, aber auf der anderen Seite steht textlich mittlerweile ein ganz anderes Spektrum. Die meisten Themen, die ich früher besungen habe, sind für mich mittlerweile durch, ich hab mittlerweile andere Themen. Ich setz mich sehr kritisch mit dem Älterwerden und den Veränderungen der eigenen Perspektive gegenüber Dingen auseinander, die Du früher sehr radikal sehen konntest, die mit dem Alter nicht mehr so einfach zu beurteilen sind oder wo Du einfach distanzierter sein musst. Oder wo Du merkst, dass sich Deine eigene Perspektive ändert, weil Du nicht mehr so zornig, wütend oder drängend bist. Damit setze ich mich auseinander, weil ich auch denke, dass viele Leute wie ich ebenfalls eine wilde Vergangenheit haben und irgendwann mal damit konfrontiert werden, dass sie plötzlich 40 werden. Wohin dann? Es gibt auch für mich nichts dooferes, als wenn eine Band auf der Bühne so tut, als wären sie immer noch die gleichen wilden 21jährigen. Deswegen bin ich mehr dran interessiert, diese Konflikte, in die man da gerät, darzustellen. Ich habe auch keinen Bock, irgendwelche billigen Lösungen zu liefern. Die gibt es ab einem gewissen Punkt auch gar nicht mehr. Aber ich finde es spannender, diese Entwicklungen, die man da durchmacht, zu dokumentieren, als so zu tun, als wäre man ewig 21.</p>
<p><em>Was für Themen sind das so, wo sich die Ansichten zu ändern?</em></p>
<p>Also mein Älterwerden, wenn man sich selber so reflektiert. Wenn man die Gleichaltrigen sieht, wenn man die Jungen sieht, wenn man die Alten sieht. Wenn man eigentlich weiß: Man gehört nicht dazu, aber man will auch nicht mehr das sein, das man früher gedacht hat, was man mal sein würde, wenn man mal 40 ist. Oder es geht darum, dass man irgendwann auch mal an den Punkt kommt, wo man feststellt, dass es  manchmal vermeintlich profane Sachen wie Liebe und Freundschaft sind, die für den Menschen viel spannender sind. Ich finde die Art und Weise, wie wir uns damit auseinandersetzen, jetzt nicht so muschimäßig. Es ist nicht so eine Hippie-Love-and-Peace-Nummer. Wir machen das auf unsere übliche böse Art und Weise, ziehen dabei aber ein Resümee und wissen jetzt mittlerweile, dass unsere Schwerpunkte anders geworden sind. Wir singen mittlerweile auch mal ein Liebeslied – das finde ich auch von der Energie her manchmal fast brisanter, als wenn Du das 17. Lied gegen Bullen oder  Faschos gesungen hättest. Vor allem in unserem Zusammenhang.</p>
<p><img class ='alignright' img src='/images/wizo3.jpg' style="float:right; margin:10px 0px 0px 10px;" /> <em>Gibt es davon heute schon was zu hören?</em></p>
<p>Heute gibt es zwei Lieder zu hören. Die haben wir da mal rausgepickt. Das eine ist ein Liebeslied, das heißt <em>Königin</em>. Das ist aber auch typisch WIZO, das ist alles ein bisschen derbe und ein bisschen auf die Fresse. Also ich mein, es gibt bestimmt auch ein paar Mädels, die so eine Liebeserklärung falsch verstehen könnten, aber das ist halt unsere Art. Mit einer sehr tiefen Herzigkeit aber. Und das andere Lied heißt <em>Scheiße Kotzen</em>. Das ist so ein klassisches Lied, deswegen haben wir das auch rausgesucht, das stellvertretend für viele andere auf der neuen Platte ist, wo wir uns beleuchten, wo wir sagen: „Hey, was ist aus was geworden? Das, was ich bin, gefällt mir nicht. Das, was ich werde, will ich nicht.“ Das sind die zwei neuen Stücke, die wir spielen. Und ansonsten gibt es interessanten Schnickschnack von alten Liedern, die wir gemacht haben, aber eigentlich bemühen wir uns immer, dass wir den Leuten die alten Lieder so spielen, wie sie die auch von den Platten kennen. Ich kann das selber nicht leiden, wenn Leute auf einmal Disko-Versionen von ihren Pogo-Krachern machen.</p>
<p><em>Das war es auch schon mit meinen paar Fragen. Jetzt würde ich nur noch gerne wissen: Das Album ist in Planung, wir haben die großen Festival-Shows&#8230; Wie wird es danach ungefähr weitergehen?</em></p>
<p>Das gibt sich so ganz harmonisch bei uns. Wir planen jetzt schon Club-Shows und wieder die ersten Festivals im nächsten Jahr, indoor wie outdoor. Und wenn alles gut läuft, schaffen wir es im Winter, das Album fertig zu machen und gleich anschließend auf Club-Tour zu gehen. Wir legen jetzt aber erstmal den Schwerpunkt auf die Gegenden, wo wir keine Festivals gespielt haben. Das sind in unserem Fall Österreich, Bayern oder der ganz hohe Norden. Da würden wir sehr gerne hin. Unser nördlichstes Festival ist das Area4 bei Münster. Das ist ja eigentlich ein Witz. Wir haben auch nichts in Berlin oder im nördlichen Osten.</p>
<p><em>Nicht mal Hamburg oder so?</em></p>
<p>Nichts dergleichen. Das steht dann alles auf der Karte. Das wird so schnell wie möglich gespielt. Aber das macht halt erst Sinn, wenn wir das Album am Start haben.</p>
<p><em>Okay!</em></p>
<p>Vielen Dank!</p>
<p><em>Ich hab zu danken!</em></p>
<p>Kein Thema!</p>
<p><u>Weitere Artikel</u><br />
<a href="http://www.alternativmusik.de/konzertberichte/highfield-festival-20-22082010-grosposna/">Festivalbericht zum Highfield Festival</a></p>
<p>Homepage: <a href="http://www.wizo.de" target="_blank">www.wizo.de</a><br />
MySpace: <a href="http://www.myspace.com/wizo" target="_blank">www.myspace.com/wizo</a></p>
<p><img src='/images/wizo_unten.jpg' /></p>
<p>Interview: Marius Meyer<br />
Bilder: WIZO-Management
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fräkmündt - Urbärglieder</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 17:09:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tristan</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[ Dass die alpine Bergwelt viele Legenden hat, über die es sich noch immer lohnt zu erzählen und zu singen, ist nicht unbedingt etwas Neues – ob nun Sturmpercht aus Österreich, Jägerblut aus Bayern oder seit einiger Zeit Arnica aus Spanien: Stets werden mit traditionellen Instrumenten Mythen musikalisch aufgearbeitet. Ein relativ junges Projekt, das in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-frakmundt.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> Dass die alpine Bergwelt viele Legenden hat, über die es sich noch immer lohnt zu erzählen und zu singen, ist nicht unbedingt etwas Neues – ob nun Sturmpercht aus Österreich, Jägerblut aus Bayern oder seit einiger Zeit Arnica aus Spanien: Stets werden mit traditionellen Instrumenten Mythen musikalisch aufgearbeitet. Ein relativ junges Projekt, das in eine ähnliche Kerbe schlägt, ist Fräkmündt, die sich den Sagen  ihrer Heimat – der Schweizer Bergwelt – verschrieben haben. Vergleiche zu den Österreichern von Sturmpercht können da natürlich nicht ausbleiben, gibt es auch genug Parallelen: Teils gibt es lustige und heitere Lieder, teils werden düstere Sagen vertont, wobei der Gesang in Mundart ist und meist verschroben wirkt.<a id="more-1949"></a></p>
<p>Dennoch haben Fräkmündt genug Eigenständigkeit, weswegen man keinesfalls von einem Schweizer Abklatsch reden kann, was vor allem daran liegt, dass man bei Fräkmündt tatsächlich genug Eigenständigkeit feststellt. Gerade bei sakralen Liedern wie <em>Sennetuntschi, Simmeliberg</em> oder <em>Mondmöuchsloch</em> merkt man dies besonders, wobei erstere düster-bedrohliche Ambientstücke sind.<br />
Anders, aber nicht weniger effektiv, funktioniert es beim urigen <em>Herbschtmanet</em> oder <em>Die alte Schwyzer</em>, welches mit einem Sample, das (scheinbar) aus einem Heimatfilm stammt, beginnt und endet. Einzig schade ist nur, dass man selbst nach mehreren Hördurchgängen als mit Hochdeutsch und nicht mit Schweizerdialekt aufgewachsener Mensch das Schwyzerdütsch nicht immer perfekt versteht.</p>
<p>Ohne diesen wäre das Album allerdings auch nur halb so gut. Und was am meisten erstaunt, ist, dass man selbst, wenn man denkt, dass das Alpinfolk-Genre langsam mehr als ausgenudelt wurde, man Fräkmündt wirklich zugestehen muss, dass genau das auf sie nicht zutrifft. Fräkmündt machen alles richtig und die Mischung aus Ambient-Stücken und urigem Folk schafft es, sowohl zu überraschen, als auch eine archaische Stimmung zu erzeugen, die man sonst selten erlebt.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.fraekmuendt.com" target="_blank">www.fraekmuendt.com</a><br />
MySpace: <a href="http://www.myspace.com/fraekmuendt" target="_blank">www.myspace.com/fraekmuendt</a></p>
<p><img src='/images/frakmundt.jpg' /></p>
<p>Text: Tristan Osterfeld
</p>
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		<title>Oliver Koletzki &#038; Fran - Lovestoned</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 17:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius</dc:creator>
		
		<category>Rezensionen</category>

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		<description><![CDATA[ Seien wir mal ehrlich: Es gibt so Phasen, da wollen wir es doch alle einfach mal ruhig und harmonisch haben. Auch wer sonst gerne die harten Bässe pulsieren spürt, wird sich sicherlich mal einfach nur zurücklehnen wollen. Gut, nun kann man Oliver Koletzki nicht gerade zuschreiben, sonst der große Wummerer zu sein, denn schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-lovestoned.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> Seien wir mal ehrlich: Es gibt so Phasen, da wollen wir es doch alle einfach mal ruhig und harmonisch haben. Auch wer sonst gerne die harten Bässe pulsieren spürt, wird sich sicherlich mal einfach nur zurücklehnen wollen. Gut, nun kann man Oliver Koletzki nicht gerade zuschreiben, sonst der große Wummerer zu sein, denn schon das letzte Album <em>Großstadtmärchen</em> war mit Songs wie <em>Zuckerwatte</em> (mit Juli Holz) äußerst harmonisch, aber wenn man zurückblickt auf einen Song wie <em>Der Mückenschwarm</em> und nun das neue Album <em>Lovestoned</em> hört, merkt man nun doch: Hier sollte mal die reine Harmonie im Vordergrund stehen.<a id="more-1948"></a></p>
<p>Man könnte nun fragen: Ist das verwunderlich? Da wird ein Album gemeinsam mit der Freundin aufgenommen und dann <em>Lovestoned</em> genannt. Und tatsächlich ist der Name Programm. Da wird ein fröhlich poppiger Beat vorgegeben, der munter vor sich her wabert und gute Stimmung verbreitet, darüber legt sich süßlich die Stimme Frans, die fast unverschämt ohrwurmig begegnet. Eine ungewohnte Leichtigkeit ist es, die hier begegnet, die ihren Höhepunkt bei der Single <em>Strandbar Berlin</em>, das einen Hauch Bossa Nova mitbringt und sich so völlig vom Klischee eines House- und Elektroproduzenten wegbewegt.</p>
<p>Auch sonst: Die luftige Leichtigkeit ist es, die dieses Album durch und durch zusammenhält. Songs wie <em>It’s a pleasure to meet you</em> lassen zwar dann wieder mehr den frickelnden Elektro durchschimmern, aber immer noch ist da dieser poppige, lockere Unterton zu hören und wird von Fran dann endgültig hervorgebracht. Es ist ganz eindeutig: Hier ist jemand verliebt. Und bringt dies mit seinen eigenen musikalischen Mitteln zur Geltung. Das kann sich hören lassen und geht dabei nicht auf die Nerven. Eben eines dieser Pärchen, die auch als Pärchen noch cool sind. Sehr angenehm, damit Bekanntschaft schließen zu dürfen!</p>
<p><u>Weitere Artikel</u><br />
<a href="http://www.alternativmusik.de/rezensionen/oliver-koletzki-grosstadtmarchen/" target="_blank">Rezension: Oliver Koletzki – Großstadtmärchen</a></p>
<p>MySpace: <a href="http://www.myspace.com/koletzki" target="_blank">www.myspace.com/koletzki</a><br />
Video-Clip: <a href="http://www.myvideo.de/watch/7712126/Oliver_Koletzki_feat_Fran_Arrow_Bow" target="_blank">www.myvideo.de/watch/7712126/Oliver_Koletzki_feat_Fran_Arrow_Bow</a> </p>
<p><img src="/images/lovestoned.jpg"/></p>
<p>Text: Marius Meyer
</p>
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		<title>Kat Frankie - The Dance of a Stranger Heart</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius</dc:creator>
		
		<category>Rezensionen</category>

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		<description><![CDATA[ Immer diese Mär vom Regenwetter und der richtigen Stimmung und so. Doch tatsächlich: Als ich das erste Mal die Klänge von Kat Frankie bewusst vernahm, war draußen gerade Regenwetter und es wurde dunkel. Eine an sich sehr rotwein-selige Stimmung. Ist natürlich keine gute Idee, wenn man gerade im Begriff ist, über die betreffende Scheibe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-katfrankie.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> Immer diese Mär vom Regenwetter und der richtigen Stimmung und so. Doch tatsächlich: Als ich das erste Mal die Klänge von Kat Frankie bewusst vernahm, war draußen gerade Regenwetter und es wurde dunkel. Eine an sich sehr rotwein-selige Stimmung. Ist natürlich keine gute Idee, wenn man gerade im Begriff ist, über die betreffende Scheibe zu schreiben. Aber ein gutes Bild für die Stimmung, die verbreitet wird. Und da „ihre Lieder [&#8230;] selbst bei nüchternen Menschen Gänsehaut“ auslösen, weiß man, dass die Musik auch so zu berühren weiß. Wärmende Folk-Pop-Klänge präsentiert und die aus Sydney stammende Wahlberlinerin hier. Und das alles wie aus einem Guss. Womit wir wieder beim Regenwetter wären&#8230;<a id="more-1947"></a></p>
<p>Aber Regen hin, Rotwein her. Die richtige Stimmung für die Musik von Kat Frankie ergibt sich schon aus der Musik selbst. Sie ist Sängerin und Songwriterin, aber eigentlich gar nicht so die typische Singer-Songwriterin. Sie mag Folk, das hört man. Und ihre Akustik-Gitarre mag sie sehr gern und bearbeitet sie liebevoll. Es schwingt viel Moll mit, es berührt. Und das mit wenigen Mitteln. Aber es darf dann eben doch auch gerne mal mehr sein. <em>San Antonio</em> zum Beispiel sprengt das fragile Folk-Gewand mit einer deutlich geschlagen gespielten Gitarre, Streichern im Hintergrund und einer Menge Dynamik, die hier am richtigen Punkt begegnet. Zwar wird es hier lauter, aber immer noch breitet sich diese wohlige Atmosphäre aus.</p>
<p>Zwar ist die Stimme oft ruhig gehalten, aber eigentlich hat Kat Frankie auch eine ziemliche Stimmgewalt zu bieten. Dies wird zum Beispiel in <em>People</em> mehr als deutlich, einer Piano-Ballade, die nicht viel mehr als ebendieses benötigt und positiv theatralisch gesungen wird, in der Frau Frankie ihre Stimme gerne mal aus sich herausgehen lässt, während ansonsten oft das hier gut passende „Weniger-ist-manchmal-mehr“-Prinzip angewandt wird. Und genau so lässt sie auch mit <em>The Faint-Hearted Ones</em> dann das Album wieder ausklingen. Ruhig und gefühlvoll gesungen, gezupfte Gitarren, ein leiser Abschied. Ein leiser Abschied von einem wirklich gelungenen Album. Wie gut, dass man einfach wieder „Play“ drücken kann.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.katfrankie.com" target="_blank">www.katfrankie.com</a><br />
MySpace: <a href="http://www.myspace.com/soundslikekatfrankie" target="_blank">www.myspace.com/soundslikekatfrankie</a></p>
<p><img src='/images/katfrankie.jpg' /></p>
<p>Text: Marius Meyer
</p>
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		</item>
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		<title>Stephan Scheuss - One Pure Soul</title>
		<link>http://www.alternativmusik.de/rezensionen/stephan-scheuss-one-pure-soul/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karo</dc:creator>
		
		<category>Rezensionen</category>

		<category>Tonträger</category>

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		<description><![CDATA[ Soul aus Deutschland – das kann Grund zur Freude sein, oder aber bestenfalls ein amüsiertes Lächeln hervorrufen. Soul-Puristen sind da ganz schnell mit abwertenden Bemerkungen auf dem Plan, denn um an die Klasse von Motown heranzukommen, dazu bedarf es wohl zumindest eines amerikanischen Akzents. Stephan Scheuss lässt das kalt, und er macht sich daran, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-scheuss.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> Soul aus Deutschland – das kann Grund zur Freude sein, oder aber bestenfalls ein amüsiertes Lächeln hervorrufen. Soul-Puristen sind da ganz schnell mit abwertenden Bemerkungen auf dem Plan, denn um an die Klasse von Motown heranzukommen, dazu bedarf es wohl zumindest eines amerikanischen Akzents. Stephan Scheuss lässt das kalt, und er macht sich daran, einem unterrepräsentierten Genre in der deutschen Musiklandschaft mit seiner langjährigen Erfahrung neues Leben einzuhauchen. Auf <em>One Pure Soul</em>, seinem Soloprojekt, das er neben zahlreichen Kollaborationen betreibt, covert er seine liebsten Soul- und Popnummern und wartet mit drei Eigenkompositionen auf.<a id="more-1946"></a></p>
<p>Mutig startet Scheuss seine Platte mit einem Beatles-Cover. <em>Baby You Can Drive My Car</em> hat schon für einiges herhalten müssen, doch Scheuss bringt es mit seiner sparsamen Gitarrenbegleitung und samtener Stimme wieder zu seinen Anfängen zurück, denn der Song ist vor allem eine immer noch ansprechende Popnummer. Im Laufe des Albums widmet sich der Leverkusener so illustren Songs wie <em>Harvest For The World</em> (Isley Brothers), <em>Maniac</em> (bekannt aus Flashdance) und <em>What’s Going On</em> von Marvin Gaye und bringt sie allesamt auf den Punkt. Nur seine Gitarren unterstützen seine ohnehin soulige Stimme, und so kommt man genau dem näher, worum es gehen soll: Der Seele der Songs. <em>The Tears Of A Clown</em> ist hierbei ein echter Hinhörer. Auch die Eigenkompositionen folgen diesem Muster. Während <em>Just Go</em> beim ersten Hören noch relativ unbeeindruckend bleibt, sind <em>Reason To Move</em> und <em>No Blues</em> von derselben Qualität wie die gecoverten Songs, irgendwo zwischen berührend, anregend und schön. Überhaupt ist diese Platte genau das: ein schönes, wenn auch nicht besonders aufregendes Album. Aber das war auch nicht das Ziel dieses Projekts. Es war wohl eher so: Ein hochkarätiger deutscher Musiker wollte seinen Landsleuten zeigen, wie gute Musik geht, auch wenn sie nicht die eigene ist. Und das hat auf <em>One Pure Soul</em> hervorragend funktioniert. Wer seine Eltern liebt, schenkt ihnen dieses Album.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.scheuss.de" target="_blank">www.scheuss.de</a><br />
MySpace: <a href="http://www.myspace.com/stephanscheuss" target="_blank">www.myspace.com/stephanscheuss</a></p>
<p><img src='/images/scheuss.jpg' /></p>
<p>Text: Karoline Fritzsch
</p>
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		<title>Ashbury Heights - Take Cair Paramour</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa</dc:creator>
		
		<category>Rezensionen</category>

		<category>Tonträger</category>

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		<description><![CDATA[ Das zweite Album einer Band ist mindestens genauso wichtig wie das erste. Besonders, wenn das Debüt ein Erfolg war – denn erst einmal muss die Band dann beweisen, dass sie das vorgelegte Niveau halten kann. Bei Ashbury Heights gestaltet es sich mit dem Nachfolger des vielbeachteten Three Cheers For The Newlydeads, dem wir unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-ashburyheights.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> Das zweite Album einer Band ist mindestens genauso wichtig wie das erste. Besonders, wenn das Debüt ein Erfolg war – denn erst einmal muss die Band dann beweisen, dass sie das vorgelegte Niveau halten kann. Bei Ashbury Heights gestaltet es sich mit dem Nachfolger des vielbeachteten <em>Three Cheers For The Newlydeads</em>, dem wir unter anderem das gefühlvolle <em>Smaller</em> zu verdanken haben, noch eine Spur schwieriger. Zwischen dem Erfolg von <em>Three Cheers For The Newlydeads</em> und der jetzigen Veröffentlichung von <em>Take Cair Paramour</em> liegen nicht nur drei Jahre, sondern auch ein Besetzungswechsel.<a id="more-1945"></a></p>
<p>Dem wavigen Elektropop, der schnell sehr melancholisch wird, sind Ashbury Heights definitiv treu geblieben. Man entdeckt bei jedem Hören der Scheibe wieder neue Details, drängt sich ein anderer Song ins Ohr, der vorher unbeachtet vorbeirauschte. Dieses „unbeachtet Vorbeirauschen“ ist aber auch das größte Problem des Albums: <em>Take Cair Paramour</em> erschließt sich nicht nach ein, zwei Durchgängen im CD-Spieler – bis man Schätze entdeckt, braucht das Album seine Zeit. In unserer schnelllebigen Zeit geht da wahrscheinlich der eine oder andere Hörer auf dem Weg – enttäuscht – verloren. Schlussendlich sind die mitreißenden Songs, die aufhorchen lassen, die sich auf dem 14 Songs starken Album verstecken, allerdings taktisch so klug gesetzt, dass der Hörer durchaus bei der Stange bleibt. </p>
<p>Der Sound wirkt insgesamt erwachsener. Die Stücke sind geradliniger als noch auf <em>Three Cheers for the Newlydeads</em>, auf Experimente wird weitgehend verzichtet. Weibliche Gesangsparts hat das norwegische Duo auch weitestgehend zurückgefahren. Wird der neuen Sängerin Kari Berg dann doch ein Solo zugestanden, wie etwa in <em>I Can Kill You So Easily</em>, einem der Ohrwürmer des Albums, gewinnt der Song allerdings sofort. Die glockenklare, helle Stimme setzt einen starken Kontrast zu Anders Hagströms melancholisch-leidendem Gesang. </p>
<p>Textlich hat man keine Angst vor schwierigen Themen: Neben Nonkonformismus (<em>Anti Ordinary</em>) ist auch Zeit für eine wunderschöne Liebeserklärung, die die Ängste eines Nichtrauchers gegenüber seiner kettenrauchenden Freundin ausspricht. Ein ungewöhnliches Thema, das Ashbury Heights mit <em>The Ashes In Her Breath</em> sehr ernsthaft ansprechen. Die musikalische Begleitung leidet nicht darunter. Das Stück geht direkt in’s Ohr und von da ohne Umwege weiter in die Beine. Auch die gewisse Portion Herzschmerz, oder besser gesagt die Beschäftigung mit dem ewigen Thema Nummer Eins, der Liebe, darf nicht fehlen. Dabei wirken Stücke wie <em>Scars Of A Lighthouse</em> durchaus gefühlvoll, ohne allerdings in übermäßig in Kitsch abzurutschen. </p>
<p>Auch wenn das Album Startschwierigkeiten hat, wird <em>Take Cair Paramour</em> den Erwartungen an Ashbury Heights durchaus gerecht. Der individuelle Elektropop-Sound des Duos bohrt sich vor allem mit Songs wie <em>Kingdom Confession</em> oder <em>Anti Ordinary</em> in die Gehörgänge, und viele der Stücke haben sicher Clubpotenzial. Wer allerdings auf ein zweites <em>Smaller</em> gewartet hat, wird enttäuscht sein. Im Vordergrund stehen auf <em>Take Cair Paramour</em> Anders Hagströms Stimme und die mit viel Freude an ungewöhnlichen, schillernden Metaphern geschriebenen Texte, in denen man auch nach dem x-ten Durchgang im CD-Spieler noch etwas Neues entdecken kann. Schwedens „Elektropop-Hoffung Nr. 1“ ist auf einem guten Weg. </p>
<p>MySpace: <a href="http://www.myspace.com/ashburyheightsmusic" target="_blank">www.myspace.com/ashburyheightsmusic</a></p>
<p><img src='/images/ashburyheights.jpg' /></p>
<p>Text: Lisa Kleinberger
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		<title>Dylan LeBlanc - Paupers Field</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 16:26:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karo</dc:creator>
		
		<category>Rezensionen</category>

		<category>Tonträger</category>

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		<description><![CDATA[ Dylan LeBlanc hat Musik im Blut. Sein Vater, ein Musiker und Songwriter, ließ ihn schon früh bei der Arbeit über seine Schulter schauen, und im Kreise diverser Musikgrößen, mit denen Daddy im Lauf der Zeit zusammenarbeitete, begann Dylan seine eigene Musikerkarriere. Im zarten Alter von 20 Jahren veröffentlicht er nun sein Debüt-Album Paupers Field, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-dylanleblanc.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> Dylan LeBlanc hat Musik im Blut. Sein Vater, ein Musiker und Songwriter, ließ ihn schon früh bei der Arbeit über seine Schulter schauen, und im Kreise diverser Musikgrößen, mit denen Daddy im Lauf der Zeit zusammenarbeitete, begann Dylan seine eigene Musikerkarriere. Im zarten Alter von 20 Jahren veröffentlicht er nun sein Debüt-Album <em>Paupers Field</em>, eine Sammlung tiefgehender und tieftrauriger Folk- und Alt Country-Songs, die auch überzeugen würden, wäre ihr Schöpfer kein solches Wunderkind. Aber es hilft.<a id="more-1944"></a></p>
<p>Low ist ein überzeugender Opener – von der ersten Sekunde an umweht den Hörer ein Flair von Americana, komplett mit Steel guitar und einer unfassbar erfahren und sehnsuchtsvoll klingenden Stimme. Der Refrain ist simpel und eingängig, und der Song unaufgeregt und doch mitreißend. Vergleiche mit sämtlichen Americana-Größen sind unumgänglich, und das vor allem wegen der Qualität von LeBlancs Song. <em>If Time Was For Wasting</em> folgt demselben Schema, auch wenn der Refrain nicht ganz so einprägsam sein mag, doch beide Titel sind großartig und, ganz ohne klischeehafte Trucker-Assoziationen wecken zu wollen, ob ihres sanft treibenden Rhythmus perfekt für Roadtrips aller Art, echte wie imaginäre. <em>If The Creek Don’t Rise</em> erweckt zwangsweise Assoziationen mit Ray LaMontagne, der gerade einen Song mit demselben Titel lieferte, doch auch musikalisch ist der Unterschied zwischen beiden Künstlern nicht himmelweit. Auch LeBlanc kann leiden, textlich wie musikalisch. Die restlichen Songs des Albums folgen dem Beispiel von <em>If The Creek&#8230;</em> Sie sind insgesamt langsamer, teilweise schleppend, sehr viel deprimierender als die Anfangstitel, und leider dadurch auch gleichförmiger. Jeder ist für sich genommen ein guter, sogar sehr guter Song, aber zusammen verschwimmen die kleinen Unterschiede zwischen den Titeln. Dem Genre bleiben sie alle treu, denn Dylan LeBlanc bedient alle Klischees: Frauennamen im Titel (<em>Emma Hartley</em>), Alkoholismus (<em>5th Avenue Bar</em>) und Balladenstoff (<em>Death of Outlaw Billy John</em>). Das mag selbstironisch gemeint sein und trägt durchaus dazu bei, dass das Album in sich stimmig ist, aber (und jetzt fühle ich mich schrecklich alt) vielleicht fehlt dem jungen Mann die Lebenserfahrung, um wirklich herzzerreißende und vor allem ganz individuelle Songs zu schreiben. Dafür hat er noch Jahre Zeit, und mit einem so starken Debüt steht einer steilen Karriere nichts im Wege. <em>Paupers Field</em> ist ein starkes Album, und Dylan LeBlanc kann zu einem der ganz Großen werden.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.dylanleblanc.com" target="_blank">www.dylanleblanc.com</a><br />
MySpace: <a href="http://www.myspace.com/dylanstunesmusic" target="_blank">www.myspace.com/dylanstunesmusic</a></p>
<p><img src='/images/dylanleblanc.jpg' /></p>
<p>Text: Karoline Fritzsch
</p>
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		<title>Hocico - Dog Eat Dog</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 16:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa</dc:creator>
		
		<category>Rezensionen</category>

		<category>Tonträger</category>

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		<description><![CDATA[ Der Herbst wird heiß – zumindest, was neue Elektroveröffentlichungen betrifft. Auch Hocico haben ein neues Album in den Startlöchern stehen, das im Herbst erscheinen wird. Schon jetzt haben sie allerdings eine kleine Vorschau veröffentlicht: die Single Dog Eat Dog, die die Wartezeit bis zum Erscheinen von Tiempos De Furia verkürzen soll. Zwei Mal neues [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-hocico_dogeatdog.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" /> Der Herbst wird heiß – zumindest, was neue Elektroveröffentlichungen betrifft. Auch Hocico haben ein neues Album in den Startlöchern stehen, das im Herbst erscheinen wird. Schon jetzt haben sie allerdings eine kleine Vorschau veröffentlicht: die Single <em>Dog Eat Dog</em>, die die Wartezeit bis zum Erscheinen von <em>Tiempos De Furia</em> verkürzen soll. Zwei Mal neues Material, vier Remixe, und das Ganze erscheint auch als limitierte Vinyl mit einer zusätzlichen exklusiven B-Seite – man lässt sich auch bei der Single nicht lumpen. Was aber darf man nun musikalisch erwarten?<a id="more-1943"></a></p>
<p>Erk Aicrag und Rasco Agroyam präsentieren sich mit <em>Dog Eat Dog</em> in alter Frische. Der Titeltrack besticht durch eine faszinierende Hookline, deren Leichtigkeit in absolutem Kontrast zu den harten Beats und aggressiven Shouts steht.  Der Song ist sehr eingängig und legt ein ordentliches Tempo vor – wie man es von Hocico gewohnt ist.<br />
Auch die exklusive B-Seite <em>Escape The Spell</em> ist typisches Hocico-Werk, hier stehen allerdings treibende Beats und Erks Shouts im Vordergrund. Nicht ganz so melodisch wie der Titeltrack, lässt <em>Escape The Spell</em> den Hörer aber mindestens genauso atemlos zurück.<br />
Zusätzlich zu diesem neuen Material von Hocico kommt die Singles mit vier Remixes von <em>Dog Eat Dog</em>. Besonders hervorzuheben sind davon zwei: Der Remix von Aesthetic Perfection, der noch etwas an Härte zulegt, und der melodischere von Solitary Experiments. </p>
<p>Erscheint ein neues Album von Hocico, zählt das eigentlich immer zu den Elektro-Highlights des Jahres. <em>Dog Eat Dog</em> ist ein starker Vorbote, der auf ein solches Highlight hindeutet – und macht ganz nebenbei auch gehörig neugierig auf das neue Album. Das Wetter kündigt ihn sowieso schon an, jetzt darf man aber auch Hinblick auf Musikalisches sagen: Der Herbst kann kommen! </p>
<p>Homepage: <a href="http://www.hocico.com/" target="_blank">www.hocico.com/</a><br />
MySpace: <a href="http://www.myspace.com/hocicoh" target="_blank">www.myspace.com/hocicoh</a></p>
<p><img src='/images/hocico_dogeatdog.jpg' /></p>
<p>Text: Lisa Kleinberger
</p>
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		<title>Airship - Algebra</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 22:51:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		
		<category>Rezensionen</category>

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		<description><![CDATA[Manchesters Indie-Szene boomt, trotz dem Split von Oasis, gewaltig. Die Newcomer Delphic, die Chartstürmer Hurts oder auch Oceansize mit ihrem neuen Album stehen derzeit im Fokus der Musikwelt. Zu den Vertretern einer neuen Musikergeneration aus der englischen Industriestadt will auch die junge Band Airship gehören. Deren Algebra EP ist, mit ihren gerade einmal 13 Minuten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-airship_algebra.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" />Manchesters Indie-Szene boomt, trotz dem Split von Oasis, gewaltig. Die Newcomer Delphic, die Chartstürmer Hurts oder auch Oceansize mit ihrem neuen Album stehen derzeit im Fokus der Musikwelt. Zu den Vertretern einer neuen Musikergeneration aus der englischen Industriestadt will auch die junge Band Airship gehören. Deren <em>Algebra EP</em> ist, mit ihren gerade einmal 13 Minuten, ein kurzes Hörvergnügen und reicht gerade so zum Kennenlernen. Zeit verschwendet wird allerdings keine einzige Sekunde. Airship drücken die Tür auf und stürmen direkt ins Ohr. Alles andere als unerhört, denn man kann gar nicht weghören.<a id="more-1942"></a></p>
<p><em>Algebra</em> heißt dieses Glanzstück, mit dem Airship ihre EP beginnen. Von der ersten Sekunde schubst der Sound, als wenn er sagen will „Tanz doch. Tanz doch!“. Die instrumentale Umsetzung ist absolut eingängig und feinster Indie-Power-Pop. Wort für Wort, ähnlich dem Scat-Gesang, geht es unbeschwert durch die dreieinhalb Minuten. Airship haben damit gleich zum Anfang bereits ihr bestes Pulver verschossen. Manchmal ist es so und ein euphorisches Lied am Anfang, das den Hörer für die Band  begeistern kann, macht die restlichen Lieder gleich ein Bisschen besser. Aber wahrscheinlich liegt es nicht nur daran, dass Airship auch mit den folgenden drei Liedern überzeugen können.</p>
<p>Nur sind <em>Never Awake, Spirit Party</em> und <em>Go To Sleep</em> längst nicht so euphorische Tanznummern, die wie <em>Algebra</em> schon nach dem ersten Hören ein Lachen auf die Lippen des Hörers zaubern. <em>Never Awake</em> klingt nicht so hell und vom Licht durchflutet. Trotzdem sind die Gitarren im Refrain sehr gut anzuhören und die Stimme des Sängers bringt die Stimmung des Liedes gut rüber, obwohl diese tendenziell stark vom vorherigen Lied, <em>Algebra</em>, abweicht. Während Airship bei <em>Spirit Party</em> nochmals mit Power auftrumpfen, bildet <em>Go To Sleep</em>, passend zu seinem Titel, den ruhigen Abschluss der <em>Algebra EP</em>.</p>
<p>Homepage: <a href="http://www.airshipband.com" target="_blank">www.airshipband.com</a><br />
MySpace: <a href="http://www.myspace.com/airshiptheband"  target="_blank">www.myspace.com/airshiptheband</a> </p>
<p><img src='/images/airship_algebra.jpg' /></p>
<p>Text: Martin Zenge
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		<title>Summer Camp - Young</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 21:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		
		<category>Rezensionen</category>

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		<description><![CDATA[Ein Traum von der unbeschwerten Jugend oder vom letzten Urlaub in der Sonne, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen und plötzlich klingelt der Wecker und man wird aus dem Schlaf gerissen. Der lächelnde Mund wird quasi gespiegelt, das war&#8217;s mit dem Grinsen. Guten Morgen Welt, lass mich bitte in Ruhe, ich möchte zurück in meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class ='alignleft' img src='/images/thumb-summercamp_young.jpg' style="float:left; margin:10px 10px 0px 0px;" />Ein Traum von der unbeschwerten Jugend oder vom letzten Urlaub in der Sonne, ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen und plötzlich klingelt der Wecker und man wird aus dem Schlaf gerissen. Der lächelnde Mund wird quasi gespiegelt, das war&#8217;s mit dem Grinsen. Guten Morgen Welt, lass mich bitte in Ruhe, ich möchte zurück in meinen Traum. Es ist immer wieder ernüchternd, wenn ein guter Traum mit dem Weckerklingeln endet. Ein „Wäre auch zu schön gewesen“-Gefühl in Reinkultur macht sich breit. Wie soll der Morgen nun noch gerettet werden? Eigentlich mehr als aussichtslos, aber Rettung naht.<a id="more-1941"></a></p>
<p>Elizabeth Sankey und Jeremy Warmsley aus Großbritannien sollten so ein Szenarium nicht kennen. Unter dem Namen Summer Camp macht das Duo Musik, bei der der Hörer in fast jeder Situation ins Träumen verfallen kann. Also dringende Empfehlung an alle, die sanft in den Tag starten wollen: die <em>Young-EP</em>  der Briten als Wecker benutzen! Mit <em>Round The Moon</em> starten Summer Camp mit dem absoluten Highlight ihrer EP. Warmsleys wunderbar verschwommener Gesang schleicht langsam vor sich hin. Man kann sehr gut mit den Synthies mitschwingen bis in den Refrain, wo Sankeys Stimme wunderschöne Akzente setzt. Nun hört man auch verzerrte Gitarren. <em>Round The Moon</em> wird eine spitzen Lo-Fi-Nummer.</p>
<p>Bei <em>Was It Worth It</em> werden die Rollen getauscht. Jeremy Warmsley hält sich im Hitergrund und lässt seine weibliche Mitstreiterin den Hauptgesang übernehmen. Das Zusammenspiel der beiden Stimmen ist die größte Stärke des Duos. Ab und zu hätten Summer Camp diese mehr zelebrieren können. Auf Warmsleys Gesang wird zusehends verzichtet. So klingt das ganze stimmlich oft süß und erinnert hier und da ein wenig an Tegan and Sara. Vor allem in <em>Ghost Train</em> kann man sich nur in Elizabeth Sankeys Stimme verlieben. Wenn sie immer wieder „I“ wiederholt, möchte man, dass es nie aufhört. Nichtsdestotrotz kommt <em>Ghost Train</em> nicht an einen Song wie <em>Round The Moon</em> ran, der einen großen Anteil daran hat, das <em>Young</em> eine tolle EP ist.</p>
<p>MySpace: <a href="http://www.myspace.com/summercampmusic"  target="_blank">www.myspace.com/summercampmusic</a> </p>
<p><img src='/images/summercamp_young.jpg' /></p>
<p>Text: Martin Zenge
</p>
]]></content:encoded>
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