Vor einigen Monaten erschien mit Notwendfeuer das aktuelle Album von Darkwood. Auf das Wesentliche reduziert und komplett in deutscher Sprache gehalten, gelang es dabei, die hohen Erwartungshaltungen nicht nur zu erfüllen, sondern sogar zu übertreffen. Sehr angetan von der Veröffentlichung erwuchs schnell die Idee, ein Interview mit Henryk Vogel zu führen, das hiermit nun vorliegt. Themen waren natürlich zum einen das Album selbst und die damit verbundenen Thematiken, zum anderen aber auch die Situation im derzeitigen Neofolk allgemein, der Heimatbegriff, Konzerte und Konzertverbote, vertonte Dichter und die Zukunft von Darkwood.

Marius: Bevor es detailliert um das aktuelle Album gehen soll, erst einmal etwas allgemeiner dazu. “Notwendfeuer” ist nun inzwischen seit einigen Monaten erhältlich. Wie war die bisherige Resonanz (von der Kritik wie auch vom Erfolg her gesehen)?

Ich kann mich nicht beschweren. Die positiven Resonanzen waren geradezu überschwenglich. Es gab natürlich auch Kritik, aber weniger zur Musik, sondern zum Inhalt und zur Aufmachung. Irgendwie sind wir das aber nun auch schon gewöhnt und wäre dem nicht so, müßte man sich tatsächlich fragen, ob man sich noch Künstler nennen darf. So werden wir wohl weiterhin der Stachel im Fleisch bleiben, und wer Musik nur konsumieren möchte, hat ja noch genügend Auswahl.

Hattet Ihr für dieses Album selber irgendwelche Erwartungen oder selbstgesteckte Ziele? Wenn ja, habt Ihr diese Eurer Meinung nach erfüllt?

Im Gegensatz zu den bisherigen oft sehr experimentell orientierten Werken mit fest umrissenen Rahmenthema wollten wir diesmal ein Gesamtwerk erschaffen, was einer gewissen Lebenseinstellung und Geisteshaltung Ausdruck verleiht. Dementsprechend akustisch, eingängig, kämpferisch und geschlossen ist dieses Album auch geworden. Kämpferisch eher im Sinne von Eintreten für die eigenen Ansichten und Ideale, im Großen wie im täglichen Leben. Gemessen an den positiven Resonanzen ist uns das auch gelungen.
Natürlich haben wir auch auf subtile Art und Weise eine Beschäftigung mit der jüngeren Geschichte eingewoben. Wenn ich allerdings manchmal lese, daß sich die Themenwahl des Albums auf Hagel und Korn beschränkt, denke ich, daß man nicht genau zugehört hat. Genau darum ging es bei Darkwood nämlich eigentlich nie.

An anderer Stelle las ich gar die Frage, ob “Notwendfeuer” als ein Referenzwerk des deutschen Neofolks angesehen werden könne. Wie seht Ihr das?

Das kann ich nicht genau einschätzen. In Bezug auf die Instrumentierung und Sprache ist dieses Werk mit Sicherheit repräsentativ für den deutschen Neofolk. In Bezug auf die Thematik nicht unbedingt. Abgesehen davon wurden wir nie so richtig zum deutschen Neofolk gezählt, da mindestens die Hälfte der Alben sehr experimentell und nicht in deutscher Sprache verfaßt sind. Ironischerweise scheint dieses Werk aber zur Zeit eine Art Rettungsanker zu sein, in Zeiten, da die Dekadenz überall Einzug hält. Wenn der Niedergang einsetzt, kann man häufig mit Dekadenz über die aufkommende Sinnentleerung hinwegtäuschen, aber irgendwann bleibt nur das Vakuum.

Ihr habt ja nun – bezieht man es auf den Großbereich des Neofolk – nach all den Jahren eine ziemlich etablierte Position und eine dadurch bedingte große Hörerschaft, so dass Eure Alben mit einer hohen Erwartungshaltung verbunden sind. Wie nehmt Ihr diese Erwartungshaltung wahr und wie geht Ihr damit um? Entsteht für Euch daraus ein gewisser Druck?

In Bezug auf die Qualität ist die Erwartungshaltung recht hoch, wobei ich glaube, daß wir diesen Erwartungen einigermaßen gerecht werden konnten. Bezüglich der Musik und der Thematik haben wir aber allerdings von Beginn an so konsequent nicht den Erwartungen entsprochen, daß daraus kein Druck entstehen konnte und wir in künstlerischer Hinsicht völlige Narrenfreiheit genießen. Natürlich wendet sich der eine oder andere ab, weil das nachfolgende Album zu deutsch, zu experimentell oder zu minimalistisch war. Die weniger engstirnigen Menschen kaufen das eine oder andere Album einfach nur nicht. Ich warne ja teilweise vor bestimmten Alben, denn es geht mir nicht darum, möglichst viele CDs zu verkaufen – das beste Beispiel war die instrumental gehaltene “Heimat & Jugend”. Aber die meisten Hörer gehen erstaunlich offen mit den verschiedenen Alben um und üben konstruktive Kritik. Was will man mehr?

Bereits beim Blick auf die Titelliste des neuen Albums fällt auf: Dieses mal sind alle Texte in deutscher Sprache gehalten. Woher kam diese Entscheidung?

Das wurde wahrscheinlich in den vorangegangenen Antworten zum Teil schon deutlich. Ich versuche es aber noch einmal, auf den Punkt zu bringen. Im Schaffen Darkwoods war immer die Thematik ausschlaggebend für das Resultat. Wir wollten nie am Fließband Folkalben produzieren und auch nie Filmmusiken samplen und neu verpacken. Genausowenig haben wir uns diesmal gesagt, daß ein Album in deutscher Sprache vielleicht verkaufsfördernder sei. Die deutschen Texte haben sich unterbewußt durch die Beschäftigung mit der Thematik “Jugend & Feuer” ergeben. Ich habe mir die Jugend angeschaut, wie sie hier nunmehr allerorts anzutreffen ist, und dann habe ich mir die Jugend vorgestellt, wie ich sie mir wünschen würde. Und dazu ist mir dann einfach kein englischer Text eingefallen.
Im Falle der “Flammenden Welt” mit der Thematik Amerikanisierung nach dem Zweiten Weltkrieg und “Herbstgewölk” mit der Thematik Atomwaffen und Kalter Krieg waren dementsprechend Texte in Englisch die bevorzugte Wahl. Für mich ist das alles ganz logisch. Allerdings habe ich manchmal das Gefühl, daß das eine Grundsatzentscheidung zu sein scheint, weil sich das Neofolklager spaltet in die, die nur englische, und die, die nur deutsche Texte hören wollen. Das werde ich niemals nachvollziehen können. Für mich ging es immer mehr um Inhalt als um Form.

Demgegenüber stehen einige klangbildliche Veränderungen: Zum einen wurde auf pompös bis martialisch wirkende Stücke verzichtet (mir fällt da gerade beispielsweise “Blancs Moussis” ein), zum anderen wurde das Instrumentenspektrum vergrößert, so dass jetzt auch Trompete und Akkordeon auf dem neuen Werk zu hören sind. Außerdem fehlen elektronische Einsprengsel dieses Mal gänzlich. Wie kam es zu diesen Veränderungen?

Bei der “Notwendfeuer” klingen textlich gesehen Aspekte einer “Jugend im Feuer” an, wie viele richtig erkannt haben. Allerdings wollte ich mir eine allzu plakative klangliche Umsetzung dieser Aspekte ersparen. So ist das Album ein sehr wohlwollend instrumentiertes Album geworden, eine Begleitung für Sommer- und Wintersonnenwendfeiern, ein Lichtblick, ein Fels in der Brandung der modernen Zeit. Kein Sirenengeheul und keine Keyboardwände, sondern der subtile Klang der Akustikgitarre, der tief im Unterbewußtsein seine formende Kraft entfaltet und Aufruhr stiftet.

Die Thematik “Jugend & Feuer” stellt in meinen Augen (auch durch die Wortreihenfolge bedingt) eine Fortführung der Thematik von “Heimat & Jugend” dar. Ist dies nur ein flüchtiger Eindruck oder besteht da tatsächlich eine thematische Linie?

“Heimat & Jugend” stellt eine Art Reisebeschreibung dar, aufkommende Erinnerungen an die Heimat und die Jugend wurden vertont. “Heimat & Jugend” behandelt die Vergangenheit, “Notwendfeuer” bereitet den Weg in die Zukunft. Und in beiden Fällen spielt natürlich die Jugend eine tragende Rolle. Überhaupt spielt die Jugend in den meisten Fällen die tragende Rolle, nur wird das zur Zeit verdrängt und verwaschen. Zu sehr wird der Jugend nur die produktive Rolle zugedacht, während die Idee von Alten verwaltet wird. Doch wenn man die Jugend so schmählich vernachlässigt und ihnen als einzige Idee nur mitgibt, daß sie sich rechtzeitig um eine angemessene Rentenversicherung kümmern sollten, wird sich das früher oder später ganz fürchterlich rächen.

In diesem Zusammenhang fällt auch ein bei Euch oft – und das nicht nur in positiven Zusammenhängen – genannter “Heimatpathos” auf. Welche Wichtigkeit weist Ihr diesem Thema zu und wie wollt Ihr es verstanden haben? Und: Wie ist es auf “Notwendfeuer” repräsentiert beziehungsweise reflektiert?

Mein Heimatbegriff ist kein deutschtümelnder, mein Heimatpathos kein blinder Nationalismus, sondern, entsprechend der eigentlichen Bedeutung des Wortes, empfundene Leidenschaft für die Heimat. Heimat wird oft definiert als der Ort, an dem man geboren wurde. Ich denke aber, daß diese Definition zu kurz greift. Der Heimatbegriff in meiner Musik ist ein eher spiritueller. Heimat bedeutet, kulturelle Wurzeln zu haben, eine bestimmte Lebensweise zu führen, Leute bestimmten Charakters um sich zu scharen. Um die Heimat besonders lieben lernen zu können, sollte man einmal den angestammten Platz verlassen, um das Heimweh zu spüren – nur so wird die Heimat ein seelisches Ganzes sein können. Wenn man das akzeptiert, empfindet man Heimatpathos auch nicht mehr als negativ behaftetes Wort. Auf der “Notwendfeuer” habe ich unter anderem auch versucht, dieser Suche nach einer Heimat als geistigem Reich der Freiheit Ausdruck zu verleihen.

Trotz des Rückgangs des militärischen Charakters in der Musik, wird dieser weiterhin in gewisser Weise bedient: So ziert das Cover ein trauriger Junge mit anrückenden Soldaten im Hintergrund, während die Innenseite der CD mit einem Text von Karl Bröger versehen wurde, der in der deutschen Geschichte auch eine recht ambivalente Person darstellt. Liegt Euch die militärische Thematik am Herzen? War es ein Bedienen dessen, was Teile der Hörerschaft unter Umständen erwartet? Oder ist diese akribische Beobachtung von derlei Thematiken einfach eine Überbewertung dessen im Gesamtkontext?

Ich denke, daß dieses Cover sehr gut zur Thematik paßt. Es zeigt einen trutzig in die Zukunft schauenden Jungen, der sehr jung ist und doch schon sehr viele schmerzvolle Erfahrungen gemacht zu haben scheint. Im Hintergrund lassen sich schemenhaft die Schatten der Vergangenheit erahnen. Übrigens rücken die Soldaten nicht an, sondern ab, da sie ja von rechts nach links reiten.
Mir lag immer die geschichtliche Thematik am Herzen. Abgesehen davon interessiere ich mich zugegebenermaßen sehr für Militär und Uniformen. Daraus habe ich auch nie einen Hehl gemacht. Ich behaupte aber, daß ich niemals etwas plakativ zur Schau gestellt habe, wie es im Military Pop mittlerweile üblich geworden ist.

Von diesen – teilweise etwas leidigen – Themen einmal zurück zu den immanenten Inhalten von “Notwendfeuer”. Neben dem die Innenseite zierenden Karl Bröger fallen bei den Vertonungen die Namen Otto Ernst, Georg Trakl und Adolf Bartels aus. Wieso fiel die Wahl auf Texte dieser Menschen? Und wonach wählt Ihr allgemein aus, wen Ihr auf Euren Werken vertont?

Die Gedichte von Otto Ernst und Adolf Bartels habe ich in einem Gedichtband der 20er Jahre gefunden, den ich auf einem Trödelmarkt erstanden habe. Georg Trakl wurde mir von einem Freund empfohlen und gehört seitdem zu meinem Lieblingsdichtern. Bartels und Bröger gehören sicher zu den umstritteneren Dichtern. Die Auswahl treffe ich aber nach Gefallen, und das, bevor ich den Lebenslauf gelesen habe, um mich nicht künstlerisch einschränken zu lassen. Für mich ist nur wichtig, ob mir die Gedichte gefallen und ob die Texte zur Thematik des entsprechenden Albums passen. Es gäbe natürlich grundsätzlich auch die Möglichkeit, eine Reihe von Gedichten ohne feste Themenbegrenzung zu vertonen, aber ich bevorzuge die von mir gewählte Vorgehensweise.

Nachdem Euer neues Album von vielen scheinbar sehr gemocht wurde, drängt sich natürlich die Frage auf: Ist eine Live-Präsentation davon zu erwarten? Gibt es Konzertpläne, die Ihr bereits nennen könnt?

Es gibt Konzertpläne, und das vorliegende Album bietet sich ja geradezu an, nur ist es für Darkwood als Studioprojekt immer schwierig, im richtigen Moment eine passende Live-Besetzung zu aktivieren. Von daher muß ich zumeist alle Konzertanfragen ablehnen. Ich denke aber, daß es in naher Zukunft doch noch zu einigen wenigen Live-Präsentationen kommen wird.

Nun ist es so, dass Gruppen des Großbereichs Neofolk allgemein selten auf deutschen Bühnen zu sehen sind. Ist dies nun eher durch die in der Vergangenheit häufigen Konzertabsagen aufgrund bekannter widriger Gründe bedingt, durch mangelnde Nachfrage oder will man als Neofolk-Formation weniger touren als dies in anderen Genres der Fall ist?

Bei den meisten Neofolk-Gruppen handelt es sich wohl um Einmann-Projekte. So ist es für die meisten Projekte schwierig, entsprechende Musiker um sich zu scharen und kurzfristig aufzutreten, was man auch daran bemerkt, daß sich der Personenkreis der Live-Besetzung immer wieder überschneidet.
Was die widrigen Umstände der Konzertabsagen anging, waren diese zumeist hausgemacht. Es gab keine offiziellen Verbote, weil es nichts zu verbieten gab. Zumeist ließ man sich nur von den ersten zwei bis drei schlecht recherchierten Artikeln abschrecken, die einem im Google entgegenfielen.
Mangelnde Nachfrage am Neofolk gibt es mit Sicherheit nicht, schließlich wird der Begriff mittlerweile gern für alles vereinnahmt, was auch nur im Entferntesten mit Akustikgitarren und/oder Trommeln zu tun hat.

Beim Thema Konzertabsagen ist in letzter Zeit in meinen Augen eine positive Wende zu vermerken: Inzwischen finden meiner Ansicht nach viel mehr Konzerte dieser Richtung statt als einst und das Interesse an Verhinderungen scheint zu schwinden. Wie bewertest Du diese Tatsache?

Vielleicht ist vielen Leuten mittlerweile aufgefallen, daß das zwanzigste Mittelalter-Metal- oder Gothic-Techno-Projekt zwar äußerst tanzbar ist, aber mit den Ursprüngen der Szene nicht mehr viel zu tun hat. Die Nachdenklichkeit und Einzigartigkeit der Gothic-Szene mußte der Verflachung und Sinnentleerung weichen. Während es auf Industrial- , Wave-, EBM- oder Neofolkveranstaltungen niemals zu irgendwelchen Ausschreitungen oder Ausschweifungen kam, häufen sich die Klagen darüber, daß auf manch anderen Konzerten Belästigungen und Mittelmaß Einzug halten. Deshalb schwindet wohl das Interesse, die vielversprechenderen Konzerte zu verhindern.

Auf der letzten Frage aufbauend: Meinst Du, dass einiges durch das vor einiger Zeit erschienene Buch “Looking for Europe” bedingt sein könnte? Was bewog Dich dabei dazu, daran teilzunehmen, nachdem Du auch im Jahre 2002 im Zinnober einige recht aufklärende Kommentare zum Artikel “Heimaterde, Mutterboden, Schwippschwagerland” beigetragen hast? Wie bewertest Du allgemein die Notwendigkeit solcher Texte und Bücher?

Ich bin nicht unbedingt daran interessiert, meine Kunst oder einzelne Stücke auseinanderzunehmen, weil man dem Hörer sonst die eigene Interpretationsmöglichkeit nimmt. Ich habe aber in Interviews immer versucht, zu bestimmten Themen trotzdem Rede und Antwort zu stehen.
Das Buch “Looking for Europe” wurde von Hörern unserer Musik geschrieben und stellt eine Art geschichtlichen Abriß des Neofolk dar, wobei auch Wert auf Übersichtlichkeit und Erläuterung der Hintergründe gelegt wurde. Man könnte es als eine Art Leitfaden betrachten. Ich habe hierbei gern mitgearbeitet und finde, daß es sehr gelungen ist. Es konnten einige Mißverständnisse ausgeräumt werden. Die Unbelehrbaren werden sich aber nicht belehren lassen, dem Dummen wird es sich eh nicht erschließen.

Zum Abschluss noch drei allgemeinere Fragen… Könnt Ihr den Hörern allgemein schon etwas verraten, was es in naher und ferner Zukunft von Darkwood zu erwarten gibt?

Im Grunde genommen arbeite ich ständig an neuem Material, aber erst, wenn sich eine Art Rahmenthema abzeichnet, werden geeignete Stücke gesammelt und aufgenommen. Das wird nicht vor nächstem Jahr passieren.
Im Rahmen der Labelarbeit wird es allerdings in Kürze eine weitere Fremdveröffentlichung auf Heidenvolk geben – das aktuelle Album der amerikanischen Formation “In Ruin” namens “A Ghost to be Forgotten”, das unter Mitwirkung von Kim Larsen (Of the Wand & the Moon), Isaac Aubrey (The Arid Sea), dem schwedischen Projekt Catonium und Darkwood entstand. Ich stehe mit Terry seit seinen und meinen ersten musikalischen Gehversuchen im Kontakt, und da hat es sich fast wie von selbst ergeben, daß dieses Werk eigentlich doch auf unserem Label aufgelegt und über Tesco und Eis & Licht vertrieben werden könnte. Musikalisch erwartet den Hörer ein wunderschöner Neofolk mit hervorragendem Gesang in teilweise traditioneller Instrumentierung, teilweise aber auch moderneren Einflüssen wie treibendem Baßeinsatz und Gitarreneffekten, die das Werk sehr frisch erscheinen lassen.
Wenn alles klargeht, sollte die CD noch vor Ende diesen Jahres als Digipak erscheinen.

Ist ein Konzeptwerk im Sinne von “Herbstgewölk” noch einmal zu erwarten oder war das eher eine einmalige Geschichte?

Eigentlich waren alle bisherigen Veröffentlichungen Konzeptwerke. Im Falle der “Herbstgewölk” ist das wahrscheinlich verstärkt zutage getreten, weil sehr viele themengebundenen Samples verwendet wurden. Im Vergleich dazu ist die “Notwendfeuer” natürlich sehr offen und vielseitig interpretierbar. Das Thema oder Konzept ergibt sich immer während der Arbeit am Album, so daß ich das nicht voraussehen kann. Zur Zeit habe ich auch nur sehr diffuse Vorstellungen, was zukünftige Veröffentlichungen angeht, von daher ist alles offen.

…und die obligatorische Schlussfrage: Gibt es noch etwas, was bisher in diesem Interview nicht gefragt wurde, was Ihr gerne noch sagen oder ergänzen würdet?

Ich denke, Du hast sehr viel und umfassend gefragt und ich hoffe, ich konnte Deinem Wissensdurst gerecht werden. Von daher würde ich an dieser Stelle lieber die Gelegenheit ergreifen, dem geneigten Leser und natürlich Dir für das Interesse und die Unterstützung zu danken. Wir sehen uns hoffentlich in Kürze auf einem der Konzerte.

Homepage: www.darkwood.de
MySpace: www.myspace.com/heidenvolk
Label: www.heidenvolk.de

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Interview: Marius Meyer
Bilder: PR