Interviews Marius, 17.02.2010
Im Gespräch mit Peter Heppner
Nachdem auf der Tour Anfang 2009 nicht alles so recht rund laufen wollte, entschied sich Peter Heppner, im jungen 2010 einen zweiten Teil seiner solo-Tour zu starten. Bei kleineren Hallen und kleineren Eintrittspreise entwickelte sich die Tour schnell zum Erfolg und die Besucher zeigten sich begeistert. Beim Halt in Glauchau ergab sich die erfreuliche Gelegenheit, mit Peter Heppner ein ausführliches Gespräch zu führen, um über die neue Tour, die gesenkten Eintrittspreise, neues Material, Cover-Versionen im Allgemeinen und viele andere Dinge zu sprechen. Das Ergebnis gibt es nun hier nachzulesen. Viel Spaß bei der Lektüre!
Zuletzt haben wir uns im Oktober 2008 unterhalten. Als kurzer Einstieg gefragt: Was ist seitdem passiert?
Eigentlich eine Menge. Erstmal war Weihnachten, dann Neujahr (lacht)…
Zweimal sogar…
Genau. Also, ich hab mittlerweile angefangen, das Live-Set auf richtige Beine zu stellen, sodass ich jederzeit auch auf Tour gehen kann. Wir machen jetzt Anfang dieses Jahres ja schon den zweiten Teil der Tour. Außerdem habe ich wieder angefangen, mit Freunden von mir zusammen Stücke zu schreiben, weil ich demnächst wieder ins Studio gehen möchte, um an der neuen Platte zu arbeiten. Es passiert also eine Menge. Ich habe auch ein paar Anfragen (von Kollegen, Anmerkung des Verfassers) bekommen, ob ich nicht mit ihnen was zusammen machen möchte, auch da sind interessante Sachen dabei. Ich bin eigentlich ganz gut beschäftigt im Moment.
Obwohl es nun schon eine Weile zurückliegt, würde ich gerne noch einmal auf das Album „solo“ zurückblicken. Wenn du zurückblickst: Wie hast du die Resonanz darauf empfunden, so im Gesamten?
Die war insgesamt eigentlich ziemlich gut. Ich war nur ein bisschen überrascht: Es gab so ein paar, die meinten, das hätte ja überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem, was ich vorher gemacht habe. Das war die eine Fraktion. Die andere Fraktion war die, die gemeint hat, dass das komplett so wäre wie das, was ich vorher gemacht habe. Wenn ich dann die Extremkommentare rausrechne, bin ich sehr zufrieden mit den Reaktionen darauf gewesen. Es haben viele Leute sehr sehr gut darauf reagiert. Es hat bei einigen Leuten ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, aber gerade jetzt bei der Tour merke ich, dass auch die neuen Stücke der LP bei vielen Leuten sehr sehr gut ankommen. Also ich bin eigentlich sehr zufrieden damit.
Und woher kam jetzt die Idee, so lange nach der Veröffentlichung noch einmal auf Tour zu gehen mit dem Album?
Bei der letzten Tour ist so ein bisschen was in der Planung schiefgelaufen, weswegen wir das eine oder andere Konzert absagen mussten. Das wollten wir jetzt nachholen und haben gedacht: Gut, dann machen wir gleich eine Club-Tour daraus. Dann können wir auch Städte wie München, Aschaffenburg und Flensburg drin haben, oder auch Glauchau oder Görlitz. Das sind so Orte, die wir zuvor leider etwas liegen lassen mussten, aus organisatorischen Gründen. Das war dann der Grund, weshalb wir jetzt auf jeden Fall dachten, es wäre eine gute Gelegenheit. Wir wollen sowieso gerne weiterspielen, weil wir auch als Band gerne zusammenspielen. Dann ist es toll, wenn man da noch einmal eine kleine Club-Tour hinten dran hängen kann.
Es waren jetzt ja auch schon einige Termine… Wie war die Tour bisher?
Gut, gut! Die Reaktion der Leute war sehr sehr gut. Ich hab mich gerade im Süden ein wenig gewundert, weil man dort auf alternative Musik oder Indie-Musik oft eher verhalten reagiert. Da war ich doch sehr erstaunt darüber, wie positiv sie auf das Konzert reagiert haben. Die sind auch sehr mitgegangen. Das hat echt Spaß gemacht, das war klasse.
Als Vorband ist jetzt Melotron mit dabei. Warum ist jetzt überhaupt eine Vorband dabei – das war ja beim letzten Mal nicht so – und warum fiel die Wahl auf Melotron?
Bei jeder Tour, die ich bislang gemacht habe, ob nun mit Wolfsheim oder alleine oder auch bei so Sachen wie den Schiller-Touren: Es tauchte immer die Frage nach einer Vorband auf. Bei den Touren, die ich vorher gemacht habe, hatte sich das nicht ergeben, dass da was gepasst hätte. Jetzt bei dieser Club-Tour, das mit Melotron, das fand ich einfach passend. Dann haben wir es gemacht.
Was mir bei dieser Tour im Vergleich zur letzten Tour aufgefallen ist: Sowohl die Hallengrößen als auch die Eintrittspreise sind teilweise fast halbiert. Wie kam es dazu?
Das habe ich ja im Grunde schon beantwortet. Wir wollten in erster Linie die Städte, wo wir nicht hinkommen konnten, nachschieben und haben deshalb auch eine kleinere Tour mit kleineren Clubs geplant. Dann hat man in der Regel auch kleinere Eintrittspreise.
Woher kamen die Komplikationen bei der letzten Tour? Das war ja relativ viel hin und her. Leipzig ist beispielsweise zweimal verschoben worden…
Andere sind auch zweimal verschoben wurden, einige sind zweimal verschoben und dann abgesagt worden. Als die Tour von meiner damaligen Tourleitung geplant wurde, war ich gerade im Studio und sehr viel unterwegs und konnte mich daher nicht wirklich selber darum kümmern. Dadurch lief das ein bisschen auseinander. Mein Tourmanagement hatte im Grunde etwas andere Vorstellungen davon, wie die Tour aussehen sollte, als ich. Ich konnte da nicht richtig mit Rat und Tat zur Seite stehen, weil ich gerade wie verrückt mit der Produktion beschäftigt war. Das führte dazu, dass das auseinander gelaufen ist. Da kam dann eins zum anderen und plötzlich standen wir genommen in völlig falschen Veranstaltungsorten und mussten danach wieder zurückrudern. Da hatte ich dann genau das, was ursprünglich auch geplant war. Wir kannten uns halt nicht. Ich kannte dieses Tourmanagement nicht und das hat dann zu Missverständnissen geführt. Das war der Grund. Jetzt hab ich ein neues Tourmanagement, sprich: Wieder mein altes Tourmanagement, das ich auch vorher hatte und jetzt läuft es auch wieder besser. Die Koordination und die Kommunikation laufen wieder besser und deswegen ist das für die Zukunft auch nicht mehr zu befürchten, dass es wieder schief läuft.
Trotzdem hast du auf der letzten Tour doch einen recht zufriedenen Eindruck auf der Bühne gemacht…
Die Shows, die dann stattgefunden haben, die waren ja auch ganz gut besucht, die waren dann auch toll. Die Stimmung war klasse. Über die Konzerte selber kann ich mich gar nicht beschweren. Nicht über die Zuschauer – natürlich nicht! – aber auch wir waren gut auf der Bühne. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Daher können wir auch nur zufrieden sein, denn unser Part der ganzen Sache ist ja gut gelaufen. Nur der organisatorische vorher, der war ein bisschen in die Hose gegangen.
Wie ist das für dich zusammen mit der Band auf der Bühne? Wolfsheim war ja oft zu zweit, nun hast du eine ganze Band dabei.
Naja, wir haben ja bei Wolfsheim auch schon angefangen, mit Live-Musikern zu spielen. Wir haben am Ende auch Carsten Klatte und Achim Färber mit auf der Bühne gehabt, die jetzt ebenfalls mit dabei sind. Das sind gute Freunde von mir. Wir waren also auch schon bei der letzten Tour eine richtige Band. Das habe ich jetzt mehr oder weniger genau so gemacht. Ich habe noch die beiden Keyboarder dazu genommen, die für mich auch komponieren: Lothar Manteuffel und Dirk Riegner. Dann ist das im Grunde kein so großer Unterschied zu dem, was wir vorher gemacht haben, so vom Bandfeeling her. Aber das macht schon Spaß. Mit Wolfsheim waren wir ja auch festgelegter. Wenn man nur zu zweit auf der Bühne steht, muss eine Menge vom Band kommen. Da bist du dann viel festgelegter und eingeengter in dem, was du auf der Bühne machen kannst. Das ist auch als Sänger schwieriger, dann dazu zu singen. Mit einer Band ist das einfacher, weil jeder der beteiligten Musiker weiß, an welcher Stelle im Stück wir sind.
Ich hab es jetzt vorhin hier im Soundcheck schon gehört und zuvor auch in den Tour-Berichten gelesen, dass mit „God Smoked“ nun ein neuer Titel im Programm ist. Was kannst du zu dem Titel so erzählen?
Das ist ein Titel zu einem Film über Howard Marks, der eine Biographie geschrieben hat, die Weltbestseller geworden ist: „Mr. Nice“. Das ist die Geschichte von einem Drogendealer, der jahrelang mit Drogen gedealt hat, gefasst worden ist, im Gefängnis war, wieder rausgekommen ist und seitdem in England immer mehr zur öffentlichen Person wurde, weil er einfach Dinge zu sagen hat. Er hat mittlerweile auch eine eigene Radio-Show, hat Auftritte, hat Philosophie und ähnliches studiert. Das ist ein sehr gebildeter Mann und seine Auftritte bestehen im Grunde darin, dass er Texte rezitiert. Seine eigenen. Er ist einfach eine sehr interessante Person. Der Film ist letztendlich ein Film über ihn und ich bin von Filmemachern gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte, dazu ein Stück zu schreiben. Dann habe ich das. Es gab da mehrere Themenbereiche, über die man schreiben konnte. Der Themenbereich, über den ich dann geschrieben habe, ist Evolution. Das klingt jetzt erstmal ein bisschen eckig, war es auch am Anfang, aber ich glaube, ich habe das mit dem Lied ganz gut hinbekommen. Die waren alle zufrieden, auch Howard Marks. Nun wird das mit dem Film wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis der so rauskommt, weil es Probleme mit Verleihen gab. Jetzt ist die Situation so, dass die Lebensgeschichte von Howard Marks verfilmt werden soll und da wartet man jetzt erstmal ab, bevor der zweite Howard Marks-Film kommen soll.
Ist das nur das eine Stück von dir oder kommen da mehrere Stücke?
Das ist nur das eine Stück.
Zum Touren etwas allgemeiner… Wie würdest du dein typisches Publikum beschreiben? Ich hab es letztes Jahr beim Konzert in Leipzig als sehr gemischt empfunden.
Ja, mehr kann ich eigentlich auch nicht dazu sagen. Es ist sehr gemischt, sowohl was das Alter angeht – es sind also relativ viele junge Leute, aber auch relativ viele alte Leute da und teilweise wundere ich mich auch darüber, wie weit da die Spannbreite ist – aber auch, was die Szene angeht. Es sind die ganz normalen Leute da, die etwas poppigeren, flippigeren, aber auch die etwas schwarz-angehauchteren, die Elektro-Fans, aber auch so richtige Grufties, dass es schon fast ein bisschen punkig wird. Das ist sehr erstaunlich, wie gemischt das ist. Das macht aber dann eben auch viel Spaß, vor so gemischten Leuten zu spielen und zu sehen, wie die alle beieinander stehen und an der gleichen Musik Spaß haben.
Im Gegensatz dazu stand dann letztes Jahr das M’era Luna-Festival. War das für dich eine Rückbesinnung oder eine Art Heimspiel? Wie hast du das empfunden?
Es war auf eine kuriose Art und Weise schon ein Heimspiel, weil wir ja ziemlich oft auf schwarzen Festivals gespielt haben. Deswegen ist das natürlich ein bisschen ein Heimspiel gewesen, weil ich auch relativ lange nicht auf Festivals gewesen bin, was dazu führte, dass ich nur eigene Auftritte hatte, wo das Publikum eben sehr gemischt ist. Da war das schon sehr nett, mal wieder beim M’era Luna zu spielen, wo das Publikum ja doch in erster Linie schwarz ist. War aber klasse, war toll. Das hat viel Spaß gemacht, gerade das M’era Luna.
Wie würdest du allgemein das Verhältnis von Peter Heppner und schwarzer Szene sehen?
Da beschäftige ich mich ehrlich gesagt nicht so wirklich mit, wie ich dieses Verhältnis sehe. Das hab ich mich noch nie gefragt. Soweit ich das mitkriege, bin ich mit meiner Musik Teil der schwarzen Szene und insofern ist die schwarze Szene in gewissem Grade auch Teil von mir. Mehr Gedanken mach ich mir darüber nicht. Also, insofern kann ich dir zu der Frage nicht viel sagen. Vielleicht ist es auch so: Ich halte mich in dieser Szene schon seit 20, 30 Jahren auf, das ist wahrscheinlich so gewöhnlich für mich, dass ich da höchstens bei solchen Veranstaltungen wie dem M’era Luna den Unterschied bemerke.
Allgemein auf Tour: Wie hat man sich das bei euch vorzustellen? Als Zuschauer sieht man ja nur das, was auf der Bühne passiert. Was passiert zwischen den Auftritten?
Das, was man natürlicherweise bei der Tour am meisten macht, ist rumfahren. Damit verbringt man eigentlich die meiste Zeit, irgendwie die Zeit totzuschlagen und von einem Ort zum anderen zu kommen, mit den verschiedensten Verkehrsmitteln. Hier sind es jetzt in erster Linie PKWs. Normalerweise hat man vielleicht auch einen Tourbus, wo man drin übernachtet. Das ist dann einfacher, weil du während der Fahrt schlafen kannst. PKW ist ein bisschen anstrengender, weil man pünktlicher los muss, da man nicht über Nacht fahren kann. Das ist schon etwas anstrengender. Dann ist man in der Regel so gegen Mittag in dem Ort, in dem man auftritt. Dann fängt die Technik an, die Bühne aufzubauen. Irgendwann gegen frühen Abend fangen wir dann an, auszuprobieren, ob die Technik ihren Job gut gemacht hat und wenn das alles geklappt hat, dann gibt es nicht lange später dann den Auftritt. Und dann fängt das Ganze im Grunde wieder von vorne an… Irgendwann nach dem Auftritt gehen wir ins Hotel, dann morgens wieder raus und dann wieder los.
Hat ja auch trotz Winter bisher gut geklappt.
Erstaunlich gut. Es war irgendwie immer gerade so für uns das Fenster offen, um durch zu kommen. Wir hatten das auch heute gerade wieder: Als der letzte Wagen von uns durch war, ist die Autobahn aufgrund eines Unfalls gesperrt worden. Wir sind sogar noch an dem Unfall vorbei gefahren. Es sind aber alle da, wir sind alle hier, sind auch alle gut angekommen. Bislang hat es also sehr gut geklappt.
Ja, ich hab auch vorsichtshalber vorhin mal lieber einen Schlafsack ins Auto gelegt, man weiß ja nie…
Das ist sicherlich eine gute Idee!
Wir haben jetzt über die Tour gesprochen. Ich würde nun gerne mal wissen, ob es schon Pläne für danach gibt. Es ist ja vor allem noch eine Tour mit älterem Material. Wie sind die Pläne? Gibt es schon neues Material?
Direkt vor der Tour habe ich mit Lothar Manteuffel und Dirk Riegner, meinen Keyboardern, eine Writing Session gehabt, da haben wir ein paar Stücke zusammen geschrieben. Jetzt sind wir gerade auf Tour und wenn ich dann von Tour wieder da bin, wird es wieder Writing Sessions geben, wo wir dann Stücke komponiert und sammeln und gucken, was wir daraus machen.
Aber bisher ist veröffentlichungstechnisch noch nichts geplant?
Also es wird auf jeden Fall irgendwann in der nächsten Zeit wieder neue Platten von mir geben, aber ich kann noch nicht genau sagen, wann. Es ist eher unwahrscheinlich, dass dieses Jahr noch was rauskommt, aber auch das könnte sogar noch sein. Aber spätestens Anfang nächsten Jahres wird es soweit sein, will ich mal meinen.
Auf der letzten Tour hast Du „Mr. Blue“ gecovert. Wie kamst du auf das Stück?
Es ist schon immer eines meiner Lieblingsstücke von Yazoo gewesen. Und irgendjemand kam auf die Idee und hatte gesagt: „Mr. Blue“. Da meinte ich: Ja klar, natürlich! Es ist ja eines meiner Lieblingsstücke aus meiner Jugendphase. Und dann haben wir das gemacht. Das Problem mit dem Stück ist nur: Es ist sauschwierig zu singen. So wie es geschrieben ist, war es für mich viel zu hoch. Und dann ist es im Original auch sehr sehr schnell von Alison Moyet gesungen. Das war erstmal das erste, was wir machen mussten: Wir mussten es von den Tönen her ein bisschen tiefer machen und wir mussten es ein bisschen langsamer machen. Ich glaube, das kann in dem Tempo kein Nicht-Engländer singen. Als es rausgekommen ist, weiß gar nicht, wie alt ich da genau war, das muss so mit 16, 17, 18 gewesen sein, hab ich das auswendig gelernt noch und hab damals auch schon Schwierigkeiten gehabt, das mitzukriegen. Und selbst heute, wo ich deutlich mehr Englisch spreche als damals, habe ich immer noch Schwierigkeiten, das Stück in dem Tempo, in dem es ursprünglich war, zu singen. Wir haben es dann etwas langsamer gemacht. Ich finde, das passt zu dem Stück eigentlich auch viel besser. Das hat dann sehr viel Spaß gemacht, das mal umzusetzen. Aber letztendlich ist so ein Stück zu covern immer ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite macht es Spaß, einfach mal etwas ganz anderes zu machen, mal zu sehen, wie andere Leute Musik gemacht haben. Das kriegt man dann als Musiker gut mit. Auf der anderen Seite ist es natürlich ein Stück von jemandem anders. Das fühlt sich anders an, das zu machen und das auf der Bühne zu singen.
Ist geplant, das Stück mal zu veröffentlichen?
Das ist bereits veröffentlicht worden, aber nur als Online-Content. Aber es wird sicherlich zukünftig noch einmal irgendwo drauf sein.
Gibt es sonst Stücke, bei denen du dir vorstellen könntest, mal eine Cover-Version zu machen?
Ich finde das schwierig mit Cover-Versionen. Die meisten Stücke, von denen ich das sagen würde, dass ich so gut finde, dass ich sie covern würde, die finde ich gut so, wie sie sind. Da kommt es selten mal vor, dass ich sage: Och, das könnte ich mir aber modernisiert vorstellen. „Mr. Blue“ war so ein Stück, bei den meisten anderen finde ich das schwierig. Sie sind auch so instrumentiert, wie das zu der Zeit eben war. Bei vielen Stücken ist es so, dass ich sie so einzigartig find, dass ich sie gar nicht ändern möchte. Deswegen ist das immer eine schwierige Sache. Prinzipiell kann ich mir schon vorstellen, weiterhin Stücke zu covern, aber ein spezielles kann ich dir da jetzt gar nicht sagen. Das muss sich ergeben.
Ich habe gesehen: Im Mai ist wieder eine Schiller-Tour geplant…
Mag sein, ja…
Okay, das war auch fast schon die Antwort… Ich wollte eigentlich fragen, ob du da wieder mit eingeplant bist…
Ich bin bis jetzt von Christopher noch nicht gefragt worden. Ich weiß ehrlich gesagt aber auch gar nicht, ob das mit meinen Plänen dann passen würde. Ich bin bis jetzt noch nicht dabei. Christopher neigt aber auch dazu, solche Dinge relativ kurzfristig zu erfragen. Deswegen kann das sein, dass er mich fragt oder mag es auch sein, dass ich vielleicht bei dem einen oder anderen Auftritt dabei bin. Das weiß ich aber jetzt noch nicht.
Ist denn allgemein wieder was geplant in Sachen Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern?
Ja, das hab ich ja auch schon einleitend gesagt… Es gibt schon ein paar konkrete Anfragen, aber ich möchte da noch nicht drüber sprechen, ehe ich weiß, dass es auch veröffentlicht wird. Das ist sonst immer sehr doof: Dann erzählt man irgendwelche Sachen, füttert einen an und dann wird’s am Ende nicht veröffentlicht oder muss erstmal eine Weile in der Schublade liegen. Dann ist das bei den Leuten schon eine alte Socke, ehe man es überhaupt rausgebracht hat. Das find ich nicht gut, deswegen rede ich nicht gern über ungelegte Eier. Aber es sind da ein paar sehr sehr interessante, sehr nette Sachen in der Pipeline.
Das war es fast von mir. Zum Schluss eine Frage, die ich ungern stelle, aber eben doch interessant ist. Wolfsheim… Der letzte Stand war, dass Markus Reinhardt in Revision gegangen ist. Hat sich da noch irgendwas getan?
Also so wie es im Moment aussieht, wird auch die Revision abgewiesen. Mehr will ich dazu eigentlich nicht sagen. Es ist natürlich weitergegangen, es sind auch Sachen passiert. Aber mehr möchte ich dazu einfach nicht sagen.
Okay, das war es von mir! Danke für die Antworten!
Dann wünsch ich Dir ein schönes Konzert!
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Interview: Marius Meyer
Bilder: Marius Meyer