The BossHoss sind auf Tour und besuchten auf dieser auch am ersten Tag des Februars die kleinste Großstadt in Nordrhein-Westfahlen. Ein guter Grund, sich nach Siegen zu begeben und sich das Cowboyspektakel anzusehen. Schon am Eingang zeigte sich, dass man damit bei weitem nicht der einzige war: So einen Andrang am Eingang und später auch in der Halle selber bekommt man selten zu Gesicht. Zumindest hätte ich kaum erwartet, dass The BossHoss tatsächlich ein derartiger Publikumsmagnet sein könnte – besonders für Frauen reiferen Alters. Deren überproportionale Anwesenheit täuschte aber dennoch nicht darüber hinweg, dass das Publikum altersmäßig doch sehr durchmischt war und die Spannbreite bei etwa 12 Jahren anfing und irgendwo in den 60ern aufhörte. Nicht zu vergessen natürlich, dass der Großteil mit Cowboyhüten dem Anlass entsprechend gekleidet waren.

Aber wegen des Publikums war man ja nicht primär dort, sondern um sich die Band anzusehen. Bevor diese anfangen sollte spielten Smokestack Lightnin’. Typische, aber gut gemachte Countrymusik für alle Western- und Truckerfans, welche zwischendrin auch mal von BossHoss-Musikern bei ihrem Auftritt unterstützt wurde und bis halb neun gespielt wurde. Schade war bei dem Auftritt eigentlich nur, dass die meisten Gäste ihre Zeit lieber an den Bierständen verbrachten als Smokestack Lightnin’ zu lauschen, denn die Halle war zu der Zeit noch relativ leer und der Vorraum dagegen voll. Sei es drum: Denn dafür wussten all jene, die Smokestack Lightnin’ nicht sahen nicht, was sie verpasst haben.

Um kurz nach neun kamen dann The Bosshoss auf die Bühne und überzeugten von der ersten Sekunde an. Ohne Aufwärmphase schoss die Stimmung direkt auf einen Höhepunkt – oder zumindest das, was man allgemein für einen halten sollte. Denn mehrmals schafften es The BossHoss, die Stimmung immer weiter zu steigern und nicht nur auf hohem Niveau zu halten. In der ersten hälfte wurden erstmal schnelle und rocklastige Stücke zum Besten gegeben. Etwa nach einer Stunde dann wurde dann für das Lied The best Thing I’ve ever had im Stuhlkreis zusammengesetzt, was dann fast an eine Jamsession erinnerte. Noch später wurden noch ein paar junge Damen auf die Bühne gebeten, um das Publikum weiter anzuheizen. Nach etwa zwei Stunden verließen sie dann die Bühne, nur um unter tobendem Applaus noch drei Zugaben zu spielen.

Das Konzert stellte einen wunderbaren Abend dar, an dem allerdings eine Gruppe doch etwas auszusetzen hatten. In der gesamten Siegerlandhalle war Rauchverbot – nur auf der Bühne wurde immer wieder kräftig gequalmt. Das ärgerte natürlich einige Raucher die das Konzert besuchten – „die auf der Bühne dürfens, aber wir nicht“. Als Nichtraucher störte mich nur wenig und ich konnte mich den Abend über zwei sehr schönen Gruppen widmen.

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Links
Homepage von The BossHoss: www.thebosshoss.com
The BossHoss bei MySpace: www.myspace.com/thebosshoss
Homepage von Smokestack Lighnin’: www.smokestacklighnin.de
Smokestack Lightnin’ bei MySpace: www.myspace.com/smokestacklightninmusic

Text und Bilder: Tristan Osterfeld