Manchesters Indie-Szene boomt, trotz dem Split von Oasis, gewaltig. Die Newcomer Delphic, die Chartstürmer Hurts oder auch Oceansize mit ihrem neuen Album stehen derzeit im Fokus der Musikwelt. Zu den Vertretern einer neuen Musikergeneration aus der englischen Industriestadt will auch die junge Band Airship gehören. Deren Algebra EP ist, mit ihren gerade einmal 13 Minuten, ein kurzes Hörvergnügen und reicht gerade so zum Kennenlernen. Zeit verschwendet wird allerdings keine einzige Sekunde. Airship drücken die Tür auf und stürmen direkt ins Ohr. Alles andere als unerhört, denn man kann gar nicht weghören.

Algebra heißt dieses Glanzstück, mit dem Airship ihre EP beginnen. Von der ersten Sekunde schubst der Sound, als wenn er sagen will „Tanz doch. Tanz doch!“. Die instrumentale Umsetzung ist absolut eingängig und feinster Indie-Power-Pop. Wort für Wort, ähnlich dem Scat-Gesang, geht es unbeschwert durch die dreieinhalb Minuten. Airship haben damit gleich zum Anfang bereits ihr bestes Pulver verschossen. Manchmal ist es so und ein euphorisches Lied am Anfang, das den Hörer für die Band begeistern kann, macht die restlichen Lieder gleich ein Bisschen besser. Aber wahrscheinlich liegt es nicht nur daran, dass Airship auch mit den folgenden drei Liedern überzeugen können.

Nur sind Never Awake, Spirit Party und Go To Sleep längst nicht so euphorische Tanznummern, die wie Algebra schon nach dem ersten Hören ein Lachen auf die Lippen des Hörers zaubern. Never Awake klingt nicht so hell und vom Licht durchflutet. Trotzdem sind die Gitarren im Refrain sehr gut anzuhören und die Stimme des Sängers bringt die Stimmung des Liedes gut rüber, obwohl diese tendenziell stark vom vorherigen Lied, Algebra, abweicht. Während Airship bei Spirit Party nochmals mit Power auftrumpfen, bildet Go To Sleep, passend zu seinem Titel, den ruhigen Abschluss der Algebra EP.

Homepage: www.airshipband.com
MySpace: www.myspace.com/airshiptheband

Text: Martin Zenge