Von dem amerikanischen Musikprojekt In Gowan Ring aus Portland/Oregon ist ja schon seit längerer nichts Neues mehr zu hören gewesen, zumindest nicht Form eines neuen Albums, was eigentlich sehr schade ist. Immerhin gibt es von Bobin Eirth noch ein weiteres Soloprojekt mit dem Namen Birch Book, mit welchem er seine Fans mit bereits zwei hervorragenden Alben begeistert hat. Das dritte Album A hand full of days schafft er es allerdings nicht nur wieder zu begeistern, nein, sondern fast, die Vorgänger komplett in den Schatten zu stellen und einen fast sprachlos zurück zu lassen.

Wer das Album nicht mal bis zur Hälfte gehört hat und den restlichen Output von B’eirth kennt, wird zustimmen, dass A hand full of days wirklich ein Meisterwerk geworden ist: 14 Stücke, die ruhig und meditativ Geschichten in Reimen erzählen, die eine melancholisch-romantische Atmosphäre erzeugen.

Zusammengehalten werden die Leider stets von Gitarrenspiel, einem Klavier oder beiden zusammen, verbunden mit B’eirths einzigartig ruhigem und verträumteM Gesang. Insgesamt ist der Klang sehr minimalistisch ausgefallen, jedoch tauchen immer mal wieder Streicher, eine Mundharmonika, Pedal Steel-Gitarre oder Perkussion auf, um bei den Liedern die jeweilige Stimmung zu unterstreichen, was auch sehr gut gelingt. Der psychedelische Einschlag, den man sonst von B’eirth gewohnt war, ist allerdings stark zurückgegangen.

Es gibt selten Alben, die sich sofort in die Hörgänge schleichen und selbst nach zahllosen Durchgängen nichts von seiner Faszination einbüßen. A hand full of days gehört zu diesen Alben und man sollte sich dafür Zeit nehmen. Auch wenn die CD auch als Hintergrundgedudel verwendet werden könnte – es wäre höchst unangemessen, sie nur als solche zu verwenden, denn dafür hat sie zu viel Tiefgang. Und jetzt entschuldigt mich – ich muss A hand full of days lauschen…

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Konzertbericht: Woven Hand – 02.12.2008, Dresden Beatpol (Support: Birch Book)
Konzertbericht: Pagan Folk Festival Tour – 09.10.2007, Leipzig Werk 2

Homepage: www.birch-book.com
MySpace: www.myspace.com/birchbook

Text: Tristan Osterfeld