Zunächst einmal: Wer sind eigentlich Black Night Crash? Ein Blick in die Bandinfo: Black Nightcrash ist eine Bremer Band, die laut Eigenaussage „lauten dreckigen Gitarrenrock“ macht. Im Jahr 2008 gewannen sie den Wettbewerb „Live in Bremen“, mit dessen Gewinn die Finanzierung einer CD-Produktion verbunden war, sodass die Band nun richtig durchstarten konnte, um The Late Reply als Ergebnis der einjährigen Studioarbeit zu präsentieren. Black Night Crash sind zwar durchaus an historischen Größen orientiert (nicht umsonst auch die Benennung nach Songs von Ride und Bob Dylan), vermögen es aber dennoch, einen zeitgemäßen Sound zu erschaffen.

Von der Bezeichnung „dreckig“ sollte man sich hierbei nicht abschrecken lassen. Dies negativ zu verstehen, wäre der falsche Ansatz. Stattdessen ist der Begriff positiv zu lesen und bezeichnet die Rauheit dessen, was die Band auf ihrem Albumdebüt präsentiert. Wie man den Sound nennen soll, ist natürlich wieder eine Schubladenfrage. Retro-Rock, Vintage-Rock, Analog-Rock, Brit-Rock. Der Möglichkeiten sind da viele, wobei gerade Brit-Rock passend ist, denn ein gewisser Grad an „Brit“ im Sound von Black Night Crash lässt sich wahrlich nicht abstreiten.
Die Gitarrenriffs sind geradlinig, den Mut zum Solo hat man auch mal, auch vor einer Mundharmonika scheut man sich nicht, wie beispielsweise in Looking at the Moon. Für Abwechslungsreichtum sorgt die Tatsache, Black Night Crash mit gleich drei Sängern und Songschreibern agieren. Somit sorgen sie dafür, dass sich verschiedene Handschriften in der Musik zu einer kombinieren.

The Late Reply ist für den Freund ungeschliffener, kantiger Rockmusik auf jeden Fall ein sehr ansprechendes Debüt geworden. 12 abwechslungsreiche Songs, die bereits auf dem Debüt so etwas wie eine eigene Handschrift aufweisen. Hoffentlich hat die Band hiermit ihr Pulver noch nicht verschossen, sondern beschreitet weiterhin diesen guten Weg. Denn so muss man sagen: Den Namen Black Night Crash sollte man sich merken!

Homepage: www.blacknightcrash.de
MySpace: www.myspace.com/blacknightcrashbremen

Text: Marius Meyer