Zurück dahin, wo einmal alles begonnen hat, haben sich da wohl drei Herren gedacht, die gemeinsam dieselbe Schule besuchten und in den Siebzigern gemeinsam die Band Blackwood Creek. Sie begannen als Coverband von Led Zeppelin- und Black Sabbath-Stücken, bis man schließlich und dann ab 1980 getrennte Wege ging. Die Rede ist von den beiden Winger-Brüdern Kip und Nate, von denen ersterer schon mit Alice Cooper und mit seinem eigenen Projekt Winger bekannt wurde. Der dritte im Bunde war Peter Fletcher. Mehr als 20 Jahre später hat man sich wieder zusammengefunden, um zusammen ein Album mit elf neuen Liedern aufzunehmen.

Auch wenn die drei zeitweise getrennte Wege gegangen sind, fällt sofort auf, dass die Chemie zwischen den dreien immer noch gestimmt haben muss, denn die Band scheint perfekt aufeinander abgestimmt zu sein. Dabei ist die Marschrichtung klar: Richtung solidem und trockenem Hard Rock ohne Keyboards und andere Spielereien. Nur quietschende Gitarren und harter Männergesang, wobei das Album immer abwechslungsreich bleibt: Zwischen dreckig klingenden Liedern wie Love Inspector, dem pathetischen und mit der Akustikgitarre gespielten Albatross oder trockenen Tracks wie Out in outer Space und Jimmy and Georgia gibt es viel zu entdecken. Da die Lieder eine sehr positive Grundstimmung ausstrahlen, hört man sich das ganze auch immer wieder gerne an.

Ganz klar: Hätten die drei sich nicht noch mal zusammengefunden, wäre einem wohl ein kleines Juwel des Hard Rocks entgangen. Wenn dieses Album nur eines nicht befriedigen kann, ist es der Wunsch nach weiterem Material von Blackwood Creek. Bleibt also zu hoffen, dass es nicht das einzige Album des Projektes bleiben wird.

MySpace: www.myspace.com/blackwoodcreek

Text: Tristan Osterfeld