Rezensionen & Tonträger Tristan, 25.02.2007
Changes – A Ripple in Time
Nach langer Zeit ist endlich die neue Changes LP A Ripple in Time erhältlich. Wie bei der Fire of Life handelt es sich um alte unveröffentlichte Lieder aus den 60ern. Jedoch wurden diesmal nicht um alte Tonbandaufnahmen neu bearbeitet, sondern alle Lieder direkt neu eingespielt. Dieses Album schlägt auf diese Weise eine Brücke zwischen den damaligen Changes und Changes heute. Auf diesem Album machen Changes genau das, was man von ihnen erwartet: Lagerfeuerfolk. Dieser klingt jedoch deutlich variantenreicher als beim Vorgänger, so klang doch Orphan in the Storm so als würde man die ganze Zeit ein und dasselbe Lied durchhören. Hinzu kam, dass viele Lieder auf eben jenem Tonträger durchaus als Lückenfüller bezeichnet werden können.
Für den größeren Variantenreichtum sorgt ebenfalls die Tatsache, dass auf a Ripple in Time in einigen Liedern auch Instrumente außer der Gitarre einen Auftritt haben: So kommt eine Flöte bei Angel of Love und Ripples to a Pond zum Einsatz. Die instrumentale Version des Wedding Song ist sogar nur auf dem Klavier eingespielt. Bei Somewhere in the Night kommt ein Harmonium vor. Sehr positiv fällt dabei auf, dass diese Momente selten und sehr unaufdringlich sind, den typischen Changestil also nicht brechen sondern wunderbar ergänzen. Dadurch wird die Platte deutlich aufgewertet.
Was aber die Musik von Changes immer ausgemacht hat, sind die wunderbaren Texte. Und diese sind auch auf an A Ripple in Time zu finden. Es geht um Liebe, den Laufe der Zeit und geheimnisvolle Orte.
Auch die optische Gestaltung lässt keine Wünsche offen: Ein Klappcover mit Prägedruck auf der Vorderseite. In Innenteil sind zusätzlich die Texte abgedruckt und ein kurzes Vorwort von Nicolas Taylor. Auf der Rückseite finden sich noch zwei Fotos der beiden Musiker: Eines zeigt die beiden Herren in Kindertagen, das andere Changes heute. Die LP selber ist auf weißes Vinyl gepresst.
Zu kritisieren wären jedoch zwei Dinge an dieser Veröffentlichung: Zum einen ist die Spielzeit von etwa 35 Minuten sehr mager. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn lieber ein kurzes und dafür erstklassiges Album, als eines mit Lückenfüllern. Der andere Punkt sind die zwei Instrumentalstücke Paradiso und Eldorado. Diese klingen wie jedes andere Changesstück, nur dass diese keinen Gesang enthalten. Aus diesem Grunde machen sie auch einen überflüssigen Eindruck.
Als Fazit haben wir hier ein hervorragendes Folkalbum, das bis auf zwei kleine Kritikpunkte vollkommen zu empfehlen ist.
Homepage: www.nmia.com/~thermite

Text: Tristan Osterfeld
09 Mar 2007, 8:23 pm 1.stefan s.…
respekt,
da haben die alten Herren doch noch was hörbares neues auf die beine gestellt. hör ich auf jedem fall mal rein, sagten mir die alten sachen doch nicht so zu.
und glückwunsch zur ersten rezension…