Es ist als Musikredakteur immer mal wieder interessant, über Begriffe zu stolpern, die man vorher noch gar nicht kannte. Und so stellt man sich dann auch die Frage: Was zur Hölle ist denn bitte die „New Wave of Swedish Sleaze“? Vielleicht ist das auch eine Frage, die man gar nicht so genau beantwortet haben will, aber laut Pressezettel sollen Crazy Lixx genau dieser entstammen und mittlerweile ihren Weg Richtung 80er Rock eingeschlagen haben. Das Hören der CD erklärt einem zwar immer noch nicht genau, was nun die „New Wave of Swedish Sleaze“ ist, aber man kann es sich zumindest dann in etwa denken. Besonders, wenn der Begriff im Zusammenhang mit 80er Hard Rock steht…

Und es ist keine große Überraschung, dass Crazy Lixx auch so klingen, wie in es in den 80ern üblich war. Und dass die Band auch was drauf hat, beweist sie schon direkt zu Beginn mit Rock and a Hard Place. Und egal, ob nun bei schnelleren Nummern wie 21 till I die oder dem knarzenden Witching Hour - das Niveau wird gehalten, auch wenn Lieder wie Lock up your daughter schon mit ihrem Refrain „because the boys are back“ die Klischees mehr als nur streifen. Cool ist das Lied aber trotzdem! Wie für so ein Album üblich, dürfen natürlich auch ein paar Balladen nicht fehlen, die man in Form von Blame it on Love und Children of the Cross bekommt. What of your love ist eine weitere Ballade, allerdings extrem kitschig klingt und auch der einzige Ausrutscher dieses sonst gut gemachten Albums ist.

Einen Haken hat das ganze allerdings: Weltbewegendes kann man auf New Religion nicht erwarten. Die Jungs sind fest im 80er Hard Rock verwurzelt, teilweise sogar so, dass sie nicht wirklich eigene Wege gehen. Letztendlich bekommt man aber gut gemachten Hard Rock. Solide eben – und daher für Fans auf jeden Fall interessant.

Homepage: www.crazylixx.com
MySpace: www.myspace.com/crazylixxmusic

Text: Tristan Osterfeld