Destruction live zu erleben ist immer wieder ein Erlebnis. Sogar ein solches, das man sich immer wieder freut, sie wieder zu erleben. Nachdem dies vergangenes Jahr schon in Form der Live-Doppel-CD The Curse of the Antichrist – Live in Agony zumindest akustisch möglich gemacht wurde, ist dies nun auch für den heimischen Fernseher dank A Savage Symphony – The History of Annihilation möglich. Auf dieser befindet sich der 25th Anniversary-Auftritt, welchen die Band auf dem Wacken Open Air 2007 bei strahlendem Sonnenschein absolvierte und das Publikum noch mehr anheizte, als es das die an sich warmen Temperaturen schon taten.

Ein herrliches Konzert war das, es noch einmal miterleben zu können, ist aber noch schöner. Und schon das Intro vor der Menü-Auswahl, welches eine Atompilz-Explosion zeigt, deutet schon darauf hin, was einen erwartet: Destruction brettern einfach ohne Rücksicht auf Verluste los und von Alterserscheinungen merkt man einfach nichts. Gar nichts!

Gespielt wurde ein Querschnitt aus der gesamten Bandgeschichte, unter anderem Klassiker wie Mad Butcher, welcher zu Beginn des Konzertes ebenfalls seinen Auftritt hat oder Total Deseaster, wobei die Band vor allem eines ist: Laut! Deswegen hört man auch kaum das Publikum, was nicht an der Abmischung liegt, sondern wirklich daran, dass die Band einfach brachialst zur Sache geht. Bei The Alliance of Hellhounds wird die Band nicht nur von Cheerleaderinnen, sondern ebenfalls von Peavy Wagner (Rage), Bobby Blitz (Overkill) und Oddleif Stensland (Communic) unterstützt. Auch zwei ehemalige Mitglieder von Destruction unterstützten die Band während des Auftritts.

Während des gesamten Konzert gab es noch genug Pyro-Effekte in Form von Rauchbomben und Flammensäulen zu sehen und nach 75 Minuten bleibt nur noch ein Fazit zu ziehen: Ein geniales Konzert, das perfekt auf DVD gebannt wurde. Da ist es sogar egal, dass das Konzert bei hellem Tageslicht stattfand, was bei Metal-Konzerten mitunter die Stimmung trüben kann.

Neben dem Konzert, das den Hauptteil der DVD ausmacht gibt es noch eine Band-Doku, in welcher aktuelle und ehemalige Mitglieder von Destruction zu den einzelnen Alben und Phasen der Band interviewt werden. Diese ist sehr ausführlich ausgefallen und dauert mit etwa eineinhalb Stunden sogar länger als der Konzermitschnitt. Außerdem sind noch vier Musikvideos und eine Tourdoku sowie ein Film über die Musiksammlung eines fanatischen Fans, der alle Raritäten der Band besitzt. Letztere beide sind zwar nicht ganz so spannend wie der Rest der DVD, aber runden diese dennoch schön ab.

Mit etwas über dreieinhalb Stunden Gesamtspielzeit ist die DVD also eine mehr als lohnenswerte Anschaffung.

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Rezension: Destruction – The Curst of the Antichrist. Live in Agony

Homepage: www.destruction.de
MySpace: www.myspace.com/officialdestruction

Text: Tristan Osterfeld