Rezensionen & Tonträger Tristan, 09.03.2010
Fyredogs – Hellfyre Rock’n'Roll
Ne, was ist das wieder primitiv! So einen herrlichen Start in ein Album hat man wohl seit der Kings of Metal von Manowar selten gehabt. Denn genau wie jenes Album beginnt dieses mit dem Geräusch des Gaspedals eines Motorrades, allerdings diesmal in Verbindung mit einer Frauenstimme, die stöhnend „faster“ ruft und damit nach noch mehr Geschwindigkeit verlangt. Und schon steht man mitten im ersten Lied Hell Ridin’ des Albums und das macht einem die Einordnung direkt sehr einfach: Denn zu hören ist Rock and Roll ohne viel drum herum. Und wem die Gesangsstimme verdächtig bekannt vorkommt, der wird Bestätigung für seine Vermutung bekommen.
Klar, diese Stimme ist auch unverkennbar, denn sie gehört Chris Boltendahl. Und diese Stimme gibt diesem an sich schon dreckig klingenden Album den letzten Schliff. Gesungen wird dabei von diversen Männerphantasien, was man schon an den Titeln merkt: Da wäre Down by Law mit einem richtig geilem Gitarrensolo, das bereits erwähnte Hell Ridin’, das versoffen klingende Ain’t over till the fat lady sings, Hero for a Day oder The Devil pays the Dues. Outlaws mit schnellen Maschinen und schöne Frauen. Mit anderen Worten: Ein Album für Männer, die noch echte Männer sein wollen.
Hier gibt es harte Riffs, ausgefeilte Gitarrensoli, keine Keyboards, schnelle Melodien und alles noch perfekt produziert.
Hellfyre Rock’n'Roll ist zwar nicht unbedingt innovativ, aber verdammt unterhaltsam und kurzweilig. Wer also ehrliche und dreckige Rockmusik mag, dem wird’s gefallen. Spaßig ist es auf jeden Fall und wenn die Frauenstimme vom Anfang zum Schluss dann sagt: „Oh, do that one again!“, muss man sich auch nicht mehr lange bitten lassen. Ein weiterer Durchlauf geschieht dann garantiert freiwillig!
Homepage: www.fyredogs.de
MySpace: www.myspace.com/fyredogs

Text: Tristan Osterfeld