Rezensionen & Tonträger Tristan, 15.04.2010
Ginormous – The Sound of love impermanent
Es gibt so Alben, die man scheinbar sehr schnell fertig besprochen hat. Dazu genügen dann nur wenige Sätze und ein Vergleich. Im Falle von The Sound of love impermanent wäre das ein schön gemachtes Ambient-Album mit Rock- und orchestralen Einflüssen. Offensichtlich, dass dann auch ein Vergleich mit den Isländern Sigur Ros auch Not täte. So einfach könnte man es sich auch machen. Könnte man, ja nur würde man dann dem Album einfach nicht gerecht werden und einfach das Gesamtkonzept, auf welchem The Sound of love impermanent aufbaut, einfach mal konsequent außer acht lassen.
Die Entstehungsgeschichte des Albums ist nämlich die Rezeption der Musik Ginormous durch die Choreographin Maria Gillespie und ihrer Tanzgruppe, welche bereits zu zwei Lieder früherer Werke eine Choreographie erarbeitet hatten. Im Gegenzug erarbeitete Ginormous diesmal eine Musik für die Gruppe. Diese wurde schließlich weiterverarbeitet und ist nun Form dieses Albums zu finden.
Beim Hören ist daher faszinierend sich vorzustellen wie zu dieser Musik getanzt wird. Und tatsächlich kann diese Musik für eine Choreographie funktionieren. Voller Harmonie, mit interessanten Höhepunkten ist das Album gespickt, so dass selbst nach mehreren Hörgängen nichts von seiner Faszination verliert.
Schade nur, dass man sich bei dem Album nur auf seine Phantasie verlassen muss, denn die Aufführung geschah 2007 und einen Mitschnitt scheint es nicht gegeben zu haben. Der Wunsch, diesen mal zu sehen, kommt beim Hören durchaus auf, aber erfüllt wird er wohl niemals. Dies kann einem anhand dem, was man auf The Sound of love impermanent zu hören bekommt, letztendlich aber auch egal sein, bringt es so den Hörer umso mehr zum genauen Hinhören.
Homepage: www.thisisginormous.com
MySpace: www.myspace.com/ginormousmusic

Text: Tristan Osterfeld