Wer im Fernsehen in jüngster Zeit einmal eine Vorschau für den DFB-Ligapokal gesehen hat, durfte mit dieser Single bereits ersten Kontakt schließen, nun erscheint auch die dazugehörige Single. Und das nur zwei Jahre nach ihrer Bandgründung im Sommer 2005. Nach einer ersten EP (Typisch deutsch?) im Do-it-yourself-Verfahren, etwa 50 Auftritten im Jahr (darunter auch einer in New York City) und einem stetigen Steigern der Größe der Fangemeinde sind Jenson nun bereits im Vertrieb von SonyBMG und senden mit Wir werden… jetzt das erste Lebenszeichen an eine breitere Hörerschaft. Musikalisch präsentieren Jenson dabei Rockmusik in deutscher Sprache.

Wir werden… legt ein hohes Tempo vor und besticht vor allem durch seinen hymnischen Charakter. Ein treibendes Stück Rockmusik auf Deutsch lassen Jenson damit auf ihre Hörerschaft los. Was dabei aus der Musik spricht, ist eine sehr dynamische Unverbrauchtheit, so etwas wie ein jugendlicher Geist, der viel Motivation beinhaltet und wirklich erfrischend wirkt dabei. Dahinter steht ihre Philosophie, positiv zu denken und immer alles zu geben – „egal ob vor fünf oder vor 500 Leuten, egal ob’s dir gerade dreckig oder super geht“. Diese Philosophie merkt man dieser Debüt-Single deutlich an.

Auf jeden Fall ist es eine sehr erfrischende Single, die hier das Licht der Welt erblickt. Damit schlagen Jenson allerdings in eine Kerbe, die an sich nicht mehr ganz so neu ist und stellen sich in eine Reihe mit Gruppen wie Revolverheld, El*ke und anderen. Bei bisher einem Titel ist es unmöglich, Spekulationen über die Eigenständigkeit der Musik der Gruppe anzustellen. Hierfür muss man erst einmal das in Bälde erscheinende Debüt-Album der Band abwarten, um sich hier ein Urteil zu erlauben. Man darf also hoffen, dass das Album sich durch Innovativität von den anderen Gruppen dieser Sparte abheben wird. Das Potenzial dazu ist auf jeden Fall da, wie Jenson mit Wir werden… zeigen. Harren wir also in vorfreudiger Erwartung der Dinge, die da kommen…

Homepage: www.rockjensonrock.com
MySpace: www.myspace.com/rockjensonrock

Text: Marius Meyer