Rezensionen & Tonträger Tristan, 28.04.2009
Luigi Rubino – A Theme for the Moon
Der Name Luigi Rubino wird den meisten wohl wenig sagen. Die Bands, mit denen er bislang zusammengearbeitet hat, dagegen schon. Neben seiner Haupttätigkeit als Klavierspieler bei der Band Ashram wirkte er unter anderem bei Corde Oblique, Argine und weiteren Bands mit. Höchste Zeit also, selber aus dem Schatten all dieser Projekte zu treten und sein erstes eigenes Werk vorzulegen, was er mit A Theme for the Moon jetzt auch getan hat. Herausgekommen ist ein Album, bei dem wie zu erwarten Rubinos Klavierspiel im Vordergrund steht. Nur selten wird dieses durch weitere Instrumente, wie zum Beispiel Streicher, ergänzt, was dann aber einen ganz besonderen Reiz bei diesem Album ausmacht.
Die sehr spartanische Instrumentierung sorgt dafür, dass das Album trotz seines melancholischen Untertons eine Leichtigkeit versprüht, die man sonst selten hört. Wie Filmmusik wirkt das ganze Album, zumal auf dem Album so gut wie nie gesungen wird. Diese Momente sorgen dann aber dafür, dass man sehr genau hinhört.
Die Kehrseite ist aber, dass das Album letztendlich einen sehr schlichten Eindruck macht, der besonders nach mehreren Hördurchgängen schon fast monoton wirkt. Die Tatsache, dass man bei vielen Liedern schon nach einer halben Minute sagen kann, wie diese die nächsten drei Minuten weiter gehen, sorgt da für ihr Übriges, auch wenn das Klavierspiel trotz allem erstaunlich ausgefeilt ist. Erschwerend kommt auch noch hinzu, dass das Album keinerlei Spannungsbögen aufbaut. Stattdessen bleibt es durchgehend ruhig und dümpelt nach einiger Zeit vor sich hin.
Zum Glück schafft es das Album, einen immer dann wieder zu fesseln, wenn es einen gerade beginnt zu langweilen. Unterm Strich hinterlässt das Debüt-Album von Luigi Rubino also einen zwiespältigen Eindruck. Wenn man abends einfach mit einem guten Buch entspannen will auf keinen Fall verkehrt, für mehr reicht es aber beim besten Willen nicht – auch, wenn mehr hätte drin sein können.
MySpace: www.myspace.com/luigirubino

Text: Tristan Osterfeld