Rezensionen & Tonträger Martin, 07.05.2010
Matula – Blinker
Blinker setzen und los geht es. Unterwegs sein. Früher raus aus der Langeweile, heute durch ganz Deutschland auf Tour. Man steht lieber mit dem Auto im Stau als mit dem Leben. Matula haben den Absprung geschafft. Aufgewachsen in Neumünster, darf man nun Hamburg oder Kiel als Wohnort nennen. Die Einöde war gut, um die Band zu gründen, weitergeführt wird das Ganze aber besser in der Großstadt. Nach einer 7inch-EP, diversen Split-Singles und dem Debütalbum Kuddel folgt nun das zweite Album der Band: Blinker. Selbstverständlich erscheint das Album wie das Erstlingswerk beim Kieler Label Zeitstrafe, auf dem auch Escapado und Antitainment beheimatet sind.
Matula bewegen sich auf Blinker wie gewohnt zwischen Punk, Pop und Emo. Ein wenig verändert wurde die Stimme. Sänger Thorben wirkt etwas kratziger und singt tiefer als zuvor. Anfangs ist das ungewohnt. Hier und da fragt man sich, ob da ein neuer Mann am Mikro steht. Allerdings bedarf es keiner langen Eingewöhnung. Der Charme von Kuddel liegt immernoch unverkennbar in der Stimme und nach wenigen Durchgängen verliebt man sich. Nicht nur in die Stimme. Das Album überzeugt in der Gesamtheit. Vom Anfang bis zum Ende, Lied für Lied. Da steht gar nichts im Stau, ganz im Gegenteil.
Der Opener Baumarkt enthält die entsprechende Vorwarnung: „Halt dich gut fest, der Zug fährt schnell.“ Der Zug heißt in diesem Fall Blinker und festhalten sollte man sich eigentlich nicht. Besser ist sich mitreißen zu lassen. Bei einem Song wie Yacht fällt das überhaupt nicht schwer. Eingängige und gleichzeitig treibende Gitarren gepaart mit dem bereits angesprochenen Gesang. Beide finden im Refrain ihren Höhepunkt. „Und diese Wogen hier, glätten unser ein und alles.“ Mit Vollgas ins Herz, Musik die berührt. Die folgenden Songs sind konstant sehr gut. Überragend ist der Dreierblock aus Böller, Hähnekrähen und Over The Top. Letzteres war bereits Teil der Split-EP mit der Mönchengladbacher Band Nein Nein Nein.
Matula beweisen auch textlich Stärke. Gefühle und Gedanken werden in die richtigen Worte gefasst. Mal metaphorisch, mal umgangssprachlich, aber immer in den richtigen Bahnen. Talent zum Erzählen und Beschreiben ist ohne Zweifel vorhanden. So fällt es doch sehr schwer Kritikpunkte zu finden. Wenn Musik sich so gut wie Blinker anfühlt, will man das auch gar nicht. Matula haben alles richtig gemacht. Die Ampel steht auf grün. Es ist kein Stau in Sicht.
Homepage: www.matula.tk
MySpace: www.myspace.com/matulahoi

Text: Martin Zenge
12 Jul 2010, 7:24 pm 1.Matula dreht Songvideo am Flughafen Lübeck - HL-Magazin - Alle Events und Veranstaltungen in und um Lübeck…
[...] by HL-Magazin on Jul 12th, 2010 // No Comment Hamburger Band setzt ihren neuen Song „Hammerbrook“ in Szene Lübeck, den 12. Juli 2010 –Dass ein Flughafen mehr sein kann als nur ein Ort, von dem man von A nach B gelangen kann oder an dem man gehetzt ankommt und den man möglichst schnell wieder verlassen möchte, sondern eben auch ein Ort, der zum Verweilen einlädt, an dem sich Hoffnungen und Sehnsüchte erfüllen und an dem Lebensgefühl pulsiert, bewies heute die Hamburger Band Matula. Sie drehte Szenen ihres Videos zu ihrem neuen Song „Hammerbrook“ am Flughafen Lübeck. Dazu Regisseur Kay Otto, der bereits Videos für u.a. Kettcar, Tomte und Olli Schulz inszeniert hat: „Einen Flughafen finde ich für die Geschichte unseres Songs besonders geeignet, da sich an Orte des Transits viele Sehnsüchte und Hoffungen knüpfen. In meinem Kopf sind Reisen und Ortswechsel eng mit Hoffnung verbunden.“ Fasziniert fügt er hinzu: „Die Atmosphäre am Flughafen Lübeck ist schon sehr besonders, ein Flughafen im Aufbruch. Das passt zum Song.“ In dem Song geht es um die Einsamkeit der Vorstadt und die Hoffnung auf ein Entrinnen daraus. Die Jungs der noch weitgehend unbekannten Hamburger Band, die ihr zweites Album Blinker wie auch ihr Erstlingswerk Kuddel beim Kieler Label „Zeitstrafe“ herausbringen, kommen ursprünglich aus Neumünster und bewegen sich musikalisch zwischen Pop, Punk und Emocore. Eher beschaulich aufgewachsen sind sie heute in ganz Deutschland auf Tour. Hauptthema ihrer Musik ist das „Unterwegs Sein“. Früher raus aus der Langeweile, man steht lieber mit dem Auto im Stau als mit dem Leben. Was passt da besser als vom Flughafen Abheben Richtung Erfolg. Karin Reuter, Commercial-Managerin und VIP-Beauftragte am Flughafen Lübeck mag die Jungs von Matula: „Das sind klasse Jungs, die bestimmt noch weit kommen. Ich freue mich, dass unser Flughafen als Background dient.“ Gefilmt wurde sowohl im Terminal- und Check-in-Bereich als auch im Sicherheitsbereich bei der Gepäckverladung – natürlich unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften. Mitarbeiter des Flughafens dienten teilweise als Komparsen. Die Videopremiere bei Tape.tv ist für Mitte August 2010 geplant. Für mehr Informationen: http://www.alternativmusik.de/rezensionen/matula-blinker/ Hier noch ein Musikvideo zum reinhören: [...]