Rezensionen & Tonträger Tristan, 10.03.2010
Negura Bunget – Măiastru Sfetnic
Negura Bunget ist nicht mehr. Zumindest nicht mit dem bisherigen Line-Up, seitdem Sänger und Gründungsmitglied Hupogrammos sowie Sol’Faur die Band verlassen haben. Bevor es mit der Band nun aber mit neuem Line-Up weitergehen wird, gibt es noch ein letztes Lebenszeichen, welches in Form von Maiestrit vorliegt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein neues Album, sondern um eine Neuinterpretation des vor zehn Jahren erschienenen Măiastru Sfetnic, die laut der Band sowohl einen Schluss-Strich unter das bisherige Schaffen ziehen als auch einen Neuanfang der Band symbolisieren soll.
Und ein besseres Album zum Neu-Einspielen hätte sich die Band auch kaum aussuchen können, erwachten doch schon bei Măiastru Sfetnic die dunklen und nebelverhangenen Wälder Transsilvaniens vor dem Auge des Hörers zum Leben. Mystisch und von einer dichten und finsteren Atmosphäre geprägt ist dieses Album, die hauptsächlich durch die tiefen, schleppenden MidTempo-Riffs erzeugt wird. Und wenn plötzlich schwere Gitarrenwände auf den Hörer losgelassen werden, ist es fast so, als käme man nicht mehr aus den Wäldern hinaus
Neben den sechs Originalstücken finden sich noch zwei Bonustracks auf dem Album. Und zwar Akustikversionen von A-Vint In Abis und Plecaciunea Mortii, die beide zwar ungewöhnlich, aber nicht weniger atmosphärisch als die Originale geraten sind.
Da es sich hierbei nur um eine Neueinspielung handelt, wird man die meisten Änderungen im Vergleich zum Original natürlich nur bemerken, wenn man Măiastru Sfetnic fast auswendig kennt. Was allerdings direkt auffällt, ist die bessere Produktion, weswegen Maiestrit mehr aus einem Guss wirkt, als es bei Măiastru Sfetnic der Fall war. Wirklich interessant ist das Album allerdings nur für jene, die Măiastru Sfetnic bislang noch nicht im Schrank stehen haben oder wirklich jede Veröffentlichung der Band kaufen.
Homepage: www.negurabunget.com
MySpace: www.myspace.com/negurabunget

Text: Tristan Osterfeld