Rezensionen & Tonträger Marius, 18.07.2005
:Of the Wand and the Moon: – Hail Hail Hail
Huch, das sind :Of the Wand and the Moon:? Tatsächlich. Wer auf dieser auf 666 Exemplare limitierten 7”-Vinyl typischen Neofolk, wie man ihn von den ersten drei Alben kennt erwartet, muss diese Erwartungshaltung erstmal vergessen und sich ein zweites mal der Single nähern. Diesmal offener. Die Trilogie der ersten drei Alben gilt als abgeschlossen. Kim Larsen hat nun ein eigenes Label und hat Tesco als Vertrieb.
„Hail Hail Hail“ mutet vor allen Dingen orientalisch an. Orientalische Rhythmen, orientalische Trommeln und auch orientalisch anmutende Synthie-Flächen sprengen das, was man wohl den Rahmen Neofolk im strengen Sinne nennen dürfte. Dafür gibt es ein spannendes Stück Musik, das den Wiedererkennungswert der Band vor allem noch durch die geheimnisvolle Stimme Kim Larsens gewahrt hat. Sehr atmosphärisch ist die Single allemal. Außerdem stellt sie eine der Seltenheiten dar, wo die Benutzung des Wortes „interessant“ für ein Musikstück durchaus positiv zu verstehen ist.
Was allerdings mit der B-Seite ausgesagt werden soll, ist eine andere Frage. Zwar sind mit John van der Lieth von Sonne Hagal und Andreas Ritter von Forseti durchaus prominente Stimmen am Gesang beteiligt, aber der Ausdruck „dahinplätschern“ ist hier leider sehr passend. „Benedection/Malediction“ ist zwar recht nett mal anzuhören und gut produziert, trägt die Bezeichnung B-Seite aber leider zurecht.
Dennoch: Allein die A-Seite rechtfertigt den Kauf, ein schönes Artwork rundet die Sache ab. Außerdem geben Limitierungen ja sowieso immer guten Grund. Spannung auf das in Kürze erscheinende Album „Sonnenheim“ ist gegeben – die an der B-Seite beteiligten Musiker werden wohl auch öfter mal dabei sein. Warten wir es ab.
Homepage: www.ofthewandandthemoon.dk
Text: Marius Meyer