Plushgun aus Brooklyn/New York bestand ursprünglich nur aus Sänger Dan Ingals, der sich schon immer dem 80er Jahre Sound verschrieben hatte und noch immer so klingt wie eine Synthese aus den Thomspon Twins, Talk Talk und Duran Duran. Nun hat er sich eine Band gesucht, nennt diese weiterhin Plushgun und veröffentlicht nun den Nachfolger zum Erstlingswerk Pins and Panzers. Immerhin gefiel Til Schweiger der Song Dancing In A Minefield so gut, dass er ihn kurzerhand für den Soundtrack seines Films Keinohrhasen auswählte. So etwas weckt natürlich Interessen, nicht nur seitens der Kinobesucher, sondern auch die der Musikfans. Nun also die Klappe die zweite, für die „Plüschrevolver“.

Wer in den 80ern aufgewachsen ist, dem werden die Zitate natürlich bekannt vorkommen, aber nicht nur Anleihen von Bands wie OMD, Human League, oder Depeche Mode werden hier benutzt, auch Ähnlichkeiten mit den Beatles oder The Who und sogar an die erfolgreichen BritPop-Bands sind nicht zufällig. Songs wie Life In A Binary; der sich auf höchst sarkastische Art und Weise mit dem Erfolg von sozialen Netzwerken auseinandersetzt, oder The Prom Queen, einem Lied über einen Mann, der im falschen Körper steckt und lieber eine Frau wäre, seien hier als Beispiele genannt. Textlich ist das hervorragend gelöst. Zwar ist das musikalisch gelegentlich ein bisschen zu dick aufgetragen und weniger opulente Keyboard-Klänge wären auch angenehm, aber unter dem Strich ist das ein Album, das Spaß macht.

Homepage: www.plushgun.com
Facebook: www.facebook.com/Plushgun
MySpace: www.myspace.com/plushgun

Text: Dennis Kresse