Es gibt Zeiten, in denen man vor einer Frage steht: Soll man jetzt ein Album mit ein paar Sätzen abhandeln oder Romane darüber schreiben? Dazwischen eine Balance zu finden, ist dann schon schwer. So ein Fall ist auch das Debüt-Album von Simeon Soul Charger, das viele Assoziationen weckt, die alle erwähnt werden wollen. Gleichzeitig gibt es aber eigentlich nur ein Wort, das Meet Me In The Afterlife wirklich zutreffend beschreibt: Ambitioniert! Musikalisch ist das Album grob in Richtung Progressive Rock zu verorten, wobei man – wie bereits erwähnt – stilistisch viele weitere Facetten mit einbezieht.

Zu Beginn will man erst noch an die Beatles denken, wenn Vedanta, beginnt, welches aber im Laufe der Zeit immer mehr verzerrte Gitarren zulässt. Dann folgt das abgedrehte God lends a hand. Im Laufe des Albums kommen dann noch Stoner Rock-Elemente wie bei Through the trees they talk und And he skinned them both zum Tragen, während Tooth mitFlöte und Trommeln völlig aus dem Musikalischen Kontext austritt. Country-Sounds gibt es dagegen bei Please und Song of the Sphinx sowie bei A Child‘s Prayer. Das Highlight stellt aber Europa‘s Garden dar, welches alle Facetten des Albums in einem Stück vereint.

Insgesamt gibt es auf Meet Me In The Afterlife viel zu entdecken. Was alle Lieder vereint, ist ein Hang zu psychedelischen Gitarren und ausgefeilten Songstrukturen. Wer sich angesprochen fühlt oder ohnehin die Musik des Labels „Gentle Art Music“ schätzt, sollte Gehör riskieren. Es lohnt sich!

Homepage: www.simeonsoulcharger.com
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MySpace: www.myspace.com/simeonsoulcharger

Text: Tristan Osterfeld