Rezensionen & Tonträger Marius, 25.08.2011
Soundtrack – What A Man
Der Kino-Erfolg ist eigentlich schon so gut wie vorprogrammiert: Eine deutsche Produktion mit Matthias Schweighöfer verspricht viel und auch die Story liest sich gut. Die Geschichte des jungen Lehrers Alex (gespielt von Matthias Schweighöfer), der, von seiner Freundin verlassen, sich mit der Frage auseinandersetzt, was einen Mann zum Mann macht. Bei seinem besten Freund nimmt er Unterricht im Mann-Werden und findet am Ende vieler lustiger Abenteuer nicht nur zu sich selbst sondern auch zur großen Liebe. Da lohnt sich ein Blick auf den Soundtrack, der viele nationale und internationale Stars vereint. 16 Songs auf einer vielseitigen Compilation.
Interessant gewählt ist die Rahmung des Soundtracks: Klar, ein Film, der What A Man heißt, kommt ohne den gleichnamigen Song nicht aus. Eröffnet von Deutschlands Darling Lena gibt es die erste Cover-Version von What A Man, das in einer ruhigen, loungig angehauchten Variante sehr angenehm begegnet, während der Soundtrack beendet wird mit der Version, die einst Salt-N-Pepa, umbenannt in Whatta Man, zum besten gaben. Black Music-Feeling und gerappte Passagen zeigen die andere Seite dieses Songs, der im Original eigentlich von Linda Lyndell stammt.
Zwischen diesen beiden What A Man/Whatta Mans gibt es eine Menge interessanter Songs zu entdecken. So beispielsweise die Single New Age von Marlon Roudette, vor allem bekannt durch Mattafix. Eine schöne Piano-Ballade mit Feeling, die eine gute Wahl als Single sowohl für sein persönliches Album wie auch den Soundtrack war. Philipp Poisel steuert indes mit Eiserner Steg einen bisher unveröffentlichten Song bei, der traurigen deutschen Indie-Pop bietet. Künstler wie Martin & James oder auch Jonathan Jeremiah bieten gelungene Singer/Songwriter-Klänge, Acts wie Booka Shade gehen dann eher in die Dance-Richtung.
Wie das mit Soundtracks immer so ist: Nicht immer erschließt sich ohne die laufenden Bilder die Song-Zusammenstellung nicht ganz und alles zu mögen ist schier unmöglich. Dennoch ist es ein sorgsam ausgewählter Soundtrack mit vielen qualitativ hochwertigen Songs, für dessen Besitz man sich keinesfalls schämen muss!
Film-Homepage: www.whataman.de

Text: Marius Meyer