An dieser Stelle mal wieder etwas aus der Rubrik „Warum hat diese Gruppe eigentlich noch kein Label?“ The Age Of Sound begannen im Herbst 2000, in der aktuellen Besetzung spielen sie seit 2005. Rund 30 Auftritte in den vergangenen 12 Monaten, Soundtracks zu diversen Kurzfilmen und Airplays in verschiedenen Radiostationen zeigen: Wir haben es mit einer aufstrebenden jungen Band zu tun. Die auf der MySpace-Seite genannten Einflüsse The Beatles, Oasis und The Strokes bilden dabei eine gute Grundlage für den Klang dieser Gruppe, auf den im Folgenden näher einzugehen ist. Damit nicht genug: Wir verlosen an dieser Stelle zwei Mal die aktuelle EP der Gruppe – und das, ganz ohne eine Frage beantworten zu müssen.

Da es sich hierbei um eine EP handelt, bietet es sich an dieser Stelle an, auf die vier Stücke einzeln einzugehen… Eröffnet wird die EP dabei von On A Sunday, das mit zunächst akustischen Gitarrenakkorden beginnt und danach zu einem sehr britpop-lastigen Stück Gitarrenrock wird. Müsste man Vergleiche ziehen, könnte man sich vom Klang entfernt an die Don’t believe the truth von Oasis erinnert fühlen. Allerdings: Hier spielen The Age Of Sound und nicht Oasis, und das hört man auch, denn es ist durchaus eigen, was diese Gruppe spielt. Ein nachdenkliches Stück, das nachhaltig vom BritPop beeinflusst ist und dabei nach vorne geht.

Der Einfluss des Britischen ist auch im folgenden Goodbye zu vernehmen, einem ebenfalls „very British“ anmutenden Titel im mittleren Tempo-Bereich, das zwar in einem zeitgemäßen Gewand begegnet, dabei dennoch die Beatles als Einfluss nicht verleugnen kann. In diesem Titel fällt ein weiterer Aspekt von The Age Of Sound auf: Auch wenn es ein Unwort ist, ein wenig „retro“ klingt es schon, was hier aus der Musik spricht. Glücklicherweise, ganz ohne sich aufgesetzt bei der Retro-Schiene anzubiedern. Dafür aber mit viel Gefühl!

Weniger nachdenklich, eher optimistisch und nach vorn treibend kommt der Titel Bone Idle daher. Locker, aber betont klingt es. Dazu auch immer wieder der Mut zur Solo-Gitarre – eine Tugend, die in der heutigen Musiklandschaft oft leider viel zu kurz kommt. The Age Of Sound wollen Rock machen, also tun sie es. Und das mit allem, was dazugehört. Einziger Haken: Die knapp bemessene Länge dieses Titels von zweieinhalb Minuten.

Leider auch nur wenige Sekunden länger ist der vierte und letzte Titel Son Of A Gun. Er bietet einen etwas hektischen, aber nicht minder gelungenen Abschluss der EP. Einen interessanten Kontrast bietet hier der musikalisch eher noch optimistisch (wenn auch grenzwertig optimistisch) anmutende Klang mit seiner Chorus-Textzeile „I led a life that I hated all the time“. Auch hier sägen die Gitarren, das Schlagzeug treibt nach vorn, der Gesang ist eingängig. Bloß eben etwas kurz.

Auf ihrer EP präsentieren sich The Age Of Sound insgesamt als eine wirklich ausgereifte junge Band, bei der sich die eingangs schon erwähnte Frage stellt, warum diese Gruppe kein Label hat. Denn hier steckt deutlich mehr Potenzial hinter als selbst bei manch einer Band, die wirklich große Labels im Rücken hat. Zwar sind die Titel teilweise etwas kurz, aber an der musikalischen Qualität ändert dies nichts, da man sich auch keine Sorgen machen müsste, dass die Titel in etwas länger langweilen würden… An dieser Stelle daher eine ausdrückliche Empfehlung – sowohl an Hörer als auch an potenzielle Labels: The Age Of Sound anhören!

Gewinnspiel: Das Gewinnspiel ist beendet. Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!

Homepage: www.theageofsound.de
MySpace: www.myspace.com/theageofsound

Text: Marius Meyer