Rezensionen & Tonträger Marius, 22.02.2010
Toni Mahoni – Irgendwat is immer
Strohhut auf dem Kopf, Kippe und Kaffee in der Hand, dazu eigenwillige und eigensinnige Lyrik – willkommen in der Welt von Toni Mahoni! Wurde er beim letzten Album noch vor allem als der Star der Podcast-Szene gefeiert, ist er inzwischen zu einer eingesessenen Größe im Kleinen geworden und wird nicht müde, seine Betrachtungen des alltäglichen Geschehens in feuilletonistischer Art und Weise zu vertonen. Um die CD auch gebührend zu eröffnen, heißt der erste Titel der CD dann auch Willkommen und Mahoni begrüßt seine Hörer hier förmlich und stellt fest: „Wär doch bloß das Leben so schön wie die CD // alle Probleme wären auf einmal voll okay.“ Was zu beweisen wäre…
Auch wenn Toni Mahoni prinzipiell auf Irgendwat is immer dort weitermacht, wo er bei Allet is eins aufgehört hat, gibt es doch in musikalischer und inhaltlicher Hinsicht so einige Unterschiede. War der Erstling noch sehr Singer/Songwriter-dominiert, so ist hier musikalisch eine größere Fülle festzustellen. Zwar ist Mahoni immer noch vor allem Singer/Songwriter, wenn auch auf seine ganz eigene Weise, aber häufig begegnet hier eine Saloon-Atmosphäre, die vorher nicht zu hören war. War die Stimme schon immer rau, hat auch die Musik einen mitunter raueren Charme als noch auf dem Erstling.
Inhaltlich ist es immer noch so, dass Toni Mahoni den Alltag und das Zeitgeschehen aus seinem Blickwinkel wiedergibt und kommentiert. Dabei scheut er auch nicht die ganz großen Themen und Gefühle. Liebe ist hier so ein prototypisches Beispiel. Lockere Worte voller Wahrheit begegnen hier: „Liebe ist oft überschätzt und oft auch übersehen“ ist genau so wahr wie die Feststellung „Erst bist du voll Drogen gepumpt, dann stellt sich der Kater ein“. Dies ist ein gutes Beispiel für die Art, in der Mahoni das Geschehen um ihn wahrnimmt. Was auffällig gegenüber dem Vorgänger ist, ist die Tatsache, dass auf Irgendwat is immer auch gerne mal Geschichten erzählt werden, wie beispielsweise in Isabella.
Man kann also eindeutig sagen: Hier hat sich einer weiterentwickelt vom einen Album zum nächsten. Toni Mahoni bleibt die unverkennbare Mischung aus Tom Waits und Helge Schneider und präsentiert sich als Philosoph mit anderen Mitteln. Das lässt sich gut hören und macht eine Menge Spaß. Und eh es nun „mehr davon“ heißt, sei lieber an dieser Stelle gleich darauf hingewiesen, dass im Februar neben der CD Irgendwat is immer auch Buch und Hörbuch mit dem Titel Gebratene Störche erscheinen, in dem es einen ausgiebigen Einblick in das Mahoni-Universum geben wird. Und das ist noch einmal genau so empfehlenswert wie die hier besprochene CD Irgendwat is immer.
Weitere Artikel
Rezension: Toni Mahoni – Allet is eins
Homepage: www.tonimahoni.de
MySpace: www.myspace.com/tonimahoni

Text: Marius Meyer
03 Mar 2010, 1:39 pm 1.irgendwat is bei Toni Mahoni immer bei pl0g.de…
[...] Auch andere Musik- und Kleinkust-Liebhaber sind begeistert von “irgendwat is immer”. Marcus Meyer hat auf alternativmusik.de eine ganz wunderbare Rezension zum Album verfasst und findet, wie ich im Übrigen auch: Hier hat sich einer weiterentwickelt vom einen Album zum nächsten. Toni Mahoni bleibt die unverkennbare Mischung aus Tom Waits und Helge Schneider und präsentiert sich als Philosoph mit anderen Mitteln. Das lässt sich gut hören und macht eine Menge Spaß. [...]